Nächster Schritt auf dem Weg zur Doppelturnhalle Pestalozzi

Bild: Das berücksichtigte Planerteam überzeugte mit ihrem Lösungsansatz zur Optimierung des Vorprojekts.
In Kürze
Für die neue Doppelturnhalle Pestalozzi steht das Planerteam fest: Itten + Brechbühl AG (St.Gallen), schwarz & partner ag (Rorschach) und B3 Engineering AG (Romanshorn/Gossau) setzen das Projekt gemeinsam um. Die Stimmberechtigten hatten im Herbst 2023 einem Kredit von 15,37 Mio. Franken für Halle und Tiefgarage sowie einen Nahwärmeverbund und Regenwassernutzung zugestimmt. Das Team wurde in einem öffentlichen Planerwahlverfahren nach SIA 144 bestimmt. Die Projektierung startet 2026. Ziel ist eine rechtskräftige Baubewilligung bis Ende 2026. Über den Fortschritt informiert der Stadtrat laufend.
Autor: Linda Müntener
Ein Team aus Architektinnen und Architekten, Bauleitenden sowie Fachpersonen für Holz- und Massivbaustatik und Haustechnik wird die neue Doppelturnhalle Pestalozzi planen und umsetzen. Ziel ist eine rechtskräftige Baubewilligung bis Ende 2026.

Im Schulkreis Pestalozzi fehlt Platz zum Turnen. An der Einfachturnhalle nagt der Zahn der Zeit, Boden- und Wandbeläge, Mobiliar, Haustechnik und sanitäre Anlagen sind veraltet. Im Herbst 2023 haben die Rorschacher Stimmberechtigten Ja zu einem 15,37-Millionen-Franken-Kredit für eine Doppelturnhalle mit Tiefgarage beim Pestalozzi-Schulhaus sowie einem Nahwärmeverbund und einer Regenwassernutzung für die Bewässerung der Sportplätze gesagt. Die nächste Etappe ist nun abgeschlossen: Das Team, das die neue Doppelturnhalle mit Tiefgarage plant und umsetzt, steht fest.

Ein Fachteam für eine anspruchsvolle Aufgabe

Dem vorhergegangen ist ein sogenanntes Planerwahlverfahren nach SIA 144. Ein solches bietet sich immer dann an, wenn die Ausgangslage kaum Gestaltungsspielraum zulässt, weil die Aufgaben und Anforderungen an den Bau bereits klar definiert oder normiert sind. Das trifft beispielsweise auf Ersatzbauten, Sanierungen oder Bauten mit technisch klar definierten Aufgaben zu – und damit auch auf die Turnhalle Pestalozzi. Es ging für den Stadtrat also nicht darum, verschiedene gestalterische Entwurfsideen zu vergleichen, sondern das beste Fachteam zu finden, das die vorgegebene Aufgabe gesamtheitlich – und nicht nur aus architektonischen Überlegungen – umsetzt. Gesucht war ein erfahrenes Team aus Architektinnen und Architekten, Bauleitenden sowie Fachpersonen für Holz- und Massivbaustatik.

Dem Beurteilungsgremium gehören Vertreter der Stadt und externe Fachleute an. Einer dieser externen Fachleute ist Martin Hitz. Der Architekt und Geschäftsführer der Hitz AG in St.Gallen hat über 40 Jahre Berufserfahrung, insbesondere auch in Planungs- und Verfahrensbegleitungen: «Planerwahlverfahren sind für öffentliche Bauherrschaften ein gängiges Mittel, um in einer Konkurrenz das beste Team für eine Aufgabe zu finden», sagt er. «Dabei geht es nicht vorab um die Honorarsumme, sondern ob ein Team in der Lage ist, die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Dies auch unter dem Gesichtspunkt «Team», da für die Bauherrschaft wichtig ist, dass die Planer sich kennen und bereits in ähnlicher Konstellation Projekte geplant und ausgeführt haben. Aufgrund weniger, gezielter aber sehr konkreter Fragen wird im Dialog ermittelt, wer die Fragen am besten beantwortet. Dazu wird separat und in einem zweiten Schritt eine Honorarofferte abgegeben, die dann ebenfalls gewichtet in die Bewertung einfliesst.»

