Ersatz von Pappeln im Seepark

In Kürze
Wegen Stockfäule im Stammfuss müssen verschiedene Säulenpappeln im Seepark ersetzt werden. Da die Bäume in Gruppen stehen, hat das Fällen eines einzelnen Baumes auch Auswirkungen auf die Stabilität der Nachbarpflanzen. Es müssen deshalb alle betroffenen Pappeln weichen. Die Ersatzpflanzungen erfolgen neu in Fünfergruppen. Zudem wird im betreffenden Bereich auch das Parkmobiliar erneuert. In den kommenden Tagen startet das Bewilligungsverfahren für diese Massnahmen.

Der Seepark Rorschach

In den Jahren 1916 – 1920 gestalteten der Gartenarchitekt Fritz Klauser und die Architekten Johann Stärkle und Eugen Renfer den Seepark Rorschach auf Basis eines Wettbewerb-Siegerprojekts. Die geometrische Anlage ist im Architekturgartenstil gehalten, weist aber bereits interessante Abweichungen auf, die das Ende der relativ kurzen Gestaltungsphase in der Geschichte der Gartenarchitektur andeuten.

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts ordneten Gartenarchitekt Fredy Klauser und Architekt Heinz Stambach den westlichen Teil des Parks mit dem Musikpavillon und dem Übergang zum Kabisplatz neu an. Auch dieses Projekt ging als Sieger aus einem Wettbewerb hervor.

In den folgenden Jahren wurden im Park diverse Änderungen vorgenommen. Als wichtigste seien die Platzierung der Plastik „die Schwebende“ von Hermann Haller im Jahr 1955, der Abbruch der Glyzinien Pergola beim Rondell und die Anpassung des östlichen Parkabschlusses beim Seerestaurant erwähnt. Der spätere Unterhalt war nicht immer optimal auf das gestalterische Konzept des gewachsenen Gartendenkmals ausgerichtet. Zudem waren in der Vergangenheit viele Sicherheitsfällungen von Säulenpappeln und Ulmen nötig. In ihrer Gesamtheit führten diese Änderungen zu einer Verwässerung des ursprünglichen  Gestaltungskonzeptes.

Die Stadt Rorschach hat den Wert und die Gefährdung der historischen Anlage, die als Gartendenkmal von kantonaler Bedeutung eingestuft werden kann, erkannt. Sie liess für die historische Anlage deshalb von Landschaftsarchitekt Martin Klauser in den Jahren 2011 und 2012 eine Bestandesanalyse und ein Entwicklungskonzept erarbeiten.

Autor: Martin Klauser / Baumart AG / Stadtgärtnerei Rorschach
In den kommenden Tagen startet das Bewilligungsverfahren für den Ersatz von Pappeln im Seepark. Fortgeschrittene Stockfäule im Stammfuss machen das Fällen und Neupflanzen nötig.

Bereits im Jahr 2019 musste die Stadt die Platanenallee im Seepark ersetzen. Die Neupflanzungen und das neu gestaltete Parkmobiliar finden guten Anklang. Die im gleichen Zug wiederhergestellten Blumenrabatten sind überdies ein beliebtes Fotosujet.

In einem nächsten Schritt steht der Ersatz der bestehenden, alten Säulenpappeln an. Auslöser ist deren Zustand. Bei einzelnen Pappeln, die heute in Dreiergruppen angeordnet sind, stellten Spezialisten bei einer Baumkontrolle weitläufig fortgeschrittene Stockfäule im Stammfuss fest. Die ausgeprägten Brettwurzeln kompensieren zwar die lokal sehr schlechten Holzwerte, sodass die Bäume trotz dieser Beeinträchtigung kurz- bis mittelfristig erhalten werden könnten. In Anbetracht der fortschreitenden Krankheit und der damit verbundenen kurzen Reststandzeit sind der dafür erforderliche Aufwand und das verbleibende Restrisiko aber nicht verhältnismässig. Die betroffenen Bäume müssen deshalb gefällt werden. Da die Pappeln in Gruppen stehen, hat das Entfernen eines einzelnen Baumens auch Auswirkungen auf die Stabilität der Nachbarpflanzen. Der Verbund des Wurzelwerks wird geschwächt und die Standfestigkeit nimmt ab. Es müssen deshalb auch heute noch gesunde Bäume weichen.

