Neugestaltung des Kronenplatzes

Bild: So soll sich der Jakobsbrunnen nach der Sanierung wieder präsentieren – mit einem dreistufigen Podest und wasserspeienden Fischen.
In Kürze
Der Stadtrat möchte dem Kronenplatz seine Bedeutung zurückgeben. Hier stand bereits im Jahr 857 eine Kapelle, welche dem Apostel Jakobus geweiht war und in welcher das tägliche „Angelus-Läuten“ stattfand. Nach dem Abbruch der Kapelle im Jahr 1833/34 entstand der erste Jakobsbrunnen, der 1895/96 durch einen neuen ersetzt wurde. Auch die Brunnen waren mit einer Glocke für das „Angelus-Läuten“ ausgestattet. Diese Tradition besteht bis heute, seit 2010 durch ein Glöcknerteam unter der Leitung von Alois Ambauen. Im Zuge der Sanierung der Hauptstrasse wird auch der Kronenplatz umgestaltet und der Jakobsbrunnen vollständig restauriert. Dieser wird im Platzzentrum neu aufgebaut. Er erhält sein ursprüngliches Podest zurück, womit die Wasserbecken wieder auf Originalhöhe angebracht werden und die Fische als Wasserspeier dienen können.

Sanierung Hauptstrasse im Zeitplan

Aktuell laufen die Arbeiten an der dritten und letzten Etappe der Hauptstrassen-Sanierung zwischen Kronenplatz und Bodan. Bis zur Sommerpause erfolgte der Belagseinbau bis zur Trischlistrasse. Noch ausstehend ist – nebst dem Kronenplatz – der Bereich bei der Bodankreuzung. Die Arbeiten liegen im Plan und sollen bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Für 2024 sind dann – im Hinblick auf das angestrebte Tempo 30 – verschiedene Messungen geplant. Ziel bleibt es, im Jahr 2025 Tempo 30 zumindest als Versuch einzuführen.

Autor: Stadtrat
Im Zuge der Sanierung der Hauptstrasse erfolgt auch die Neugestaltung des Kronenplatzes. Wichtiger Bestandteil ist der Jakobsbrunnen. Er soll den Mittelpunkt des Platzes bilden und das dreistufige Podest sowie die wasserspeienden Fische zurückerhalten. Neu sind die beiden Bäume, die den Brunnen in Zukunft flankieren.

Der Kronenplatz ist ein geschichtsträchtiger Ort. Im Jahr 857 wurde eine Kapelle am heutigen Standort des Jakobsbrunnens erstmals in Dokumenten erwähnt. Es fand dort das tägliche „Angelus-Läuten“ statt. Die Kapelle war dem Apostel Jakobus, dem Lehrer, geweiht. Sie überstand im Jahr 1761 einen Altstadtbrand im „Unterdorf“ ohne Schaden. 14 Häuser hatten damals weniger Glück und wurden Opfer des Feuers. 1833/34 erfolgte der Abriss der Kapelle. Sie wurde als verkehrshemmend (!) beurteilt. Es entstand der erste Jakobsbrunnen. In die Brunnensäule wurde ein mechanisches Uhrwerk für die Zeitanzeige und ein Schlagwerk eingebaut – mit der Glocke der damaligen Kapelle.

Zweiter Jakobsbrunnen besteht bis heute

1895/96 baute J. Bischofberger, Rorschach, den zweiten Jakobsbrunnen nach einem Entwurf des St. Gallers August Hardegger. Die neue Glocke lieferte die Glockengiesserei Egger in Staad. Die Figuren stammten vom Rorschacher Kupferschmied Cölestin Studerus.

Das „Angelus-Läuten“ erfolgte bis 1970 von Hand, mit einigen Unterbrüchen während den beiden Weltkriegen. Nach einer Pause von vier Jahren baute Karl Keller, alt Eichmeister und Kirchenrat aus Rorschach, 1974 einen Linearmotor für das automatische Glockengeläut ein. Im Jahr 2009 löste Alois Ambauen im Rahmen eines Projektes der Fachhochschule für Soziales (Stadt der Sinne) die Maschine wieder ab. Seit dem Jahr 2010, dem Jakobspilgerjahr, übernimmt diese Aufgabe unter seiner Leitung ein ganzes Glöcknerteam. Dieses läutet die Glocke während der Öffnungszeit der Pilgerherberge St. Gallen, d. h. vom 31. März bis 31. Oktober, jeweils um 11.00 und 18.00 Uhr.

Geschichte neu aufleben lassen

Im Zuge der Sanierung der Hauptstrasse soll auch der Kronenplatz wieder an Bedeutung gewinnen. Der westliche Teil der Neugasse und der Einlenker in der Kronenstrasse werden gestalterisch Teil des Platzes. Der Jakobsbrunnen erfährt eine umfassende Sanierung. Dazu erfolgte Ende Juli der vollständige Abbau. Die Figur des heiligen Jakobus fehlt schon seit Monaten. Sie kann leider nicht restauriert, sondern muss neu gegossen werden. Das Original bleibt aber als Ausstellungsstück für den Innenbereich, beispielsweise im Kornhaus, erhalten.

Der erneuerte Jakobsbrunnen erhält seinen neuen Standort im Zentrum des Platzes, ergänzt mit dem ursprünglichen dreistufigen Podest. Erst dieses ermöglicht es, die Wasserbecken wieder auf der Originalhöhe anzubringen. Damit können auch die Fischfiguren ihre angedachte Aufgabe als Wasserspeier wieder übernehmen. Die nachträglich angebrachten Zuflussrohre entfallen. Neu wird der Jakobsbrunnen von zwei Bäumen flankiert.