Bewusst kein Projektwettbewerb im Vorfeld

Auf einen Projektwettbewerb im Vorfeld der Abstimmung hatte der Stadtrat bewusst verzichtet und den Architekturauftrag zur Erarbeitung der Kreditvorlage im freihändigen Verfahren an ein Architekturbüro vergeben. Für Martin Hitz ein nachvollziehbarer Entscheid: «Für eine Kreditabstimmung muss die Stadt schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt möglichst genaue Kostenbeträge nennen können. Dies ergibt sich nicht aus einem klassischen Architekturwettbewerb und führt dazu, dass vertiefte Machbarkeitsstudien oder Vorprojekte dazu nötig werden. Je nach Aufgabenstellung ist es obsolet, im Anschluss daran nochmals einen Architekturwettbewerb vorwiegend für die Gestaltung auszuloben.»

Die Standortanalysen und die Machbarkeitsstudie zeigen: Für die neue Doppelturnhalle besteht nur ein sehr begrenzter Spielraum in der Gestaltung. Der Standort auf dem Pestalozzi-Areal ist durch denkmalpflegerische und städtebauliche Vorgaben festgelegt. Auch auf architektonischer Ebene sind die Möglichkeiten eng gesteckt – das Raumprogramm, die Nutzung als Doppelturnhalle sowie die Vorgaben des Bundesamts für Sport und die Normen für die Tiefgarage lassen nur wenig Raum für gestalterische Varianten. «Ein Projektwettbewerb hätte hohe Kosten versursacht und wäre für diesen Fall nicht verhältnismässig gewesen», sagt Martin Hitz. Er geht davon aus, dass je länger je weniger Gemeinden und Städte diesen Weg wählen, weil sich die klassischen Konkurrenzverfahren gemäss SIA 142 (Wettbewerb) und SIA 143 (Studienauftrag) wohl bewährt haben, aber nicht für alle Aufgaben angemessen sind. «Zudem ist das Verfahren nach SIA 144 ebenfalls erprobt und verursacht für den Auslober und die Teilnehmerschaft deutlich weniger Aufwand.»

Im zweistufigen Verfahren überzeugt

Zurück zum Planerwahlverfahren für die Doppelturnhalle Pestalozzi: Das Beurteilungsgremium hat sich in einem zweistufigen Verfahren für das Angebot des Planerteams Itten + Brechbühl AG, St.Gallen, schwarz & partner ag, Rorschach, und B3 Engineering AG, Romanshorn und Gossau, entschieden: «Das Team überzeugt mit einer tiefgreifenden und fundierten Analyse der Bauaufgabe, einem konkurrenzfähigen Preis und einer sehr guten Organisation des Planerteams.»

Die Projektierungsphase startet im Jahr 2026. Ziel ist, dass bis Ende 2026 eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt. Der Stadtrat informiert laufend über den Fortgang des Projekts.

Im Schulkreis Pestalozzi fehlt Platz zum Turnen. An der Einfachturnhalle nagt der Zahn der Zeit, Boden- und Wandbeläge, Mobiliar, Haustechnik und sanitäre Anlagen sind veraltet. Im Herbst 2023 haben die Rorschacher Stimmberechtigten Ja zu einem 15,37-Millionen-Franken-Kredit für eine Doppelturnhalle mit Tiefgarage beim Pestalozzi-Schulhaus sowie einem Nahwärmeverbund und einer Regenwassernutzung für die Bewässerung der Sportplätze gesagt. Die nächste Etappe ist nun abgeschlossen: Das Team, das die neue Doppelturnhalle mit Tiefgarage plant und umsetzt, steht fest.

Ein Fachteam für eine anspruchsvolle Aufgabe

Dem vorhergegangen ist ein sogenanntes Planerwahlverfahren nach SIA 144. Ein solches bietet sich immer dann an, wenn die Ausgangslage kaum Gestaltungsspielraum zulässt, weil die Aufgaben und Anforderungen an den Bau bereits klar definiert oder normiert sind. Das trifft beispielsweise auf Ersatzbauten, Sanierungen oder Bauten mit technisch klar definierten Aufgaben zu – und damit auch auf die Turnhalle Pestalozzi. Es ging für den Stadtrat also nicht darum, verschiedene gestalterische Entwurfsideen zu vergleichen, sondern das beste Fachteam zu finden, das die vorgegebene Aufgabe gesamtheitlich – und nicht nur aus architektonischen Überlegungen – umsetzt. Gesucht war ein erfahrenes Team aus Architektinnen und Architekten, Bauleitenden sowie Fachpersonen für Holz- und Massivbaustatik.

