Weiteres Vorgehen beim Strandbad Rorschach

Bild: Die Wasseraufbereitungsanlage im Strandbad ist in einem derart schlechten Zustand, dass sie nicht mehr über die Saison 2024 hinaus betrieben werden kann.
In Kürze
Der Stadtrat sieht vor, den Rorschacher Stimmberechtigten im Juni 2024 ein stark reduziertes Investitionsprojekt für das Strandbad zu unterbreiten. Dieses beschränkt sich auf die technisch zwingend notwendigen Massnahmen, um den Betrieb der Wasserbecken über die Saison 2024 hinaus zu sichern. Es geht dabei primär um die Erneuerung der gesamten Wasseraufbereitung. Der Stadtrat verschafft sich mit diesem Vorgehen die notwendige Zeit, um auf die Forderungen aus der öffentlichen Mitwirkung zum Seeufer Ost sowie aus den Verhandlungen mit dem Gemeinderat Rorschacherberg über eine Beteiligung am Strandbad einzugehen. Zum einen besteht der Wunsch nach einer gesamtheitlichen Planung für das Gebiet zwischen Haus Würth und ehemaligem Schlachthof. Zum andern sind zusätzliche Grundlagen gewünscht zur weiteren Entwicklung des Strandbades.
Autor: Stadtrat
Die öffentliche Mitwirkung zur Entwicklung des östlichen Seeufers hat zwar ergeben, dass der heutige Standort des Strandbades grossmehrheitlich für richtig befunden wird. Es war aber auch die Forderung nach einer gesamtheitlichen Planung für das Gebiet zwischen Haus Würth und Schlachthof spürbar, bevor Investitionen im grossen Stil getätigt werden. Weiter wünscht der Gemeinderat Rorschacherberg zusätzliche Grundlagen, bevor er seiner Bevölkerung eine Kreditvorlage für die Beteiligung am Strandbad unterbereitet. Der Stadtrat nimmt diese Anliegen auf und will sich dafür die notwendige Zeit verschaffen.

Die Wasseraufbereitung für die verschiedenen Becken des Rorschacher Strandbades ist in einem desolaten Zustand. Einerseits lässt sich die geforderte Wasserqualität nur noch erreichen, indem grosse Mengen an Frischwasser zugeführt werden. Andererseits bersten immer wieder Leitungen, was zu hohen Unterhaltskosten führt. Seit Jahren toleriert das kantonale Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen diesen Zustand einzig noch auf Zusehen hin. Über die Saison 2024 hinaus können die Wasserbecken des Strandbades aber nicht mehr betrieben werden, d. h. ohne Investitionen in die Wasseraufbereitung ist ab 2025 Schwimmen im Strandbad einzig noch im See möglich. Der Stadtrat ist deshalb schon seit einiger Zeit daran, die Sanierung des Strandbades zu planen mit dem Ziel, im Juni 2024 eine Urnenabstimmung über den notwendigen Baukredit durchzuführen.

Doppeltes Dilemma

Diese Ausgangslage stellt den Stadtrat gleich in mehrerer Hinsicht vor Herausforderungen:

Zum einen steht er im Austausch mit dem Gemeinderat Rorschacherberg. Ziel ist es, dass sich Rorschacherberg am Strandbad beteiligt. Von der Nachbargemeinde kommen diesbezüglich positive Signale. Der Gemeinderat ist unter bestimmten Voraussetzungen bereit, seiner Bevölkerung eine entsprechende Kreditvorlage zu unterbreiten. Beispielsweise wünscht er eine kurz-, mittel- und langfristige Investitionsplanung für das Strandbad. Weiter soll gemeinsam eine Strategie über die Entwicklung der Anlage entwickelt werden. Auch besteht der Wunsch, Goldach zur Klärung der regionalen Bedürfnisse in den Austausch einzubeziehen.

Zum anderen ergab die öffentliche Mitwirkung zum Seeufer Ost den Wunsch nach einer gesamtheitlichen Planung, bevor umfassende Investitionen ins Strandbad getätigt werden. Diese sollen die weitere Entwicklung des Gebietes zwischen Haus Würth und ehemaligem Schlachthof nicht vorwegnehmen oder einschränken, auch wenn der aktuelle Standort des Strandbades mehrheitlich für richtig befunden wird. So können sich beispielsweise Investitionen in die Herberge und ein allfälliges Hotel auf dem Schlachthofareal durchaus gegenseitig beeinflussen. Unbestritten sind aber auch in der Mitwirkung die betriebssichernden Sanierungsmassnahmen für das Strandbad.

Zeit gewinnen

Der Stadtrat kann diese Wünsche und Forderungen durchaus nachvollziehen. Sie lassen sich zeitlich aber nicht mit dem dringenden Investitionsbedarf unter einen Hut bringen. Die anstehenden Planungen und Verhandlungen brauchen Zeit, welche eigentlich nicht zur Verfügung steht, will man eine Teilschliessung des Strandbades verhindern. Für den Stadtrat gilt es deshalb primär, sich Zeit zu verschaffen. Er sieht vor, der Rorschacher Bevölkerung im Juni 2024 eine Kreditvorlage zu unterbreiten, die sich auf die technisch absolut notwendigen Massnahmen beschränkt, um den Betrieb des Strandbades über die Saison 2024 hinaus zu sichern. Primär geht es also um die Erneuerung der Wasseraufbereitung, welche aber für sich alleine schon Kosten in Millionenhöhe auslöst.

