Rorschach stellt die Wasserversorgung für die Zukunft neu auf

Bild: Das neue Seewasserwerk Riet II in Goldach soll in Zukunft das Wasser für die Stadt liefern.
In Kürze
Rorschach will seine Wasserversorgung langfristig sichern und plant deshalb den Beitritt zur Regionalen Wasserversorgung St. Gallen AG (RWSG). Statt rund 17 Millionen Franken in die umfassende Erneuerung des eigenen Seewasserwerks zu investieren, sollen für 9.821 Millionen Franken zusätzliche Aktien der RWSG erworben werden. Im Riet in Goldach baut die RWSG derzeit das neue Seewasserwerk Riet II, das Mitte 2029 den Betrieb aufnehmen soll und zusammen mit dem bestehenden Werk in Frasnacht für eine hohe Versorgungssicherheit sorgt. Künftig soll die RWSG das Trink-, Brauch- und Löschwasser für Rorschach aufbereiten und liefern, während die Technischen Betriebe Rorschach weiterhin für das städtische Leitungsnetz und die Verteilung verantwortlich bleiben. Mit der Beteiligung wird Rorschach zweitgrösste Aktionärin der RWSG und erhält einen Sitz im Verwaltungsrat. Der Beitritt hat keinen Einfluss auf den Steuerfuss, weil er vollständig über die Technischen Betriebe abgewickelt wird. Auch der Trinkwasserpreis soll mittelfristig auf dem heutigen Niveau bleiben. Über den Kredit entscheidet die Rorschacher Stimmbevölkerung am 29. November 2026.

Stadtapéro vom 19. Oktober 2026

Die Abstimmungsvorlage über den Kredit von 9.821 Mio. Franken für den Einkauf der Stadt Rorschach in der RWSG ist Thema am kommenden Stadtpéro. Dieser findet am 19. Oktober 2026 um 19.30 Uhr im Stadthof Rorschach statt. Zusätzlich wird über den Wiederaufbau der Badhütte und allenfalls noch weitere aktuelle Projekte informiert. Nach dem offiziellen Teil lädt die Stadt zum traditionellen Apéro ein.

Autor: Stadtrat Rorschach
Das Seewasserwerk Rorschach erreicht nach jahrzehntelangem Betrieb das Ende seiner technischen Lebensdauer. Statt rund 17 Millionen Franken in eine umfassende Erneuerung zu investieren, soll sich Rorschach an der Regionalen Wasserversorgung St. Gallen AG (RWSG) beteiligen. Über den dafür notwendigen Kredit von 9.821 Millionen Franken entscheidet die Rorschacher Stimmbevölkerung am 29. November 2026.

Seit 1960 wird im Seewasserwerk an der Scheffelstrasse Wasser aus dem Bodensee zu Trinkwasser aufbereitet. Das Werk bildet damit seit über 65 Jahren eine wichtige Grundlage der Rorschacher Wasserversorgung. Die letzte grössere Erweiterung der Aufbereitungsanlagen erfolgte 1988. Inzwischen haben die elektro- und verfahrenstechnischen Anlagen weitgehend das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Wasseraufbereitung. Dazu trägt unter anderem die Ausbreitung der Quagga-Muschel im Bodensee bei. Für Rorschach stellt sich deshalb die grundsätzliche Frage, ob das eigene Seewasserwerk umfassend erneuert oder die Wasseraufbereitung künftig gemeinsam mit regionalen Partnern organisiert werden soll.

Erneuerung würde rund 17 Mio. Franken kosten

Der Stadtrat hat verschiedene Möglichkeiten für die künftige Wasserversorgung vertieft prüfen lassen. Eine Sanierung beziehungsweise ein Weiterbetrieb des heutigen Seewasserwerks würde Investitionen von rund 17.1 Millionen Franken erfordern.

Als Alternative bietet sich die Beteiligung an der Regionalen Wasserversorgung St. Gallen AG an. Die RWSG versorgt bereits heute mehr als 150’000 Menschen in der Region mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Rorschach arbeitet seit 1997 mit der RWSG zusammen, um sich gegenseitig bei der Wasserversorgung abzusichern.

Nach Prüfung der technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Aspekte beurteilt der Stadtrat den Beitritt zur neu ausgerichteten RWSG als nachhaltigste Lösung.

Neues Seewasserwerk entsteht in Goldach

Die RWSG betreibt heute ein Seewasserwerk in Frasnacht. Im Riet in Goldach entsteht zusätzlich das neue Seewasserwerk Riet II. Es wird mit moderner Aufbereitungstechnik ausgestattet und soll Mitte 2029 den Betrieb aufnehmen.

Die beiden Werke in Goldach und Frasnacht ergänzen und sichern sich gegenseitig ab. Fällt ein Werk aus oder muss es gewartet werden, steht mit dem zweiten Werk eine weitere Anlage zur Verfügung. Dadurch erhöht sich die Versorgungssicherheit im regionalen Verbund.

Ab Mitte 2029 soll auch das Trink-, Brauch- und Löschwasser für Rorschach durch die RWSG aufbereitet und geliefert werden. Das heutige Seewasserwerk an der Scheffelstrasse würde anschliessend ausser Betrieb genommen.

