Littering vermeiden: neue Regeln für Veranstalter

Bild: Ob regionale Bundesfeier, Beachevent oder Strandfestwochen: Die vielfältigen Veranstaltungen am Seeufer erfreuen sich grosser Beliebtheit – hinterlassen aber auch viel Abfall.
In Kürze
Um das Littering bei öffentlichen Anlässen einzudämmen, verlangt der Stadtrat in Zukunft als zusätzliche Beilage zum Veranstaltungsgesuch ein Abfall- und Umweltkonzept. Dieses soll aufzeigen, wie mit dem Thema Abfallentsorgung und Littering umgegangen wird. Als besonders erfolgversprechend beurteilt der Stadtrat den Einsatz von Mehrweggeschirr oder das Einführen eines Depotsystems.
Autor: Stadtrat Rorschach
Wer Anlässe auf öffentlichem Grund organisiert, soll sich in Zukunft noch vertiefter Gedanken über das Vermeiden von Littering machen. Der Stadtrat verlangt neu zusammen mit dem Veranstaltungsgesuch ein Abfall- und Umweltkonzept.

Rorschach ist ein beliebter Ort für öffentliche Veranstaltungen. Die einmalige Lage am See und die Funktion der Stadt als Zentrum der Region sind ein Garant für erfolgreiche Anlässe. Diese hinterlassen zum einen Freude bei den vielen Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern, zum anderen aber oftmals auch einen Abfallberg – und viel Arbeit für die Mitarbeitenden des Rorschacher Werkhofes.

Veranstaltende einbeziehen
Der Stadtrat freut sich, dass das Leben in der Stadt vor allem über die Sommermonate pulsiert. Rorschach leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der gesamten Region. Weniger Freude bereitet das damit verbundene Littering. Insbesondere der Abfall, der den Weg direkt in den See findet, ist ihm ein Dorn im Auge.

Vor den Sommerferien hat der Stadtrat deshalb verschiedene Organisationen, die regelmässig Veranstaltungen in Rorschach durchführen, angeschrieben und eingeladen, sich zu möglichen nachhaltigen Konzepten zur Vermeidung von Littering zu äussern. Zur Diskussion stand als eine Möglichkeit die Vorgabe, einzig noch Mehrweggeschirr einzusetzen.

Aus den zahlreichen Rückmeldungen durfte der Stadtrat entnehmen, dass die Veranstalterinnen und Veranstalter für das Thema Littering durchaus sensibilisiert und auch bereit sind, Massnahmen umzusetzen. Zum System des Mehrweggeschirrs gab es aber auch kritische Meinungen. Vor allem die Kosten und der personelle Aufwand, aber auch die Frage des ökologischen Mehrwertes gerade bei kleineren Anlässen, lassen die Veranstaltenden zögern, zumal es beispielsweise mit dem Depotsystem auch sinnvolle Alternativen gibt.

Als möglichen Ansatz wurde auch biologisch abbaubares Einweggeschirr genannt. Dieses mag ökologisch interessant sein (obwohl es auch dazu unterschiedliche Meinungen gibt), löst aber das Littering-Problem nicht. Gerade im Wasser löst sich Bio-Geschirr kaum auf.

Zusätzliche Beilage zum Veranstaltungsgesuch
Zukünftige Auflagen der Stadt sollen nicht dazu führen, dass Anlässe nicht mehr stattfinden, weil sich der Aufwand nicht mehr stemmen lässt. Der Stadtrat sieht deshalb davon ab, ein bestimmtes System vorzuschreiben. Hingegen gehört in Zukunft zu jedem Veranstaltungsgesuch ein Abfall- und Umweltkonzept, welches aufzeigt, wie mit dem Thema Abfallentsorgung und Littering umgegangen wird.

Der Stadtrat freut sich, wenn Rorschach auch in Zukunft eine lebendige Stadt bleibt, und dankt allen Veranstalterinnen und Veranstaltern, die sich dafür einsetzen.

Rorschach ist ein beliebter Ort für öffentliche Veranstaltungen. Die einmalige Lage am See und die Funktion der Stadt als Zentrum der Region sind ein Garant für erfolgreiche Anlässe. Diese hinterlassen zum einen Freude bei den vielen Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern, zum anderen aber oftmals auch einen Abfallberg – und viel Arbeit für die Mitarbeitenden des Rorschacher Werkhofes.

Veranstaltende einbeziehen
Der Stadtrat freut sich, dass das Leben in der Stadt vor allem über die Sommermonate pulsiert. Rorschach leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der gesamten Region. Weniger Freude bereitet das damit verbundene Littering. Insbesondere der Abfall, der den Weg direkt in den See findet, ist ihm ein Dorn im Auge.

Vor den Sommerferien hat der Stadtrat deshalb verschiedene Organisationen, die regelmässig Veranstaltungen in Rorschach durchführen, angeschrieben und eingeladen, sich zu möglichen nachhaltigen Konzepten zur Vermeidung von Littering zu äussern. Zur Diskussion stand als eine Möglichkeit die Vorgabe, einzig noch Mehrweggeschirr einzusetzen.

Aus den zahlreichen Rückmeldungen durfte der Stadtrat entnehmen, dass die Veranstalterinnen und Veranstalter für das Thema Littering durchaus sensibilisiert und auch bereit sind, Massnahmen umzusetzen. Zum System des Mehrweggeschirrs gab es aber auch kritische Meinungen. Vor allem die Kosten und der personelle Aufwand, aber auch die Frage des ökologischen Mehrwertes gerade bei kleineren Anlässen, lassen die Veranstaltenden zögern, zumal es beispielsweise mit dem Depotsystem auch sinnvolle Alternativen gibt.

Als möglichen Ansatz wurde auch biologisch abbaubares Einweggeschirr genannt. Dieses mag ökologisch interessant sein (obwohl es auch dazu unterschiedliche Meinungen gibt), löst aber das Littering-Problem nicht. Gerade im Wasser löst sich Bio-Geschirr kaum auf.

Zusätzliche Beilage zum Veranstaltungsgesuch
Zukünftige Auflagen der Stadt sollen nicht dazu führen, dass Anlässe nicht mehr stattfinden, weil sich der Aufwand nicht mehr stemmen lässt. Der Stadtrat sieht deshalb davon ab, ein bestimmtes System vorzuschreiben. Hingegen gehört in Zukunft zu jedem Veranstaltungsgesuch ein Abfall- und Umweltkonzept, welches aufzeigt, wie mit dem Thema Abfallentsorgung und Littering umgegangen wird.

Der Stadtrat freut sich, wenn Rorschach auch in Zukunft eine lebendige Stadt bleibt, und dankt allen Veranstalterinnen und Veranstaltern, die sich dafür einsetzen.

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