Mehr Lebensqualität und Sicherheit: Rorschach plant weitere Tempo-30-Zonen und Velovorrangrouten

Bild: Bei Autofahrenden nicht sehr beliebt, aber wirkungsvoll: Tempo 30 erhöht Sicherheit und Lebensqualität
In Kürze
Rorschach will den Strassenraum lebenswerter und sicherer gestalten. In fünf Teilgebieten sind Tempo-30-Zonen geplant. Zudem sollen Velovorrangrouten entstehen. Eine Studie zeigt: Weniger Tempo bedeutet weniger Lärm, kürzere Bremswege und mehr Sicherheit – vor allem für Fussgängerinnen und Fussgänger. Vorgesehen sind Massnahmen wie neue Markierungen, Umstellungen auf Rechtsvortritt und Einengungen. Der Stadtrat bereitet nun die nächsten Schritte vor – mit Einbezug der kantonalen Fachstellen und der Bevölkerung.
Autor: Stadtrat
Die Stadt Rorschach will ihre Innenstadt und Wohnquartiere lebenswerter, leiser und sicherer machen. Neben den bestehenden Tempo 30- und Begegnungszonen werden in fünf Teilgebieten künftige Tempo-30-Zonen geprüft – ergänzt durch Velovorrangrouten. Der Stadtrat möchte das Projekt nun gemeinsam mit Fachstellen und der Bevölkerung vorantreiben.

Warum Tempo 30?

Weniger Tempo bedeutet mehr Lebensqualität. Die Einführung von Tempo 30- und Begegnungszonen verfolgt mehrere Ziele:

  • Förderung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Quartieren
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere auf Schulwegen
  • Reduktion der Lärmbelastung
  • Bessere Verkehrsflüsse für alle Verkehrsteilnehmenden


Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) empfiehlt das sogenannte „Modell 30/50“: Während die Hauptachsen (verkehrsorientierte Strassen) mit Tempo 50 beibehalten werden, sollen untergeordnete (siedlungsorientierte) Strassen auf Tempo 30 beruhigt werden. Die Auswirkungen von reduzierten Geschwindigkeiten auf den Anhalteweg sind massiv. Das zeigt eine Grafik der BFU aus dem Jahr 2007.

In der Zwischenzeit sind moderne Fahrzeuge zwar mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgerüstet, welche den Anhalteweg verkürzen. Aber auch sie können die Physik nicht überlisten. Der Unterschied bleibt gross – und kann über Leben und Tod entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fussgänger bei der Kollision mit einem Personenwagen getötet werden, erhöht sich mit der Geschwindigkeit dramatisch. Ist bei Tempo 50 von einer Todesrate von 70 % ausgehen, reduziert sie sich auf 10 % bei Tempo 30 (Quelle: BFU).

Fünf Gebiete im Fokus

Die Stadt hat mit Unterstützung des Büros Widmer, Beratende Ingenieure für Verkehr, eine konkrete Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Analysiert wurden:

  • Die Strassenhierarchie und bestehende Geschwindigkeitsmessungen
  • Unfallstatistiken und bekannte Gefahrenstellen
  • Bestehende Rad- und Wanderwege
  • Identifizierte Sicherheitsdefizite


Basierend auf dieser Analyse sollen zu den bestehenden Tempo 30-, Begegnungs- und Fussgängerzonen fünf weitere Teilgebiete detailliert geplant werden. In diesen soll die Kantonspolizei (KAPO) St. Gallen, Abteilung Verkehrstechnik, die notwendigen signal- und markierungstechnischen sowie baulichen Massnahmen festlegen.

Tempo 30 soll in fünf Teilgebieten umgesetzt werden.

In den einzelnen Teilgebieten sind mehrere verkehrsberuhigende Elemente vorgesehen:

  • Eingangstore und Bodenmarkierungen
  • Umsignalisation auf Rechtsvortritt
  • Rückbau einzelner Trottoirüberfahrten
  • Aufhebung einzelner Fussgängerstreifen – nach Rücksprache mit der Kantonspolizei
  • Seitliche Einengungen zur Temporeduktion


Gleichzeitig sollen Velovorrangrouten (im Plan gelb markiert) bezeichnet werden, um den Langsamverkehr sicherer und attraktiver zu machen. Velovorrangrouten sind durchgehende Verbindungen, auf denen Massnahmen zu Gunsten der Velofahrenden ausgelegt werden, ohne aber den Motorfahrzeugverkehr zu verbieten. Das kann beispielsweise eine sichere Strassenquerung oder eine Strasseneinengung sein, die das Kreuzen zweier Autos nicht zulässt, für den Begegnungsfall Velo-Auto aber problemlos ausreicht.

Velovorrangrouten (gelb) werden auf die Bedürfnisse der Velofahrenden ausgelegt.

Auf den Velovorrangrouten bleibt der Rechtsvortritt aufgehoben.


Wie geht es weiter?

Der Stadtrat wird demnächst über das weitere Vorgehen befinden. Geplant sind:

  • Detaillieren der konkreten Massnahmen in den fünf Teilgebieten in Absprache mit der Kantonspolizei
  • Vertiefen der Betriebs- und Gestaltungskonzepte (BGK) auf der Burghalden-/Wachsbleichestrasse, Kirchstrasse und Neustadtstrasse
  • Vorprüfung durch kommunale und kantonale Fachstellen
  • Mitwirkung der Bevölkerung
  • öffentliche Auflage der geplanten Verkehrsanordnungen (KAPO) und Bauprojekte (Stadt) – mit entsprechenden Einsprachemöglichkeiten


Mit den geplanten Massnahmen geht Rorschach einen weiteren Schritt in Richtung lebenswerte, verkehrsberuhigte Stadt. Die Kombination aus Tempo-30-Zonen und Velovorrangrouten soll nicht nur die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, sondern auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität langfristig verbessern – für alle, die in Rorschach wohnen, arbeiten oder unterwegs sind.