Wasserversorgung bleibt Aufgabe der Technischen Betriebe

Für die Bevölkerung ändert sich bei der eigentlichen Verteilung des Wassers nichts. Die Technischen Betriebe Rorschach bleiben für das städtische Wassernetz verantwortlich. Dazu gehören die rund 38 Kilometer Haupt-, Verteil- und Hausanschlussleitungen, die Reservoire und Pumpwerke sowie rund 300 Hydranten.

Auch Unterhalt, Erneuerung und Betrieb des Verteilnetzes sowie die Versorgung der Haushalte und Betriebe bleiben in der Verantwortung der Technischen Betriebe Rorschach. An die RWSG übertragen werden einzig die Aufbereitung und die Lieferung des Wassers.

Mit der Aufgabe des bisherigen Seewasserwerks ergibt sich zudem die Möglichkeit, das Grundstück an der Scheffelstrasse später einer neuen Nutzung zuzuführen oder zu veräussern.

Rorschach wird zweitgrösste Aktionärin

Damit Rorschach bei der künftigen regionalen Wasserversorgung nicht nur Kundin ist, sondern auch mitbestimmen kann, sollen die Technischen Betriebe 762 zusätzliche Aktien der RWSG erwerben. Eine Aktie befindet sich bereits heute in ihrem Besitz.

Damit hält Rorschach künftig rund 19 Prozent des Aktienkapitals und wird nach der Stadt St. Gallen zur zweitgrössten Aktionärin. Rorschach erhält zudem einen Sitz im Verwaltungsrat und kann damit bei der strategischen Entwicklung der RWSG direkt mitwirken.

Die Kosten für den Erwerb der Aktien belaufen sich auf 9.821 Millionen Franken.

Kein Einfluss auf Steuerfuss

Die Wasserversorgung der Technischen Betriebe ist finanziell vom allgemeinen städtischen Haushalt getrennt und wird über Gebühren finanziert. Der Aktienkauf wird vollständig über die Rechnung der Technischen Betriebe Rorschach abgewickelt.

Der geplante Beitritt zur RWSG hat deshalb keinen Einfluss auf den Steuerfuss der Stadt. Nach heutiger Beurteilung kann auch der Trinkwasserpreis für die Kundinnen und Kunden mittelfristig auf dem heutigen Niveau gehalten werden.

Die RWSG strebt zudem eine moderate jährliche Ausschüttung an. Für die Technischen Betriebe Rorschach wird mit Dividendenerträgen von rund 95’000 Franken pro Jahr gerechnet.

Abstimmung am 29. November 2026

Über den Beitritt zur neuen Eigentümerstruktur der RWSG entscheidet die Rorschacher Stimmbevölkerung am 29. November 2026.

Zur Abstimmung steht ein Kredit von 9.821 Millionen Franken für den Erwerb von 762 Aktien der RWSG Regionale Wasserversorgung St. Gallen AG.

Bei einer Zustimmung erfolgt der Aktienerwerb auf den 1. Juli 2029. Gleichzeitig nimmt Rorschach Einsitz im Verwaltungsrat der RWSG. Bis das neue Seewasserwerk Riet II Mitte 2029 betriebsbereit ist, stellen die Technischen Betriebe die Wasserversorgung weiterhin mit dem bestehenden Seewasserwerk in Rorschach sicher.

Der Stadtrat empfiehlt der Bürgerschaft, dem Kredit und damit dem Beitritt zur neuen Eigentümerstruktur der RWSG zuzustimmen.

Seit 1960 wird im Seewasserwerk an der Scheffelstrasse Wasser aus dem Bodensee zu Trinkwasser aufbereitet. Das Werk bildet damit seit über 65 Jahren eine wichtige Grundlage der Rorschacher Wasserversorgung. Die letzte grössere Erweiterung der Aufbereitungsanlagen erfolgte 1988. Inzwischen haben die elektro- und verfahrenstechnischen Anlagen weitgehend das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Wasseraufbereitung. Dazu trägt unter anderem die Ausbreitung der Quagga-Muschel im Bodensee bei. Für Rorschach stellt sich deshalb die grundsätzliche Frage, ob das eigene Seewasserwerk umfassend erneuert oder die Wasseraufbereitung künftig gemeinsam mit regionalen Partnern organisiert werden soll.

Erneuerung würde rund 17 Mio. Franken kosten

Der Stadtrat hat verschiedene Möglichkeiten für die künftige Wasserversorgung vertieft prüfen lassen. Eine Sanierung beziehungsweise ein Weiterbetrieb des heutigen Seewasserwerks würde Investitionen von rund 17.1 Millionen Franken erfordern.

Als Alternative bietet sich die Beteiligung an der Regionalen Wasserversorgung St. Gallen AG an. Die RWSG versorgt bereits heute mehr als 150’000 Menschen in der Region mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Rorschach arbeitet seit 1997 mit der RWSG zusammen, um sich gegenseitig bei der Wasserversorgung abzusichern.