Die Neupflanzungen erfolgen neu in Fünfer- und nicht mehr in Dreiergruppen. Zudem wird in diesem Bereich wiederum auch das Parkmobiliar ersetzt.

Die Seepark-Anlage ist geschützt (siehe nebenstehenden Text). Eingriffe sind deshalb in einem Baugesuchsverfahren bewilligungspflichtig. Die öffentliche Auflage startet in den nächsten Tagen. Die Ausführung ist dann für Ende Jahr geplant.

Bereits im Jahr 2019 musste die Stadt die Platanenallee im Seepark ersetzen. Die Neupflanzungen und das neu gestaltete Parkmobiliar finden guten Anklang. Die im gleichen Zug wiederhergestellten Blumenrabatten sind überdies ein beliebtes Fotosujet.

In einem nächsten Schritt steht der Ersatz der bestehenden, alten Säulenpappeln an. Auslöser ist deren Zustand. Bei einzelnen Pappeln, die heute in Dreiergruppen angeordnet sind, stellten Spezialisten bei einer Baumkontrolle weitläufig fortgeschrittene Stockfäule im Stammfuss fest. Die ausgeprägten Brettwurzeln kompensieren zwar die lokal sehr schlechten Holzwerte, sodass die Bäume trotz dieser Beeinträchtigung kurz- bis mittelfristig erhalten werden könnten. In Anbetracht der fortschreitenden Krankheit und der damit verbundenen kurzen Reststandzeit sind der dafür erforderliche Aufwand und das verbleibende Restrisiko aber nicht verhältnismässig. Die betroffenen Bäume müssen deshalb gefällt werden. Da die Pappeln in Gruppen stehen, hat das Entfernen eines einzelnen Baumens auch Auswirkungen auf die Stabilität der Nachbarpflanzen. Der Verbund des Wurzelwerks wird geschwächt und die Standfestigkeit nimmt ab. Es müssen deshalb auch heute noch gesunde Bäume weichen.

Die Neupflanzungen erfolgen neu in Fünfer- und nicht mehr in Dreiergruppen. Zudem wird in diesem Bereich wiederum auch das Parkmobiliar ersetzt.

Die Seepark-Anlage ist geschützt (siehe nebenstehenden Text). Eingriffe sind deshalb in einem Baugesuchsverfahren bewilligungspflichtig. Die öffentliche Auflage startet in den nächsten Tagen. Die Ausführung ist dann für Ende Jahr geplant.

Der Seepark Rorschach

In den Jahren 1916 – 1920 gestalteten der Gartenarchitekt Fritz Klauser und die Architekten Johann Stärkle und Eugen Renfer den Seepark Rorschach auf Basis eines Wettbewerb-Siegerprojekts. Die geometrische Anlage ist im Architekturgartenstil gehalten, weist aber bereits interessante Abweichungen auf, die das Ende der relativ kurzen Gestaltungsphase in der Geschichte der Gartenarchitektur andeuten.

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts ordneten Gartenarchitekt Fredy Klauser und Architekt Heinz Stambach den westlichen Teil des Parks mit dem Musikpavillon und dem Übergang zum Kabisplatz neu an. Auch dieses Projekt ging als Sieger aus einem Wettbewerb hervor.

In den folgenden Jahren wurden im Park diverse Änderungen vorgenommen. Als wichtigste seien die Platzierung der Plastik „die Schwebende“ von Hermann Haller im Jahr 1955, der Abbruch der Glyzinien Pergola beim Rondell und die Anpassung des östlichen Parkabschlusses beim Seerestaurant erwähnt. Der spätere Unterhalt war nicht immer optimal auf das gestalterische Konzept des gewachsenen Gartendenkmals ausgerichtet. Zudem waren in der Vergangenheit viele Sicherheitsfällungen von Säulenpappeln und Ulmen nötig. In ihrer Gesamtheit führten diese Änderungen zu einer Verwässerung des ursprünglichen  Gestaltungskonzeptes.

Die Stadt Rorschach hat den Wert und die Gefährdung der historischen Anlage, die als Gartendenkmal von kantonaler Bedeutung eingestuft werden kann, erkannt. Sie liess für die historische Anlage deshalb von Landschaftsarchitekt Martin Klauser in den Jahren 2011 und 2012 eine Bestandesanalyse und ein Entwicklungskonzept erarbeiten.

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