Schritt für Schritt zur neuen alten Badhütte – trotz Rückschlägen

Bild: Von der Badhütte steht nur noch wenig, zum Beispiel Teile des Eingangsbereichs oder die hölzernen Liegeflächen.
In Kürze
Die abgebrannte Badhütte wird 1:1 rekonstruiert, um ihren Status als Kulturobjekt, die Konzession und Beiträge der Denkmalpflege zu sichern. Die Plattform ist geräumt. Die vertieften Untersuchungen zeigen aber, dass die gesamte Betonkonstruktion in einem zu schlechten Zustand ist, um die neue Badhütte zu tragen. Das verteuert und verzögert das Projekt massgeblich. Bis Ende Jahr soll eine Kostenschätzung vorliegen. Zur Finanzierung wird eine Stiftung gegründet und zusätzlich ein Verein zur Unterstützung des Wiederaufbaus und späteren Betriebs. Ziel bleibt, die Badhütte der Bevölkerung möglichst rasch zurückzugeben.
Autor: Stadtrat
Die Rorschacher Badhütte soll nach dem Brand originalgetreu wiederaufgebaut werden – als Kulturdenkmal mit unverändertem Charme gestützt auf die bestehende Konzession des Kantons. Daran ändern auch die ernüchternden Resultate der Untersuchung der Betonkonstruktion nichts.

Mittlerweile ist sie weitgehend leer, die Plattform, welche die Badhütte getragen hat. Geblieben ist wenig. Zum Beispiel ein Teil des Eingangsbereichs, den das Feuer nicht komplett zerstört hat, oder die Liegeflächen, welche das Brandereignis ebenfalls überstanden haben.

Viele mögen sich gewundert haben, weshalb der Rückbau so lange dauerte. Das lag einerseits am Baubewilligungsverfahren, welches vorgängig durchzuführen war und auch die Bewilligung der kantonalen Behörden erforderte. Andererseits war der grosse Zeitbedarf auch der Vorbereitung der geplanten Rekonstruktion geschuldet. Fachleute mussten die Brandreste sorgfältig vermessen und alle möglichen Rückschlüsse auf die alte Konstruktion fortlaufend erfassen. Es liegen zwar Pläne der alten Badhütte vor. Diese gehen aber nicht in die Details.

Weshalb eine aufwändige Rekonstruktion?

Die 100-jährige Badhütte war ein Kulturdenkmal mit überregionaler Ausstrahlung. Sie steht im See auf Hoheitsgebiet des Kantons St. Gallen und stützt sich auf eine kantonale Konzession. Der Stadtrat hat sich schon früh dafür entschieden, die Badhütte zu rekonstruieren und nicht etwa das Feld zu öffnen für einen eigenständigen Neubau. Es sind verschiedene Gründe, die ihn dazu bewogen haben:

Die Badhütte soll auch in Zukunft als Kulturobjekt eingestuft werden. Ein 1:1 Wiederaufbau sichert einerseits die kantonalen Beiträge aus der Denkmalpflege und andererseits – ebenso wichtig – die unveränderte Gültigkeit der Konzession. Das haben die Vertreter der Kantons bereits an der Sitzung im Januar in Aussicht gestellt.

Bei einem Neubau, der sich nicht am bisherigen Bestand orientiert, wäre es höchst fraglich, ob eine neue Konzession erteilt würde. Das war für den Stadtrat entscheidend. Zudem würden viele Begehrlichkeiten geweckt, die sich kaum alle befriedigen liessen. Schon kurz nach dem Brand gingen entsprechende Wünsche ein. Diese reichten von einem ganzjährig geöffneten Restaurant über Infrastrukturen für kulturelle Anlässe bis hin zur öffentlichen Sauna.

Betonanalyse mit ernüchterndem Ergebnis

Mit der weitgehenden Räumung der Plattform waren die Voraussetzungen geschaffen für eine umfassende Analyse der Betonkonstruktion und der Stützen. Ebenfalls zu prüfen sind die Holzpfähle, welche die Stützen tragen und vollständig im Seegrund liegen. Diese Arbeiten sind zwar noch nicht ganz abgeschlossen, die ersten Rückmeldungen sind aber ernüchternd. Es zeigt sich, dass der Zustand des Betons sowohl über als auch unter Wasser eine Weiterverwendung nicht zulässt. Das hat aber weniger mit dem Feuer als mit dem Alter der Konstruktion zu tun. Das sind schlechte Nachrichten, welche sich massiv auf die Kosten auswirken und den Wiederaufbau verzögern. Noch ausstehend ist die Untersuchung der Holzpfähle.

Welche finanziellen Auswirkungen diese neue Ausgangslage hat, steht noch nicht fest. Bis Ende Jahr soll eine Kostenschätzung vorliegen.

Finanzierung

Das führt zur Frage, wer die Kosten trägt. Die Stadt kann sich den Wiederaufbau gerade bei dieser Ausgangslage alleine nicht leisten. Das wäre mit Blick auf die überregionale Bedeutung und Nutzung des Gebäudes auch nicht angebracht. Der Stadtrat hat deshalb schon vor einiger Zeit beschlossen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, welche sich insbesondere um die Finanzierung kümmert. Sobald die Vorprüfung der Stiftungsurkunde abgeschlossen ist, kann die Gründung erfolgen. Bereits bekannt sind die Stiftungsräte, welche sich der anspruchsvollen und herausfordernden Aufgabe annehmen:

  • Robert Raths, Rorschach (Stadtpräsident)
  • Ariane Thür Wenger, Rorschach (Stadträtin)
  • Axel Thoma, Rorschach
  • Peter Baumberger, Goldach
  • Jürg Bereuter, Rorschach
  • Roman Capaul, Rorschacherberg


Zusätzlich zur Stiftung ist die Gründung des Badhütten-Vereins in Vorbereitung. Richard Lehner hat dafür die Federführung übernommen. Der Verein soll der breiten Bevölkerung offenstehen und den Wiederaufbau und den späteren Betrieb unterstützen. Welche Aufgaben der Verein genau wahrnehmen wird, ist noch nicht abschliessend bestimmt.