Stimmen die Rorschacher Stimmberechtigten dem Kredit zu, starten die Erneuerungsarbeiten nach der Saison 2024. Das Strandbad kann damit für die kommenden Jahre in der heutigen Form weiterbetrieben werden. Das stellt aber einzig eine Übergangslösung dar. Bereits heute ist nämlich klar, dass auch an den Schwimmbecken selbst ein hoher Sanierungsbedarf besteht. Es gilt deshalb, die Zeit für die weiteren Planungen und Verhandlungen zu nutzen, um einerseits Klarheit über die weitere Entwicklung des östlichen Seeufers zu erhalten und andererseits zusammen mit Rorschacherberg die Zukunft des Strandbades zu erarbeiten. Damit löst sich ein weiteres Dilemma. Würde Rorschacherberg nämlich bereits im kommenden Juni über eine Beteiligung am Strandbad mit abstimmen, wäre ein unterbruchsfreier Betrieb vom Ja in beiden Gemeinden abhängig.

Für den Stadtrat ist klar, dass er auch die Bevölkerung in geeigneter Weise in die weiteren Planungen einbeziehen wird.

Die Wasseraufbereitung für die verschiedenen Becken des Rorschacher Strandbades ist in einem desolaten Zustand. Einerseits lässt sich die geforderte Wasserqualität nur noch erreichen, indem grosse Mengen an Frischwasser zugeführt werden. Andererseits bersten immer wieder Leitungen, was zu hohen Unterhaltskosten führt. Seit Jahren toleriert das kantonale Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen diesen Zustand einzig noch auf Zusehen hin. Über die Saison 2024 hinaus können die Wasserbecken des Strandbades aber nicht mehr betrieben werden, d. h. ohne Investitionen in die Wasseraufbereitung ist ab 2025 Schwimmen im Strandbad einzig noch im See möglich. Der Stadtrat ist deshalb schon seit einiger Zeit daran, die Sanierung des Strandbades zu planen mit dem Ziel, im Juni 2024 eine Urnenabstimmung über den notwendigen Baukredit durchzuführen.

Doppeltes Dilemma

Diese Ausgangslage stellt den Stadtrat gleich in mehrerer Hinsicht vor Herausforderungen:

Zum einen steht er im Austausch mit dem Gemeinderat Rorschacherberg. Ziel ist es, dass sich Rorschacherberg am Strandbad beteiligt. Von der Nachbargemeinde kommen diesbezüglich positive Signale. Der Gemeinderat ist unter bestimmten Voraussetzungen bereit, seiner Bevölkerung eine entsprechende Kreditvorlage zu unterbreiten. Beispielsweise wünscht er eine kurz-, mittel- und langfristige Investitionsplanung für das Strandbad. Weiter soll gemeinsam eine Strategie über die Entwicklung der Anlage entwickelt werden. Auch besteht der Wunsch, Goldach zur Klärung der regionalen Bedürfnisse in den Austausch einzubeziehen.

Zum anderen ergab die öffentliche Mitwirkung zum Seeufer Ost den Wunsch nach einer gesamtheitlichen Planung, bevor umfassende Investitionen ins Strandbad getätigt werden. Diese sollen die weitere Entwicklung des Gebietes zwischen Haus Würth und ehemaligem Schlachthof nicht vorwegnehmen oder einschränken, auch wenn der aktuelle Standort des Strandbades mehrheitlich für richtig befunden wird. So können sich beispielsweise Investitionen in die Herberge und ein allfälliges Hotel auf dem Schlachthofareal durchaus gegenseitig beeinflussen. Unbestritten sind aber auch in der Mitwirkung die betriebssichernden Sanierungsmassnahmen für das Strandbad.

Zeit gewinnen

Der Stadtrat kann diese Wünsche und Forderungen durchaus nachvollziehen. Sie lassen sich zeitlich aber nicht mit dem dringenden Investitionsbedarf unter einen Hut bringen. Die anstehenden Planungen und Verhandlungen brauchen Zeit, welche eigentlich nicht zur Verfügung steht, will man eine Teilschliessung des Strandbades verhindern. Für den Stadtrat gilt es deshalb primär, sich Zeit zu verschaffen. Er sieht vor, der Rorschacher Bevölkerung im Juni 2024 eine Kreditvorlage zu unterbreiten, die sich auf die technisch absolut notwendigen Massnahmen beschränkt, um den Betrieb des Strandbades über die Saison 2024 hinaus zu sichern. Primär geht es also um die Erneuerung der Wasseraufbereitung, welche aber für sich alleine schon Kosten in Millionenhöhe auslöst.

Stimmen die Rorschacher Stimmberechtigten dem Kredit zu, starten die Erneuerungsarbeiten nach der Saison 2024. Das Strandbad kann damit für die kommenden Jahre in der heutigen Form weiterbetrieben werden. Das stellt aber einzig eine Übergangslösung dar. Bereits heute ist nämlich klar, dass auch an den Schwimmbecken selbst ein hoher Sanierungsbedarf besteht. Es gilt deshalb, die Zeit für die weiteren Planungen und Verhandlungen zu nutzen, um einerseits Klarheit über die weitere Entwicklung des östlichen Seeufers zu erhalten und andererseits zusammen mit Rorschacherberg die Zukunft des Strandbades zu erarbeiten. Damit löst sich ein weiteres Dilemma. Würde Rorschacherberg nämlich bereits im kommenden Juni über eine Beteiligung am Strandbad mit abstimmen, wäre ein unterbruchsfreier Betrieb vom Ja in beiden Gemeinden abhängig.

Für den Stadtrat ist klar, dass er auch die Bevölkerung in geeigneter Weise in die weiteren Planungen einbeziehen wird.

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