Spagat zwischen Ästhetik, Sicherheit und gesetzlichen Vorgaben

Bild: Die Poller beim Kronenplatz sollen den Motorfahrzeugverkehr lenken und vom Bereich für Fussgängerinnen und Fussgänger abtrennen.
In Kürze
Die Meinungen zu den Pollern entlang der Hauptstrasse und beim Kronenplatz waren schnell gemacht: nutzlos, hässlich, teuer. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Polizei entstanden. Ästhetik ist auch dem Stadtrat wichtig – Sicherheit und gesetzliche Vorgaben sind es jedoch auch. Sobald auch die Begrünungen abgeschlossen sind, werden die Poller vielerorts nicht mehr so prominent in Erscheinung treten. Es gilt nun, Erfahrungen zu sammeln. Der Stadtrat schliesst aber nicht zum Vornherein aus – allenfalls versuchsweise – einzelne Poller zu entfernen.
Autor: Stadtrat
Kaum ein städtisches Thema hat in letzter Zeit so bewegt wie die Poller an der Hauptstrasse und beim Kronenplatz. Sogar das Fernsehen hat sich deswegen nach Rorschach bemüht. Und auch 20 Minuten sah sich veranlasst, dieser Sache einen Beitrag zu widmen. Sachliche Kommentare fanden sich kaum dazu. Die Meinungen schienen mehrheitlich gemacht: nutzlos, hässlich, teuer.

Ganz so einfach ist es nicht. Selbstverständlich kann und darf man unterschiedlicher Meinung sein. Ästhetik ist ohnehin keine exakte Wissenschaft und wird verschieden wahrgenommen. Zu beachten gilt es allerdings, dass die Gestaltung noch gar nicht abgeschlossen war, als die Diskussion am heftigsten lief. Es fehlte an verschiedenen Stellen die Begrünung, welche die Stadtgärtnerei in diesen Tagen pflanzt. Sie wird zumindest die Poller entlang der Hauptstrasse nicht mehr so prominent in Erscheinung treten lassen. Auch beim Kronenplatz werden die beiden Bäume, welche den Jakobsbrunnen flankieren, neue Akzente setzen. Und dass dem Stadtrat die Ästhetik wichtig ist, zeigen die neu gepflasterten Plätze und der sanierte Jakobsbrunnen.

Kanton und Polizei reden mit

Die Neugestaltung der Hauptstrasse ist primär ein Kantonsprojekt. Die Entwicklung und Gestaltung erfolgte in Zusammenarbeit zwischen städtischen und kantonalen Behörden sowie der Kantonspolizei. Die Poller sind bereits im Auflageprojekt aus dem Jahr 2012 enthalten. Sie sollen den Verkehr lenken und die schwächeren Verkehrsteilnehmenden schützen. Dabei sind auch gesetzliche Vorgaben zu beachten. Natürlich wäre es oftmals schöner, könnte man auf diese Massnahmen verzichten. Ästhetik vor Sicherheit funktioniert aber nur solange, bis etwas passiert. Auf die Vernunft der Autofahrenden darf man sich leider nicht immer verlassen. Wenn es eine Möglichkeit gibt, das Auto näher beim Zielort abzustellen, wird diese gerne genutzt – vielfach ohne Rücksicht auf Sichtweiten, Fussgängerinnen und Fussgänger oder Velofahrende. Und oft pressiert’s…

Zeit wirken lassen

Der Stadtrat hat die kritischen Stimmen aber durchaus zur Kenntnis genommen. Er verfällt nun aber nicht gleich in Aktionismus, sondern wird zuerst einmal die abschliessenden Gestaltungsarbeiten abwarten und danach weitere Erfahrungen sammeln. Poller wären dereinst schnell entfernt – auch für einen Versuch.

Ganz so einfach ist es nicht. Selbstverständlich kann und darf man unterschiedlicher Meinung sein. Ästhetik ist ohnehin keine exakte Wissenschaft und wird verschieden wahrgenommen. Zu beachten gilt es allerdings, dass die Gestaltung noch gar nicht abgeschlossen war, als die Diskussion am heftigsten lief. Es fehlte an verschiedenen Stellen die Begrünung, welche die Stadtgärtnerei in diesen Tagen pflanzt. Sie wird zumindest die Poller entlang der Hauptstrasse nicht mehr so prominent in Erscheinung treten lassen. Auch beim Kronenplatz werden die beiden Bäume, welche den Jakobsbrunnen flankieren, neue Akzente setzen. Und dass dem Stadtrat die Ästhetik wichtig ist, zeigen die neu gepflasterten Plätze und der sanierte Jakobsbrunnen.

Kanton und Polizei reden mit

Die Neugestaltung der Hauptstrasse ist primär ein Kantonsprojekt. Die Entwicklung und Gestaltung erfolgte in Zusammenarbeit zwischen städtischen und kantonalen Behörden sowie der Kantonspolizei. Die Poller sind bereits im Auflageprojekt aus dem Jahr 2012 enthalten. Sie sollen den Verkehr lenken und die schwächeren Verkehrsteilnehmenden schützen. Dabei sind auch gesetzliche Vorgaben zu beachten. Natürlich wäre es oftmals schöner, könnte man auf diese Massnahmen verzichten. Ästhetik vor Sicherheit funktioniert aber nur solange, bis etwas passiert. Auf die Vernunft der Autofahrenden darf man sich leider nicht immer verlassen. Wenn es eine Möglichkeit gibt, das Auto näher beim Zielort abzustellen, wird diese gerne genutzt – vielfach ohne Rücksicht auf Sichtweiten, Fussgängerinnen und Fussgänger oder Velofahrende. Und oft pressiert’s…

Zeit wirken lassen

Der Stadtrat hat die kritischen Stimmen aber durchaus zur Kenntnis genommen. Er verfällt nun aber nicht gleich in Aktionismus, sondern wird zuerst einmal die abschliessenden Gestaltungsarbeiten abwarten und danach weitere Erfahrungen sammeln. Poller wären dereinst schnell entfernt – auch für einen Versuch.

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Ein Kommentar

  1. Die neuen Poller in Rorschach erinnern mich an Paris. Dünn und sinnvoll sind sie angebracht. Gerade ältere Personen mit Rollator müssen jetzt nicht um abgestellte Autos Schlangenlinien fahren. Toll!

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