Der Stadtrat nimmt Schritt für Schritt, auch wenn es Rückschläge gibt. Es bleibt das Ziel, der Bevölkerung die Badhütte schnellstmöglich zurückzugeben.

Mittlerweile ist sie weitgehend leer, die Plattform, welche die Badhütte getragen hat. Geblieben ist wenig. Zum Beispiel ein Teil des Eingangsbereichs, den das Feuer nicht komplett zerstört hat, oder die Liegeflächen, welche das Brandereignis ebenfalls überstanden haben.

Viele mögen sich gewundert haben, weshalb der Rückbau so lange dauerte. Das lag einerseits am Baubewilligungsverfahren, welches vorgängig durchzuführen war und auch die Bewilligung der kantonalen Behörden erforderte. Andererseits war der grosse Zeitbedarf auch der Vorbereitung der geplanten Rekonstruktion geschuldet. Fachleute mussten die Brandreste sorgfältig vermessen und alle möglichen Rückschlüsse auf die alte Konstruktion fortlaufend erfassen. Es liegen zwar Pläne der alten Badhütte vor. Diese gehen aber nicht in die Details.

Weshalb eine aufwändige Rekonstruktion?

Die 100-jährige Badhütte war ein Kulturdenkmal mit überregionaler Ausstrahlung. Sie steht im See auf Hoheitsgebiet des Kantons St. Gallen und stützt sich auf eine kantonale Konzession. Der Stadtrat hat sich schon früh dafür entschieden, die Badhütte zu rekonstruieren und nicht etwa das Feld zu öffnen für einen eigenständigen Neubau. Es sind verschiedene Gründe, die ihn dazu bewogen haben:

Die Badhütte soll auch in Zukunft als Kulturobjekt eingestuft werden. Ein 1:1 Wiederaufbau sichert einerseits die kantonalen Beiträge aus der Denkmalpflege und andererseits – ebenso wichtig – die unveränderte Gültigkeit der Konzession. Das haben die Vertreter der Kantons bereits an der Sitzung im Januar in Aussicht gestellt.

Bei einem Neubau, der sich nicht am bisherigen Bestand orientiert, wäre es höchst fraglich, ob eine neue Konzession erteilt würde. Das war für den Stadtrat entscheidend. Zudem würden viele Begehrlichkeiten geweckt, die sich kaum alle befriedigen liessen. Schon kurz nach dem Brand gingen entsprechende Wünsche ein. Diese reichten von einem ganzjährig geöffneten Restaurant über Infrastrukturen für kulturelle Anlässe bis hin zur öffentlichen Sauna.

Betonanalyse mit ernüchterndem Ergebnis

Mit der weitgehenden Räumung der Plattform waren die Voraussetzungen geschaffen für eine umfassende Analyse der Betonkonstruktion und der Stützen. Ebenfalls zu prüfen sind die Holzpfähle, welche die Stützen tragen und vollständig im Seegrund liegen. Diese Arbeiten sind zwar noch nicht ganz abgeschlossen, die ersten Rückmeldungen sind aber ernüchternd. Es zeigt sich, dass der Zustand des Betons sowohl über als auch unter Wasser eine Weiterverwendung nicht zulässt. Das hat aber weniger mit dem Feuer als mit dem Alter der Konstruktion zu tun. Das sind schlechte Nachrichten, welche sich massiv auf die Kosten auswirken und den Wiederaufbau verzögern. Noch ausstehend ist die Untersuchung der Holzpfähle.

Welche finanziellen Auswirkungen diese neue Ausgangslage hat, steht noch nicht fest. Bis Ende Jahr soll eine Kostenschätzung vorliegen.

Finanzierung

Das führt zur Frage, wer die Kosten trägt. Die Stadt kann sich den Wiederaufbau gerade bei dieser Ausgangslage alleine nicht leisten. Das wäre mit Blick auf die überregionale Bedeutung und Nutzung des Gebäudes auch nicht angebracht. Der Stadtrat hat deshalb schon vor einiger Zeit beschlossen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, welche sich insbesondere um die Finanzierung kümmert. Sobald die Vorprüfung der Stiftungsurkunde abgeschlossen ist, kann die Gründung erfolgen. Bereits bekannt sind die Stiftungsräte, welche sich der anspruchsvollen und herausfordernden Aufgabe annehmen:

  • Robert Raths, Rorschach (Stadtpräsident)
  • Ariane Thür Wenger, Rorschach (Stadträtin)
  • Axel Thoma, Rorschach
  • Peter Baumberger, Goldach
  • Jürg Bereuter, Rorschach
  • Roman Capaul, Rorschacherberg


Zusätzlich zur Stiftung ist die Gründung des Badhütten-Vereins in Vorbereitung. Richard Lehner hat dafür die Federführung übernommen. Der Verein soll der breiten Bevölkerung offenstehen und den Wiederaufbau und den späteren Betrieb unterstützen. Welche Aufgaben der Verein genau wahrnehmen wird, ist noch nicht abschliessend bestimmt.

Der Stadtrat nimmt Schritt für Schritt, auch wenn es Rückschläge gibt. Es bleibt das Ziel, der Bevölkerung die Badhütte schnellstmöglich zurückzugeben.

Im Zuge der Räumungsarbeiten erstellte ein Fachmann verschiedene Handskizzen mit den Details zur Konstruktion des alten Gebäudes.
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