Seewasser-Wärmeverbund auf Kurs

Bild: Die bestehende Heizzentrale beim Stadthof wird in eine Quartierzentrale für den Seewasser-Wärmeverbund umgebaut.
In Kürze
Der Seewasser-Wärmeverbund soll auf den Winter 2025/2026 den Betrieb aufnehmen und erste Liegenschaften mit Wärme versorgen. Die Bauprojekte für die Seewasserzentrale und die Quartierzentrale Stadthof liegen vor. Noch nicht abgeschlossen sind die notwendigen Baubewilligungsverfahren. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2025. Bereits im kommenden Oktober soll die Anergieleitung in der Kirchstrasse zum Stadthof gebaut werden. Die Fernwärmeleitungen folgen dann ab 2025. Das Interesse der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer ist nach wie vor gross, insbesondere auch bei Neubauten.
Autor: Stadtrat
Bei den Technischen Betrieben laufen die Vorbereitungen für den Baubeginn am Seewasser-Wärmeverbund. Ziel ist es, auf den Winter 2025/2026 erste Gebäude mit Wärme zu versorgen.

Am 18. Juni 2023 genehmigten die Rorschacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einen Kredit von 9,65 Mio. Franken für den Bau der ersten Etappe des Seewasser-Wärmeverbundes mit grossem Mehr. Die erste Etappe umfasst das engere Stadtzentrum.

Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen

In einem ersten Schritt erfolgte die Submission für die Arbeiten der Fachingenieure. Parallel dazu fuhren die Technischen Betriebe die Projektorganisation hoch. Es entstand eine neue Abteilung „Wärmeversorgung“, welcher seit 1. Januar 2024 Beat Bosshart vorsteht. Beat Bosshart war bis dahin als selbständiger Ingenieur tätig und besitzt grosse Erfahrung in der Umsetzung von Wärmeverbunden. Er war auch in die Vorbereitung der Urnenabstimmung über den Rorschacher Wärmeverbund beteiligt.

Ebenfalls schon vorliegend ist mit dem neuen Reglement für die Versorgung mit Wärme und Kälte auch die notwendige Rechtsgrundlage. Der Stadtrat konnte dieses nach dem unbenutzten Ablauf der Referendumsfrist per 1. September 2024 in Vollzug setzen. Auch die Tarife hat er bereits verabschiedet.

Bauprojekte liegen vor

Weiter ist mittlerweile das Bauprojekt für die Seewasserzentrale im Untergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses an der Hauptstrasse 30 und die Reaktivierung der bestehenden Seewasserfassung erstellt. Das Baugesuchsverfahren läuft. In der Seewasserzentrale wird dem Bodenseewasser, das in einer Tiefe um 30 m gefasst wird, Wärme entzogen und über einen Wärmetauscher ans sogenannte Anergienetz übertragen.

Ebenfalls vorliegend ist das Bauprojekt für die Quartierzentrale im Stadthof. Das Baugesuchsverfahren folgt demnächst. In der Quartierzentrale wird die Wärme aus dem Anergienetz bezogen und über Wärmepumpen auf ein nutzbares Temperaturniveau angehoben. Die Verteilung der Wärme in die angeschlossenen Gebäude erfolgt dann über ein separates Fernwärmenetz.

Der Baubeginn an den Zentralen ist auf Frühjahr 2025 geplant, damit sie im Herbst 2025 den Betrieb aufnehmen können. Im Übrigen laufen Detailabklärungen für die weiteren geplanten Quartierzentralen im Gebäude der Kantonalbank und im Negropont.

Erste Wärmelieferung auf Winter 2025/2026

Bereits im kommenden Oktober sollen die Bauarbeiten an der Anergieleitung zwischen Hauptstrasse und Stadthof starten. In der neu gestalteten Hauptstrasse sind die Anergie- und Fernwärmeleitungen im Zuge der Bauarbeiten bereits verlegt worden. Der Bau des Fernwärmenetzes ab der Quartierzentrale folgt dann ab 2025, damit auf den Winter 2025/2026 die ersten Gebäude mit Energie aus dem Bodensee beheizt werden können.

