Mehr Lebensqualität und Sicherheit: Rorschach plant weitere Tempo-30-Zonen und Velovorrangrouten
Bild: Bei Autofahrenden nicht sehr beliebt, aber wirkungsvoll: Tempo 30 erhöht Sicherheit und Lebensqualität
Warum Tempo 30?
Weniger Tempo bedeutet mehr Lebensqualität. Die Einführung von Tempo 30- und Begegnungszonen verfolgt mehrere Ziele:
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) empfiehlt das sogenannte „Modell 30/50“: Während die Hauptachsen (verkehrsorientierte Strassen) mit Tempo 50 beibehalten werden, sollen untergeordnete (siedlungsorientierte) Strassen auf Tempo 30 beruhigt werden. Die Auswirkungen von reduzierten Geschwindigkeiten auf den Anhalteweg sind massiv. Das zeigt eine Grafik der BFU aus dem Jahr 2007.

In der Zwischenzeit sind moderne Fahrzeuge zwar mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgerüstet, welche den Anhalteweg verkürzen. Aber auch sie können die Physik nicht überlisten. Der Unterschied bleibt gross – und kann über Leben und Tod entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fussgänger bei der Kollision mit einem Personenwagen getötet werden, erhöht sich mit der Geschwindigkeit dramatisch. Ist bei Tempo 50 von einer Todesrate von 70 % ausgehen, reduziert sie sich auf 10 % bei Tempo 30 (Quelle: BFU).
Fünf Gebiete im Fokus
Die Stadt hat mit Unterstützung des Büros Widmer, Beratende Ingenieure für Verkehr, eine konkrete Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Analysiert wurden:
Basierend auf dieser Analyse sollen zu den bestehenden Tempo 30-, Begegnungs- und Fussgängerzonen fünf weitere Teilgebiete detailliert geplant werden. In diesen soll die Kantonspolizei (KAPO) St. Gallen, Abteilung Verkehrstechnik, die notwendigen signal- und markierungstechnischen sowie baulichen Massnahmen festlegen.

In den einzelnen Teilgebieten sind mehrere verkehrsberuhigende Elemente vorgesehen:
Gleichzeitig sollen Velovorrangrouten (im Plan gelb markiert) bezeichnet werden, um den Langsamverkehr sicherer und attraktiver zu machen. Velovorrangrouten sind durchgehende Verbindungen, auf denen Massnahmen zu Gunsten der Velofahrenden ausgelegt werden, ohne aber den Motorfahrzeugverkehr zu verbieten. Das kann beispielsweise eine sichere Strassenquerung oder eine Strasseneinengung sein, die das Kreuzen zweier Autos nicht zulässt, für den Begegnungsfall Velo-Auto aber problemlos ausreicht.

Auf den Velovorrangrouten bleibt der Rechtsvortritt aufgehoben.
Wie geht es weiter?
Der Stadtrat wird demnächst über das weitere Vorgehen befinden. Geplant sind:
Mit den geplanten Massnahmen geht Rorschach einen weiteren Schritt in Richtung lebenswerte, verkehrsberuhigte Stadt. Die Kombination aus Tempo-30-Zonen und Velovorrangrouten soll nicht nur die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, sondern auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität langfristig verbessern – für alle, die in Rorschach wohnen, arbeiten oder unterwegs sind.
Warum Tempo 30?
Weniger Tempo bedeutet mehr Lebensqualität. Die Einführung von Tempo 30- und Begegnungszonen verfolgt mehrere Ziele:
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) empfiehlt das sogenannte „Modell 30/50“: Während die Hauptachsen (verkehrsorientierte Strassen) mit Tempo 50 beibehalten werden, sollen untergeordnete (siedlungsorientierte) Strassen auf Tempo 30 beruhigt werden. Die Auswirkungen von reduzierten Geschwindigkeiten auf den Anhalteweg sind massiv. Das zeigt eine Grafik der BFU aus dem Jahr 2007.

In der Zwischenzeit sind moderne Fahrzeuge zwar mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgerüstet, welche den Anhalteweg verkürzen. Aber auch sie können die Physik nicht überlisten. Der Unterschied bleibt gross – und kann über Leben und Tod entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fussgänger bei der Kollision mit einem Personenwagen getötet werden, erhöht sich mit der Geschwindigkeit dramatisch. Ist bei Tempo 50 von einer Todesrate von 70 % ausgehen, reduziert sie sich auf 10 % bei Tempo 30 (Quelle: BFU).
Fünf Gebiete im Fokus
Die Stadt hat mit Unterstützung des Büros Widmer, Beratende Ingenieure für Verkehr, eine konkrete Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Analysiert wurden:
Basierend auf dieser Analyse sollen zu den bestehenden Tempo 30-, Begegnungs- und Fussgängerzonen fünf weitere Teilgebiete detailliert geplant werden. In diesen soll die Kantonspolizei (KAPO) St. Gallen, Abteilung Verkehrstechnik, die notwendigen signal- und markierungstechnischen sowie baulichen Massnahmen festlegen.

In den einzelnen Teilgebieten sind mehrere verkehrsberuhigende Elemente vorgesehen:
Gleichzeitig sollen Velovorrangrouten (im Plan gelb markiert) bezeichnet werden, um den Langsamverkehr sicherer und attraktiver zu machen. Velovorrangrouten sind durchgehende Verbindungen, auf denen Massnahmen zu Gunsten der Velofahrenden ausgelegt werden, ohne aber den Motorfahrzeugverkehr zu verbieten. Das kann beispielsweise eine sichere Strassenquerung oder eine Strasseneinengung sein, die das Kreuzen zweier Autos nicht zulässt, für den Begegnungsfall Velo-Auto aber problemlos ausreicht.

Auf den Velovorrangrouten bleibt der Rechtsvortritt aufgehoben.
Wie geht es weiter?
Der Stadtrat wird demnächst über das weitere Vorgehen befinden. Geplant sind:
Mit den geplanten Massnahmen geht Rorschach einen weiteren Schritt in Richtung lebenswerte, verkehrsberuhigte Stadt. Die Kombination aus Tempo-30-Zonen und Velovorrangrouten soll nicht nur die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, sondern auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität langfristig verbessern – für alle, die in Rorschach wohnen, arbeiten oder unterwegs sind.
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Ein Kommentar
Die Verkehrssituation in Rorschach ist schwierig. Um eine Beruhigung zur erzielen wäre ein Einbahnsystem wie Buchs wünschenswert
Die Einbahnstrecke wäre über die Kirchstrasse und die Hauptstrasse bis um Landhauskreisel.
Das Tempo auf allen Strassen würde ich auf 40 kmh reduzieren.
Beim Gegenverkehr sollen die Fussgänger Steifen weiter bestehen bleiben.