Kreditabstimmung vom 9. Juni 2024: So präsentiert sich das Sanierungsprojekt für das Strandbad

Bild: Trotz optimierter Wasserflächen bleiben die Becken auch nach der Sanierung grosszügig dimensioniert.
In Kürze
Der Stadtrat unterbreitet den Rorschacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einen Kreditantrag über CHF 4’976’000 für die Sanierung der Wasseraufbereitung und der Schwimmbecken sowie die Reparatur des Daches im Zusammenhang mit dem Einbau einer Photovoltaikanlage durch die Technischen Betriebe Rorschach auf den Betriebsgebäuden im Strandbad Rorschach. Das vorliegende Projekt ist ein optimierter Kompromiss, welcher der komplexen Ausgangslage und der herausfordernden Finanzlage der Stadt Rechnung trägt. Es verschafft dem Stadtrat die notwendige Zeit, um die in der Mitwirkung zum Seeufer Ost gewünschte Gesamtplanung anzugehen und die Verhandlungen mit dem Gemeinderat Rorschacherberg über einen möglichen Einkauf ins Strandbad und dessen zukünftige Entwicklung zu führen. Die aktuelle Wasseraufbereitung ist grösstenteils über 50-jährig. Der Handlungsbedarf ist dringend. Ohne die beantragten Investitionen können die Schwimmbecken über die Saison 2024 hinaus nicht mehr betrieben werden.

Stadtapéro zur Urnenabstimmung vom 9. Juni 2024

Am Montag, 6. Mai 2024, findet im Stadthofsaal um 19.30 Uhr ein Stadtapéro zur Sanierung der Wasseraufbereitung und der Schwimmbecken statt.

Autor: Stadtrat
Sollen die Schwimmbecken im Strandbad Rorschach über die Saison 2024 hinaus in Betrieb bleiben, ist eine Sanierung der Wasseraufbereitung und der Zuleitungen unumgänglich.

Das Projekt mit Gesamtkosten von 4,97 Mio. Franken, über das die Rorschacherinnen und Rorschacher am 9. Juni 2024 abstimmen können, beinhaltet keine umfassende Erneuerung des Strandbades. Es konzentriert sich auf die notwendigen Massnahmen, um eine Teilschliessung ab der Saison 2025 zu verhindern. Weitere Sanierungen und allfällige zusätzliche Attraktivitätssteigerungen möchte der Stadtrat in der Folge abgestützt auf eine Gesamtplanung für das Seeufer Ost und gemeinsam mit der Gemeinde Rorschacherberg angehen.

Günstigste Variante gewählt

Der Stadtrat hat verschiedene Sanierungsvarianten geprüft mit dem Ziel, die Kosten möglichst tief zu halten. Das nun vorliegende Projekt ist ein Kompromiss, der einerseits die komplexe Ausgangslage und andererseits die finanzielle Situation der Stadt bestmöglich unter einen Hut bringt.

Der Schlüssel für tiefe Kosten und gleichwohl eine nachhaltige Sanierung liegt in der Optimierung der Wasserflächen. Diese bestimmen die Dimensionierung der Aufbereitungsanlage, welche die höchsten Kosten verursacht.

Optimierung von Wasserflächen und Baumeisterarbeiten

Das bestehende Schwimmbecken weist eine Wasserfläche von 1’054 m2 auf, verteilt auf acht Schwimmbahnen à 50 m. Bahnenschwimmen verliert an Beliebtheit. Der Bedarf lässt sich auch mit weniger Bahnen abdecken. Das Projekt sieht vor, das Becken auf sechs Bahnen zu verschmälern, wobei vier Bahnen weiterhin über 50 m geführt werden. Zwei Bahnen werden auf die Hälfte, also 25 m, reduziert.

Es resultiert eine neue Wasserfläche von 680 m2. Das Nichtschwimmerbecken, in welches auch die Rutschbahn mündet, erfährt einzig eine kleine Reduktion, nämlich von 501 m2 auf 440 m2. Das Kinderplanschbecken von 114 m2, das einen besonders hohen Reinigungsaufwand verursacht, wird durch einen Splash and Spray Park ersetzt.