Dem Beurteilungsgremium gehören Vertreter der Stadt und externe Fachleute an. Einer dieser externen Fachleute ist Martin Hitz. Der Architekt und Geschäftsführer der Hitz AG in St.Gallen hat über 40 Jahre Berufserfahrung, insbesondere auch in Planungs- und Verfahrensbegleitungen: «Planerwahlverfahren sind für öffentliche Bauherrschaften ein gängiges Mittel, um in einer Konkurrenz das beste Team für eine Aufgabe zu finden», sagt er. «Dabei geht es nicht vorab um die Honorarsumme, sondern ob ein Team in der Lage ist, die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Dies auch unter dem Gesichtspunkt «Team», da für die Bauherrschaft wichtig ist, dass die Planer sich kennen und bereits in ähnlicher Konstellation Projekte geplant und ausgeführt haben. Aufgrund weniger, gezielter aber sehr konkreter Fragen wird im Dialog ermittelt, wer die Fragen am besten beantwortet. Dazu wird separat und in einem zweiten Schritt eine Honorarofferte abgegeben, die dann ebenfalls gewichtet in die Bewertung einfliesst.»

Bewusst kein Projektwettbewerb im Vorfeld

Auf einen Projektwettbewerb im Vorfeld der Abstimmung hatte der Stadtrat bewusst verzichtet und den Architekturauftrag zur Erarbeitung der Kreditvorlage im freihändigen Verfahren an ein Architekturbüro vergeben. Für Martin Hitz ein nachvollziehbarer Entscheid: «Für eine Kreditabstimmung muss die Stadt schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt möglichst genaue Kostenbeträge nennen können. Dies ergibt sich nicht aus einem klassischen Architekturwettbewerb und führt dazu, dass vertiefte Machbarkeitsstudien oder Vorprojekte dazu nötig werden. Je nach Aufgabenstellung ist es obsolet, im Anschluss daran nochmals einen Architekturwettbewerb vorwiegend für die Gestaltung auszuloben.»

Die Standortanalysen und die Machbarkeitsstudie zeigen: Für die neue Doppelturnhalle besteht nur ein sehr begrenzter Spielraum in der Gestaltung. Der Standort auf dem Pestalozzi-Areal ist durch denkmalpflegerische und städtebauliche Vorgaben festgelegt. Auch auf architektonischer Ebene sind die Möglichkeiten eng gesteckt – das Raumprogramm, die Nutzung als Doppelturnhalle sowie die Vorgaben des Bundesamts für Sport und die Normen für die Tiefgarage lassen nur wenig Raum für gestalterische Varianten. «Ein Projektwettbewerb hätte hohe Kosten versursacht und wäre für diesen Fall nicht verhältnismässig gewesen», sagt Martin Hitz. Er geht davon aus, dass je länger je weniger Gemeinden und Städte diesen Weg wählen, weil sich die klassischen Konkurrenzverfahren gemäss SIA 142 (Wettbewerb) und SIA 143 (Studienauftrag) wohl bewährt haben, aber nicht für alle Aufgaben angemessen sind. «Zudem ist das Verfahren nach SIA 144 ebenfalls erprobt und verursacht für den Auslober und die Teilnehmerschaft deutlich weniger Aufwand.»

Im zweistufigen Verfahren überzeugt

Zurück zum Planerwahlverfahren für die Doppelturnhalle Pestalozzi: Das Beurteilungsgremium hat sich in einem zweistufigen Verfahren für das Angebot des Planerteams Itten + Brechbühl AG, St.Gallen, schwarz & partner ag, Rorschach, und B3 Engineering AG, Romanshorn und Gossau, entschieden: «Das Team überzeugt mit einer tiefgreifenden und fundierten Analyse der Bauaufgabe, einem konkurrenzfähigen Preis und einer sehr guten Organisation des Planerteams.»

Die Projektierungsphase startet im Jahr 2026. Ziel ist, dass bis Ende 2026 eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt. Der Stadtrat informiert laufend über den Fortgang des Projekts.

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