Das Interesse am Fernwärmenetz ist weiterhin gross, insbesondere auch bei Neubauten. Auch für die Überbauungen Feldmühle und Stadtbahnhof Süd liegen Anfragen für einen Anschluss vor. Diese Gebiete liegen zwar ausserhalb des Perimeters für die erste Etappe. Es wäre aber eine verpasste Chance, derart grosse Vorhaben nicht zu berücksichtigen. Es laufen deshalb Abklärungen für eine vorgezogene Erschliessung.

Der Seewasser-Wärmeverbund ist also voll auf Kurs.

Am 18. Juni 2023 genehmigten die Rorschacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einen Kredit von 9,65 Mio. Franken für den Bau der ersten Etappe des Seewasser-Wärmeverbundes mit grossem Mehr. Die erste Etappe umfasst das engere Stadtzentrum.

Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen

In einem ersten Schritt erfolgte die Submission für die Arbeiten der Fachingenieure. Parallel dazu fuhren die Technischen Betriebe die Projektorganisation hoch. Es entstand eine neue Abteilung „Wärmeversorgung“, welcher seit 1. Januar 2024 Beat Bosshart vorsteht. Beat Bosshart war bis dahin als selbständiger Ingenieur tätig und besitzt grosse Erfahrung in der Umsetzung von Wärmeverbunden. Er war auch in die Vorbereitung der Urnenabstimmung über den Rorschacher Wärmeverbund beteiligt.

Ebenfalls schon vorliegend ist mit dem neuen Reglement für die Versorgung mit Wärme und Kälte auch die notwendige Rechtsgrundlage. Der Stadtrat konnte dieses nach dem unbenutzten Ablauf der Referendumsfrist per 1. September 2024 in Vollzug setzen. Auch die Tarife hat er bereits verabschiedet.

Bauprojekte liegen vor

Weiter ist mittlerweile das Bauprojekt für die Seewasserzentrale im Untergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses an der Hauptstrasse 30 und die Reaktivierung der bestehenden Seewasserfassung erstellt. Das Baugesuchsverfahren läuft. In der Seewasserzentrale wird dem Bodenseewasser, das in einer Tiefe um 30 m gefasst wird, Wärme entzogen und über einen Wärmetauscher ans sogenannte Anergienetz übertragen.

Ebenfalls vorliegend ist das Bauprojekt für die Quartierzentrale im Stadthof. Das Baugesuchsverfahren folgt demnächst. In der Quartierzentrale wird die Wärme aus dem Anergienetz bezogen und über Wärmepumpen auf ein nutzbares Temperaturniveau angehoben. Die Verteilung der Wärme in die angeschlossenen Gebäude erfolgt dann über ein separates Fernwärmenetz.

Der Baubeginn an den Zentralen ist auf Frühjahr 2025 geplant, damit sie im Herbst 2025 den Betrieb aufnehmen können. Im Übrigen laufen Detailabklärungen für die weiteren geplanten Quartierzentralen im Gebäude der Kantonalbank und im Negropont.

Erste Wärmelieferung auf Winter 2025/2026

Bereits im kommenden Oktober sollen die Bauarbeiten an der Anergieleitung zwischen Hauptstrasse und Stadthof starten. In der neu gestalteten Hauptstrasse sind die Anergie- und Fernwärmeleitungen im Zuge der Bauarbeiten bereits verlegt worden. Der Bau des Fernwärmenetzes ab der Quartierzentrale folgt dann ab 2025, damit auf den Winter 2025/2026 die ersten Gebäude mit Energie aus dem Bodensee beheizt werden können.

Das Interesse am Fernwärmenetz ist weiterhin gross, insbesondere auch bei Neubauten. Auch für die Überbauungen Feldmühle und Stadtbahnhof Süd liegen Anfragen für einen Anschluss vor. Diese Gebiete liegen zwar ausserhalb des Perimeters für die erste Etappe. Es wäre aber eine verpasste Chance, derart grosse Vorhaben nicht zu berücksichtigen. Es laufen deshalb Abklärungen für eine vorgezogene Erschliessung.

Der Seewasser-Wärmeverbund ist also voll auf Kurs.

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