Um die Grabarbeiten zu minimieren, werden Edelstahlbecken in selbsttragender Konstruktion in die bestehenden Betonbeckenkörper eingesetzt. Die Verrohrung für die Düsenleitungen und die verschiedenen Sammelleitungen der Überlaufrinnen können in den Hohlräumen verlegt werden, die zwischen dem Edelstahlbecken und dem bestehenden Betonbecken entstehen. Sie bleiben damit nicht nur zugänglich, es entfallen auch teure Grabarbeiten um die bestehenden Becken herum. Gleichzeitig bewirken die Hohlräume auch die angestrebte Verkleinerung der Wasserflächen.

Normgerechte Aufbereitungsanlage

Die vorgesehene Badewasseraufbereitung entspricht sämtlichen geltenden Normen und ist an die bestehenden Räumlichkeiten angepasst. Sie kann einen Umwälzvolumenstrom von 630 m3/h bewältigen. Eine Anlage dieser Grösse findet in den bestehenden Technikräumen ohne aufwändige Anpassungen Platz. Die Wasserflächen sind entsprechend auf diese Umwälzmenge angepasst.

Das neue Ausgleichsbecken findet dank der Verkleinerung der Wasserflächen im bestehenden Körper des Schwimmerbeckens Platz und wird in der Verlängerung der beiden 25 m-Bahnen angeordnet. Dadurch ist es von zwei Seiten frei zugänglich und kann einfach gereinigt und gewartet werden. Es entfallen aufwändige Grabarbeiten für ein erdverlegtes Becken. Ausgleichsbecken spielen eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Wasserqualität und der Optimierung der Hydraulik.

Splash and Spray Park als zusätzliche Attraktion

Der Ersatz des Kinderplanschbeckens durch einen Splash und Spray Park ist einerseits der notwendigen Verkleinerung der Wasserflächen geschuldet, andererseits ist es sehr aufwändig im Unterhalt und verlangt während den Betriebszeiten eine dauernde Aufsicht.

Ein Splash and Spray Park ist eine Freizeiteinrichtung mit verschiedenen Wasserspielen (Sprühgeräte, Fontänen, Wasserkanonen etc.). Sie ist mit einem rutschfesten Belag ausgestattet. Kinder können gefahrlos mit dem Wasser spielen und sich abkühlen. Die Gefahr des Ertrinkens entfällt. Die Erfahrung zeigt, dass solche Freizeiteinrichtungen Kinder magisch anziehen und sehr beliebt sind.

Notwendige Dachsanierung

Die Technischen Betriebe Rorschach beabsichtigen, auf den Betriebsgebäuden des Strandbades auf eigene Kosten eine Photovoltaikanlage zu installieren und zu betreiben. Das nicht gedämmte Dach über den Umkleidekabinen ist jedoch stellenweise schon seit einiger Zeit undicht. In diesem Bereich soll die neue Photovoltaikanlage zusätzlich die Funktion der Dachabdichtung übernehmen. Die veranschlagten Kosten von CHF 90’000.00 für die Dachabdichtung will der Stadtrat aber nicht separat über das Budget der Erfolgsrechnung 2024 einholen, sondern im Sinne der Transparenz zusammen mit den übrigen anstehenden Sanierungsmassnahmen beantragen.

Renaturierung Seeufer als separates Projekt

Unabhängig von den vorliegenden Sanierungsmassnahmen treibt der Stadtrat das Projekt für die Renaturierung und Revitalisierung des Seeufers zwischen der Liegenschaft Würth und dem Sprungturm weiter voran. Es soll eine Flachwasserzone entstehen, welche das Seeufer sowohl für die Natur als auch für die Menschen aufwertet. Die Mündung des Mühletobelbachs wird offengelegt, die Blockstein-Verbauung verschwindet zugunsten eines Flachufers mit Strukturen. Für Besuchende des Strandbades wird der See damit noch besser erlebbar. Das Projekt liegt aktuell beim Kanton zur Vorprüfung. Dieser würde im Falle einer Realisierung einen grossen Teil der Kosten tragen.

Bedeutende jährliche Einsparungen dank neuer Anlage

Die gesamten Sanierungskosten belaufen sich auf CHF 4’976’000.00 und sollen auf 25 Jahre abgeschrieben werden. Den Abschreibungs- und Kapitalkosten stehen einerseits jährliche Einsparungen im Betrieb von rund CHF 20’000.00 gegenüber (reduzierter Strom- und Frischwasserbedarf). Andererseits braucht es keine Investitionen in die Reparatur der alten Anlagen mehr. Diese beliefen sich in der Vergangenheit auf weit über CHF 100’000.00 pro Jahr.

