Versorgung in Notlagen sicherstellen

Bild: Der neue Stromgenerator kann das Seewasserwerk während ca. 50 Stunden mit Strom versorgen.
In Kürze
Ein neuer Stromgenerator stellt zukünftig die Versorgung mit Trinkwasser auch bei Stromausfall sicher. Die Technischen Betriebe Rorschach nehmen ein solches Gerät Ende Oktober in Betrieb. Der Generator wird mit Diesel betrieben. Ihm ist ein 4’800 Liter-Tank angehängt. Das reicht aus, um das Seewasserwerk während rund 50 Stunden zu betreiben. In einem zweiten Schritt soll der Generator in Notlagen auch die Pumpe für den Sammelkanal des Abwasserverbandes sicherstellen.
Autor: Stadtrat
Die Technischen Betriebe Rorschach haben für ihr Seewasserwerk einen Notstromgenerator angeschafft. Dieser soll sicherstellen, dass die Trinkwasserversorgung auch bei Stromausfall funktioniert.

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Eine durchgehende Versorgung ist deshalb besonders wichtig.

Ohne Strom kein Trinkwasser

Die drohende Strommangellage, insbesondere im Winter 2023, hat uns vor Augen geführt, dass die dauernde Verfügbarkeit von Elektrizität nicht selbstverständlich ist. Die Städte und Gemeinden mussten sich damals auf stundenweises Stromabschalten vorbereiten. Aber auch in ordentlichen Lagen kann es zu unangekündigten Abschaltungen kommen, beispielweise wegen Überlastungen in vorgelagerten Netzen oder wegen Abnahme der Netzspannung aufgrund von mehrfachem Ausfall von grossen Stromerzeugungsanlagen. Und ohne Strom funktioniert auch die Wasserversorgung nicht.

Bereits im Herbst 2023 bestellten die TBR deshalb einen Notstromgenerator. Dieser ist allerdings nicht vergleichbar mit Generatoren, wie sie Private in Baumärkten kaufen können. Die Anlage hat die Ausmasse eines Containers und bringt ein Gesamtgewicht von 5,3 Tonnen auf die Waage. Die Kosten belaufen sich auf CHF 182’740.00. Hinzu kommt der Aufwand für die Installation.

Der Generator hat die Ausmasse eines Containers und wiegt rund 5,3 Tonnen.

Der Generator wird mit Diesel betrieben, den er aus einem 4’800 Liter-Tank bezieht. Damit ist er in der Lage, den Betrieb des Seewasserwerks während rund 50 h aufrecht zu erhalten.

Die Inbetriebnahme mit umfangreichen Tests erfolgt per Ende Oktober 2024. Danach finden regelmässige Probeläufe statt, um die Betriebsfähigkeit sicherzustellen. Sechs- bis zehnmal pro Jahr sind solche Tests vorgesehen.

Abwasserentsorgung mitdenken

Die Vorbereitung auf mögliche Stromabschaltungen im Winterhalbjahr 2023 hat ergeben, dass nebst der Wasserversorgung auch die Abwasserentsorgung eine grosse Herausforderung darstellt. In der Hauptstrasse verläuft die Abwasser-Sammelleitung des Abwasserverbandes Altenrhein. Durch diese fliessen die Abwässer der gesamten Region, wegen des fehlenden Gefälles mithilfe von Pumpen. Fallen diese aus, füllt sich die Kanalisation innert kurzer Zeit und das Abwasser drückt durch die Schächte auf die Strasse oder in angrenzende Keller. Es ist deshalb geplant, eine wichtige Pumpe an der Seepromenade auf Höhe Arionparkplatz ebenfalls an den Generator anzuschliessen und so auch dieses Problem zu entschärfen.

Trotz der hohen Kosten bleibt die Hoffnung, dass die neue Anlage nie ernstfallmässig in Betrieb genommen werden muss.

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Eine durchgehende Versorgung ist deshalb besonders wichtig.

Ohne Strom kein Trinkwasser

Die drohende Strommangellage, insbesondere im Winter 2023, hat uns vor Augen geführt, dass die dauernde Verfügbarkeit von Elektrizität nicht selbstverständlich ist. Die Städte und Gemeinden mussten sich damals auf stundenweises Stromabschalten vorbereiten. Aber auch in ordentlichen Lagen kann es zu unangekündigten Abschaltungen kommen, beispielweise wegen Überlastungen in vorgelagerten Netzen oder wegen Abnahme der Netzspannung aufgrund von mehrfachem Ausfall von grossen Stromerzeugungsanlagen. Und ohne Strom funktioniert auch die Wasserversorgung nicht.

Bereits im Herbst 2023 bestellten die TBR deshalb einen Notstromgenerator. Dieser ist allerdings nicht vergleichbar mit Generatoren, wie sie Private in Baumärkten kaufen können. Die Anlage hat die Ausmasse eines Containers und bringt ein Gesamtgewicht von 5,3 Tonnen auf die Waage. Die Kosten belaufen sich auf CHF 182’740.00. Hinzu kommt der Aufwand für die Installation.

Der Generator hat die Ausmasse eines Containers und wiegt rund 5,3 Tonnen.

Der Generator wird mit Diesel betrieben, den er aus einem 4’800 Liter-Tank bezieht. Damit ist er in der Lage, den Betrieb des Seewasserwerks während rund 50 h aufrecht zu erhalten.

Die Inbetriebnahme mit umfangreichen Tests erfolgt per Ende Oktober 2024. Danach finden regelmässige Probeläufe statt, um die Betriebsfähigkeit sicherzustellen. Sechs- bis zehnmal pro Jahr sind solche Tests vorgesehen.

Abwasserentsorgung mitdenken

Die Vorbereitung auf mögliche Stromabschaltungen im Winterhalbjahr 2023 hat ergeben, dass nebst der Wasserversorgung auch die Abwasserentsorgung eine grosse Herausforderung darstellt. In der Hauptstrasse verläuft die Abwasser-Sammelleitung des Abwasserverbandes Altenrhein. Durch diese fliessen die Abwässer der gesamten Region, wegen des fehlenden Gefälles mithilfe von Pumpen. Fallen diese aus, füllt sich die Kanalisation innert kurzer Zeit und das Abwasser drückt durch die Schächte auf die Strasse oder in angrenzende Keller. Es ist deshalb geplant, eine wichtige Pumpe an der Seepromenade auf Höhe Arionparkplatz ebenfalls an den Generator anzuschliessen und so auch dieses Problem zu entschärfen.

Trotz der hohen Kosten bleibt die Hoffnung, dass die neue Anlage nie ernstfallmässig in Betrieb genommen werden muss.

Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Um diese Web-App zum Home-Bildschirm hinzuzufügen.
Tippen Sie auf und dann Zum Home-Bildschirm.