Einweihung mit kleinem Fest

Mit dem Budget 2023 genehmigte die Bürgerversammlung für die Neugestaltung des Kronenplatzes einen Gesamtkredit von 350’000 Franken. Der Platz erhält damit seine geschichtliche Bedeutung zurück. Und auch die Glöckner werden das „Angelus-Läuten“ anschliessend wieder aufnehmen. Der Stadtrat sieht vor, die Einweihung des neuen Platzes mit dem restaurierten Brunnen mit einem kleinen Fest zu begehen.

Der Kronenplatz ist ein geschichtsträchtiger Ort. Im Jahr 857 wurde eine Kapelle am heutigen Standort des Jakobsbrunnens erstmals in Dokumenten erwähnt. Es fand dort das tägliche „Angelus-Läuten“ statt. Die Kapelle war dem Apostel Jakobus, dem Lehrer, geweiht. Sie überstand im Jahr 1761 einen Altstadtbrand im „Unterdorf“ ohne Schaden. 14 Häuser hatten damals weniger Glück und wurden Opfer des Feuers. 1833/34 erfolgte der Abriss der Kapelle. Sie wurde als verkehrshemmend (!) beurteilt. Es entstand der erste Jakobsbrunnen. In die Brunnensäule wurde ein mechanisches Uhrwerk für die Zeitanzeige und ein Schlagwerk eingebaut – mit der Glocke der damaligen Kapelle.

Zweiter Jakobsbrunnen besteht bis heute

1895/96 baute J. Bischofberger, Rorschach, den zweiten Jakobsbrunnen nach einem Entwurf des St. Gallers August Hardegger. Die neue Glocke lieferte die Glockengiesserei Egger in Staad. Die Figuren stammten vom Rorschacher Kupferschmied Cölestin Studerus.

Das „Angelus-Läuten“ erfolgte bis 1970 von Hand, mit einigen Unterbrüchen während den beiden Weltkriegen. Nach einer Pause von vier Jahren baute Karl Keller, alt Eichmeister und Kirchenrat aus Rorschach, 1974 einen Linearmotor für das automatische Glockengeläut ein. Im Jahr 2009 löste Alois Ambauen im Rahmen eines Projektes der Fachhochschule für Soziales (Stadt der Sinne) die Maschine wieder ab. Seit dem Jahr 2010, dem Jakobspilgerjahr, übernimmt diese Aufgabe unter seiner Leitung ein ganzes Glöcknerteam. Dieses läutet die Glocke während der Öffnungszeit der Pilgerherberge St. Gallen, d. h. vom 31. März bis 31. Oktober, jeweils um 11.00 und 18.00 Uhr.

Geschichte neu aufleben lassen

Im Zuge der Sanierung der Hauptstrasse soll auch der Kronenplatz wieder an Bedeutung gewinnen. Der westliche Teil der Neugasse und der Einlenker in der Kronenstrasse werden gestalterisch Teil des Platzes. Der Jakobsbrunnen erfährt eine umfassende Sanierung. Dazu erfolgte Ende Juli der vollständige Abbau. Die Figur des heiligen Jakobus fehlt schon seit Monaten. Sie kann leider nicht restauriert, sondern muss neu gegossen werden. Das Original bleibt aber als Ausstellungsstück für den Innenbereich, beispielsweise im Kornhaus, erhalten.

Der erneuerte Jakobsbrunnen erhält seinen neuen Standort im Zentrum des Platzes, ergänzt mit dem ursprünglichen dreistufigen Podest. Erst dieses ermöglicht es, die Wasserbecken wieder auf der Originalhöhe anzubringen. Damit können auch die Fischfiguren ihre angedachte Aufgabe als Wasserspeier wieder übernehmen. Die nachträglich angebrachten Zuflussrohre entfallen. Neu wird der Jakobsbrunnen von zwei Bäumen flankiert.

Einweihung mit kleinem Fest

Mit dem Budget 2023 genehmigte die Bürgerversammlung für die Neugestaltung des Kronenplatzes einen Gesamtkredit von 350’000 Franken. Der Platz erhält damit seine geschichtliche Bedeutung zurück. Und auch die Glöckner werden das „Angelus-Läuten“ anschliessend wieder aufnehmen. Der Stadtrat sieht vor, die Einweihung des neuen Platzes mit dem restaurierten Brunnen mit einem kleinen Fest zu begehen.

Mit dem Wegfall des Podests wurden die Wasserbecken nach unten versetzt. Es brauchte einen neuen Wasserzufluss unterhalb der Fischfiguren.

Sanierung Hauptstrasse im Zeitplan

Aktuell laufen die Arbeiten an der dritten und letzten Etappe der Hauptstrassen-Sanierung zwischen Kronenplatz und Bodan. Bis zur Sommerpause erfolgte der Belagseinbau bis zur Trischlistrasse. Noch ausstehend ist – nebst dem Kronenplatz – der Bereich bei der Bodankreuzung. Die Arbeiten liegen im Plan und sollen bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Für 2024 sind dann – im Hinblick auf das angestrebte Tempo 30 – verschiedene Messungen geplant. Ziel bleibt es, im Jahr 2025 Tempo 30 zumindest als Versuch einzuführen.

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