Nach einem positiven Entscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wird der Stadtrat unverzüglich das Baubewilligungsverfahren starten, sodass nach Saisonende 2024 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Auf die Saison 2025 könnten die neuen Anlagen in Betrieb genommen werden.

Bei einem Nein zum beantragten Kredit müsste das Schwimmbecken nach der Saison 2024 stillgelegt werden. Wie hoch die Kosten für Massnahmen wären, um allenfalls das Nichtschwimmerbecken und damit die Wasserrutschbahn weiter zu betreiben, wäre vertieft zu klären.

Das Projekt mit Gesamtkosten von 4,97 Mio. Franken, über das die Rorschacherinnen und Rorschacher am 9. Juni 2024 abstimmen können, beinhaltet keine umfassende Erneuerung des Strandbades. Es konzentriert sich auf die notwendigen Massnahmen, um eine Teilschliessung ab der Saison 2025 zu verhindern. Weitere Sanierungen und allfällige zusätzliche Attraktivitätssteigerungen möchte der Stadtrat in der Folge abgestützt auf eine Gesamtplanung für das Seeufer Ost und gemeinsam mit der Gemeinde Rorschacherberg angehen.

Günstigste Variante gewählt

Der Stadtrat hat verschiedene Sanierungsvarianten geprüft mit dem Ziel, die Kosten möglichst tief zu halten. Das nun vorliegende Projekt ist ein Kompromiss, der einerseits die komplexe Ausgangslage und andererseits die finanzielle Situation der Stadt bestmöglich unter einen Hut bringt.

Der Schlüssel für tiefe Kosten und gleichwohl eine nachhaltige Sanierung liegt in der Optimierung der Wasserflächen. Diese bestimmen die Dimensionierung der Aufbereitungsanlage, welche die höchsten Kosten verursacht.

Optimierung von Wasserflächen und Baumeisterarbeiten

Das bestehende Schwimmbecken weist eine Wasserfläche von 1’054 m2 auf, verteilt auf acht Schwimmbahnen à 50 m. Bahnenschwimmen verliert an Beliebtheit. Der Bedarf lässt sich auch mit weniger Bahnen abdecken. Das Projekt sieht vor, das Becken auf sechs Bahnen zu verschmälern, wobei vier Bahnen weiterhin über 50 m geführt werden. Zwei Bahnen werden auf die Hälfte, also 25 m, reduziert.

Es resultiert eine neue Wasserfläche von 680 m2. Das Nichtschwimmerbecken, in welches auch die Rutschbahn mündet, erfährt einzig eine kleine Reduktion, nämlich von 501 m2 auf 440 m2. Das Kinderplanschbecken von 114 m2, das einen besonders hohen Reinigungsaufwand verursacht, wird durch einen Splash and Spray Park ersetzt.

Um die Grabarbeiten zu minimieren, werden Edelstahlbecken in selbsttragender Konstruktion in die bestehenden Betonbeckenkörper eingesetzt. Die Verrohrung für die Düsenleitungen und die verschiedenen Sammelleitungen der Überlaufrinnen können in den Hohlräumen verlegt werden, die zwischen dem Edelstahlbecken und dem bestehenden Betonbecken entstehen. Sie bleiben damit nicht nur zugänglich, es entfallen auch teure Grabarbeiten um die bestehenden Becken herum. Gleichzeitig bewirken die Hohlräume auch die angestrebte Verkleinerung der Wasserflächen.

Normgerechte Aufbereitungsanlage

Die vorgesehene Badewasseraufbereitung entspricht sämtlichen geltenden Normen und ist an die bestehenden Räumlichkeiten angepasst. Sie kann einen Umwälzvolumenstrom von 630 m3/h bewältigen. Eine Anlage dieser Grösse findet in den bestehenden Technikräumen ohne aufwändige Anpassungen Platz. Die Wasserflächen sind entsprechend auf diese Umwälzmenge angepasst.