Nach Prüfung der technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Aspekte beurteilt der Stadtrat den Beitritt zur neu ausgerichteten RWSG als nachhaltigste Lösung.

Neues Seewasserwerk entsteht in Goldach

Die RWSG betreibt heute ein Seewasserwerk in Frasnacht. Im Riet in Goldach entsteht zusätzlich das neue Seewasserwerk Riet II. Es wird mit moderner Aufbereitungstechnik ausgestattet und soll Mitte 2029 den Betrieb aufnehmen.

Die beiden Werke in Goldach und Frasnacht ergänzen und sichern sich gegenseitig ab. Fällt ein Werk aus oder muss es gewartet werden, steht mit dem zweiten Werk eine weitere Anlage zur Verfügung. Dadurch erhöht sich die Versorgungssicherheit im regionalen Verbund.

Ab Mitte 2029 soll auch das Trink-, Brauch- und Löschwasser für Rorschach durch die RWSG aufbereitet und geliefert werden. Das heutige Seewasserwerk an der Scheffelstrasse würde anschliessend ausser Betrieb genommen.

Wasserversorgung bleibt Aufgabe der Technischen Betriebe

Für die Bevölkerung ändert sich bei der eigentlichen Verteilung des Wassers nichts. Die Technischen Betriebe Rorschach bleiben für das städtische Wassernetz verantwortlich. Dazu gehören die rund 38 Kilometer Haupt-, Verteil- und Hausanschlussleitungen, die Reservoire und Pumpwerke sowie rund 300 Hydranten.

Auch Unterhalt, Erneuerung und Betrieb des Verteilnetzes sowie die Versorgung der Haushalte und Betriebe bleiben in der Verantwortung der Technischen Betriebe Rorschach. An die RWSG übertragen werden einzig die Aufbereitung und die Lieferung des Wassers.

Mit der Aufgabe des bisherigen Seewasserwerks ergibt sich zudem die Möglichkeit, das Grundstück an der Scheffelstrasse später einer neuen Nutzung zuzuführen oder zu veräussern.

Rorschach wird zweitgrösste Aktionärin

Damit Rorschach bei der künftigen regionalen Wasserversorgung nicht nur Kundin ist, sondern auch mitbestimmen kann, sollen die Technischen Betriebe 762 zusätzliche Aktien der RWSG erwerben. Eine Aktie befindet sich bereits heute in ihrem Besitz.

Damit hält Rorschach künftig rund 19 Prozent des Aktienkapitals und wird nach der Stadt St. Gallen zur zweitgrössten Aktionärin. Rorschach erhält zudem einen Sitz im Verwaltungsrat und kann damit bei der strategischen Entwicklung der RWSG direkt mitwirken.

Die Kosten für den Erwerb der Aktien belaufen sich auf 9.821 Millionen Franken.

Kein Einfluss auf Steuerfuss

Die Wasserversorgung der Technischen Betriebe ist finanziell vom allgemeinen städtischen Haushalt getrennt und wird über Gebühren finanziert. Der Aktienkauf wird vollständig über die Rechnung der Technischen Betriebe Rorschach abgewickelt.

Der geplante Beitritt zur RWSG hat deshalb keinen Einfluss auf den Steuerfuss der Stadt. Nach heutiger Beurteilung kann auch der Trinkwasserpreis für die Kundinnen und Kunden mittelfristig auf dem heutigen Niveau gehalten werden.

Die RWSG strebt zudem eine moderate jährliche Ausschüttung an. Für die Technischen Betriebe Rorschach wird mit Dividendenerträgen von rund 95’000 Franken pro Jahr gerechnet.

Abstimmung am 29. November 2026

Über den Beitritt zur neuen Eigentümerstruktur der RWSG entscheidet die Rorschacher Stimmbevölkerung am 29. November 2026.

Zur Abstimmung steht ein Kredit von 9.821 Millionen Franken für den Erwerb von 762 Aktien der RWSG Regionale Wasserversorgung St. Gallen AG.

Bei einer Zustimmung erfolgt der Aktienerwerb auf den 1. Juli 2029. Gleichzeitig nimmt Rorschach Einsitz im Verwaltungsrat der RWSG. Bis das neue Seewasserwerk Riet II Mitte 2029 betriebsbereit ist, stellen die Technischen Betriebe die Wasserversorgung weiterhin mit dem bestehenden Seewasserwerk in Rorschach sicher.

Der Stadtrat empfiehlt der Bürgerschaft, dem Kredit und damit dem Beitritt zur neuen Eigentümerstruktur der RWSG zuzustimmen.

Stadtapéro vom 19. Oktober 2026

Die Abstimmungsvorlage über den Kredit von 9.821 Mio. Franken für den Einkauf der Stadt Rorschach in der RWSG ist Thema am kommenden Stadtpéro. Dieser findet am 19. Oktober 2026 um 19.30 Uhr im Stadthof Rorschach statt. Zusätzlich wird über den Wiederaufbau der Badhütte und allenfalls noch weitere aktuelle Projekte informiert. Nach dem offiziellen Teil lädt die Stadt zum traditionellen Apéro ein.

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