Warum Tempo 30?

Weniger Tempo bedeutet mehr Lebensqualität. Die Einführung von Tempo 30- und Begegnungszonen verfolgt mehrere Ziele:

  • Förderung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Quartieren
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere auf Schulwegen
  • Reduktion der Lärmbelastung
  • Bessere Verkehrsflüsse für alle Verkehrsteilnehmenden


Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) empfiehlt das sogenannte „Modell 30/50“: Während die Hauptachsen (verkehrsorientierte Strassen) mit Tempo 50 beibehalten werden, sollen untergeordnete (siedlungsorientierte) Strassen auf Tempo 30 beruhigt werden. Die Auswirkungen von reduzierten Geschwindigkeiten auf den Anhalteweg sind massiv. Das zeigt eine Grafik der BFU aus dem Jahr 2007.

In der Zwischenzeit sind moderne Fahrzeuge zwar mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgerüstet, welche den Anhalteweg verkürzen. Aber auch sie können die Physik nicht überlisten. Der Unterschied bleibt gross – und kann über Leben und Tod entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fussgänger bei der Kollision mit einem Personenwagen getötet werden, erhöht sich mit der Geschwindigkeit dramatisch. Ist bei Tempo 50 von einer Todesrate von 70 % ausgehen, reduziert sie sich auf 10 % bei Tempo 30 (Quelle: BFU).

Fünf Gebiete im Fokus

Die Stadt hat mit Unterstützung des Büros Widmer, Beratende Ingenieure für Verkehr, eine konkrete Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Analysiert wurden:

  • Die Strassenhierarchie und bestehende Geschwindigkeitsmessungen
  • Unfallstatistiken und bekannte Gefahrenstellen
  • Bestehende Rad- und Wanderwege
  • Identifizierte Sicherheitsdefizite


Basierend auf dieser Analyse sollen zu den bestehenden Tempo 30-, Begegnungs- und Fussgängerzonen fünf weitere Teilgebiete detailliert geplant werden. In diesen soll die Kantonspolizei (KAPO) St. Gallen, Abteilung Verkehrstechnik, die notwendigen signal- und markierungstechnischen sowie baulichen Massnahmen festlegen.

Tempo 30 soll in fünf Teilgebieten umgesetzt werden.

In den einzelnen Teilgebieten sind mehrere verkehrsberuhigende Elemente vorgesehen:

  • Eingangstore und Bodenmarkierungen
  • Umsignalisation auf Rechtsvortritt
  • Rückbau einzelner Trottoirüberfahrten
  • Aufhebung einzelner Fussgängerstreifen – nach Rücksprache mit der Kantonspolizei
  • Seitliche Einengungen zur Temporeduktion


Gleichzeitig sollen Velovorrangrouten (im Plan gelb markiert) bezeichnet werden, um den Langsamverkehr sicherer und attraktiver zu machen. Velovorrangrouten sind durchgehende Verbindungen, auf denen Massnahmen zu Gunsten der Velofahrenden ausgelegt werden, ohne aber den Motorfahrzeugverkehr zu verbieten. Das kann beispielsweise eine sichere Strassenquerung oder eine Strasseneinengung sein, die das Kreuzen zweier Autos nicht zulässt, für den Begegnungsfall Velo-Auto aber problemlos ausreicht.

Velovorrangrouten (gelb) werden auf die Bedürfnisse der Velofahrenden ausgelegt.

Auf den Velovorrangrouten bleibt der Rechtsvortritt aufgehoben.


Wie geht es weiter?

Der Stadtrat wird demnächst über das weitere Vorgehen befinden. Geplant sind:

  • Detaillieren der konkreten Massnahmen in den fünf Teilgebieten in Absprache mit der Kantonspolizei
  • Vertiefen der Betriebs- und Gestaltungskonzepte (BGK) auf der Burghalden-/Wachsbleichestrasse, Kirchstrasse und Neustadtstrasse
  • Vorprüfung durch kommunale und kantonale Fachstellen
  • Mitwirkung der Bevölkerung
  • öffentliche Auflage der geplanten Verkehrsanordnungen (KAPO) und Bauprojekte (Stadt) – mit entsprechenden Einsprachemöglichkeiten


Mit den geplanten Massnahmen geht Rorschach einen weiteren Schritt in Richtung lebenswerte, verkehrsberuhigte Stadt. Die Kombination aus Tempo-30-Zonen und Velovorrangrouten soll nicht nur die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, sondern auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität langfristig verbessern – für alle, die in Rorschach wohnen, arbeiten oder unterwegs sind.

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Ein Kommentar

  1. Die Verkehrssituation in Rorschach ist schwierig. Um eine Beruhigung zur erzielen wäre ein Einbahnsystem wie Buchs wünschenswert
    Die Einbahnstrecke wäre über die Kirchstrasse und die Hauptstrasse bis um Landhauskreisel.
    Das Tempo auf allen Strassen würde ich auf 40 kmh reduzieren.
    Beim Gegenverkehr sollen die Fussgänger Steifen weiter bestehen bleiben.

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