Das neue Ausgleichsbecken findet dank der Verkleinerung der Wasserflächen im bestehenden Körper des Schwimmerbeckens Platz und wird in der Verlängerung der beiden 25 m-Bahnen angeordnet. Dadurch ist es von zwei Seiten frei zugänglich und kann einfach gereinigt und gewartet werden. Es entfallen aufwändige Grabarbeiten für ein erdverlegtes Becken. Ausgleichsbecken spielen eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Wasserqualität und der Optimierung der Hydraulik.

Splash and Spray Park als zusätzliche Attraktion

Der Ersatz des Kinderplanschbeckens durch einen Splash und Spray Park ist einerseits der notwendigen Verkleinerung der Wasserflächen geschuldet, andererseits ist es sehr aufwändig im Unterhalt und verlangt während den Betriebszeiten eine dauernde Aufsicht.

Ein Splash and Spray Park ist eine Freizeiteinrichtung mit verschiedenen Wasserspielen (Sprühgeräte, Fontänen, Wasserkanonen etc.). Sie ist mit einem rutschfesten Belag ausgestattet. Kinder können gefahrlos mit dem Wasser spielen und sich abkühlen. Die Gefahr des Ertrinkens entfällt. Die Erfahrung zeigt, dass solche Freizeiteinrichtungen Kinder magisch anziehen und sehr beliebt sind.

Notwendige Dachsanierung

Die Technischen Betriebe Rorschach beabsichtigen, auf den Betriebsgebäuden des Strandbades auf eigene Kosten eine Photovoltaikanlage zu installieren und zu betreiben. Das nicht gedämmte Dach über den Umkleidekabinen ist jedoch stellenweise schon seit einiger Zeit undicht. In diesem Bereich soll die neue Photovoltaikanlage zusätzlich die Funktion der Dachabdichtung übernehmen. Die veranschlagten Kosten von CHF 90’000.00 für die Dachabdichtung will der Stadtrat aber nicht separat über das Budget der Erfolgsrechnung 2024 einholen, sondern im Sinne der Transparenz zusammen mit den übrigen anstehenden Sanierungsmassnahmen beantragen.

Renaturierung Seeufer als separates Projekt

Unabhängig von den vorliegenden Sanierungsmassnahmen treibt der Stadtrat das Projekt für die Renaturierung und Revitalisierung des Seeufers zwischen der Liegenschaft Würth und dem Sprungturm weiter voran. Es soll eine Flachwasserzone entstehen, welche das Seeufer sowohl für die Natur als auch für die Menschen aufwertet. Die Mündung des Mühletobelbachs wird offengelegt, die Blockstein-Verbauung verschwindet zugunsten eines Flachufers mit Strukturen. Für Besuchende des Strandbades wird der See damit noch besser erlebbar. Das Projekt liegt aktuell beim Kanton zur Vorprüfung. Dieser würde im Falle einer Realisierung einen grossen Teil der Kosten tragen.

Bedeutende jährliche Einsparungen dank neuer Anlage

Die gesamten Sanierungskosten belaufen sich auf CHF 4’976’000.00 und sollen auf 25 Jahre abgeschrieben werden. Den Abschreibungs- und Kapitalkosten stehen einerseits jährliche Einsparungen im Betrieb von rund CHF 20’000.00 gegenüber (reduzierter Strom- und Frischwasserbedarf). Andererseits braucht es keine Investitionen in die Reparatur der alten Anlagen mehr. Diese beliefen sich in der Vergangenheit auf weit über CHF 100’000.00 pro Jahr.

Nach einem positiven Entscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wird der Stadtrat unverzüglich das Baubewilligungsverfahren starten, sodass nach Saisonende 2024 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Auf die Saison 2025 könnten die neuen Anlagen in Betrieb genommen werden.

Bei einem Nein zum beantragten Kredit müsste das Schwimmbecken nach der Saison 2024 stillgelegt werden. Wie hoch die Kosten für Massnahmen wären, um allenfalls das Nichtschwimmerbecken und damit die Wasserrutschbahn weiter zu betreiben, wäre vertieft zu klären.

Stadtapéro zur Urnenabstimmung vom 9. Juni 2024

Am Montag, 6. Mai 2024, findet im Stadthofsaal um 19.30 Uhr ein Stadtapéro zur Sanierung der Wasseraufbereitung und der Schwimmbecken statt.

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