Unser Kornhaus bewahren

Bild: Das Konzept des Stadtrates sieht für das Kornhaus gezielte Investitionen in die innere Erschliessung sowie in die Gewölbehalle vor.
In Kürze
Die bautechnischen Untersuchungen zeigen auf, dass die Entwicklungsmöglichkeiten für das Kornhaus ohne millionenteure Stabilisierungsmassnahmen stark eingeschränkt sind. Das bundesgeschützte Baudenkmal wird von unterschiedlichen Institutionen trotzdem schon vielseitig genutzt. Der Stadtrat möchte es primär auf Grundlage dieser Nutzungen optimieren. Im Vordergrund steht die Gewölbehalle, die zwar bereits heute verschiedenen Zwecken dient, aber nicht über die optimale Infrastruktur verfügt. So fehlen beispielsweise die WC-Anlagen. Gezielte Investitionen lassen sich mit dem aktuellen Steuerfuss finanzieren. In einem Mitwirkungsverfahren möchte der Stadtrat mit der Bevölkerung in einen Dialog über die anzustrebenden Nutzungen treten.

Im Kornhaus sind verschiedene Institutionen eingemietet. Neben dem Museum sind dies das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, die Seerettung SLRG, die Schweizerische Bodenseeschifffahrt SBS, die Bootsvermietung und weitere kleinere Mieter. Die Stadt stellt im Erdgeschoss seit Jahren einen Kultur- und Veranstaltungsraum zur Verfügung. Dieser wird in den Sommermonaten von der Kornhausbar genutzt. Diese Nutzungen sollen weiter möglich sein – auch, weil sonst der Eingriff in das Kornhaus zu massiv und kostspielig wäre und die jetzt funktionierenden Nutzungen somit verdrängt würden. Im Erdgeschoss soll die Gewölbehalle neu eingeteilt und mit zusätzlicher Infrastruktur, wie zum Beispiel WC-Anlagen, ergänzt werden. Die über die Jahre gewachsenen Installationen müssen auf den aktuellen Stand gebracht werden. Der Stadtrat tritt mit der Bevölkerung in einen Dialog über die anzustrebende Nutzung. Dazu fand am 21. Januar 2023 eine Informationsveranstaltung statt und es wurden erste Ideen aufgenommen. Alle Interessierten sind nun herzlich eingeladen, unter www.mitwirken-rorschach.ch ihre Anregungen und Ideen einzubringen. Der Stadtrat wird die Eingaben in der Folge auswerten und das weitere Vorgehen festlegen.

Autor: Stadtrat Rorschach
Das Kornhaus aus dem Jahr 1749 ist ein Baudenkmal der Stadt und der gesamten Region. Dieses wertvolle bauliche Erbe gilt es zu bewahren, damit wir uns für die Zukunft alle Optionen offenhalten. Diesem Zweck dienten die umfangreichen bautechnischen Untersuchungen, die im Jahr 2020 stattgefunden haben.

Unterschiedliche Organisationen nutzen das Kornhaus. Wir wollen das Gebäude primär auf Grundlage dieser Nutzungen optimieren. Im Vordergrund steht die Gewölbehalle, die heute schon vielfältigen Zwecken dient. Die aktuelle Infrastruktur gilt es beispielsweise mit einer WC-Anlage zu ergänzen. Es stellt sich auch die Frage, ob die derzeitige Einteilung richtig ist. Um mögliche Optionen zu diskutieren, treten wir in einen Dialog mit der Bevölkerung. Als Auftakt fand am 21. Januar 2023 bereits eine Mitwirkungsveranstaltung statt. Das Kornhaus ist ein Gebäude für verschiedene Zwecke und soll es auch bleiben, um uns Rorschacherinnen und Rorschachern, unserer Region, unseren Gästen und unserem Gewerbe zu dienen. So kann das Kornhaus weiterhin seinen Beitrag zu einem vielfältigen Stadtleben leisten.

Wir unterhalten und investieren gezielt und sorgfältig in unser Kornhaus. Dabei wählen wir das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis mit Blick auf gesunde Stadtfinanzen und auf die Steuerbelastung von uns Rorschacherinnen und Rorschachern. Wir setzen machbare Projekte um, von denen wir alle profitieren. Es geht darum unter den geltenden Rahmenbedingungen, die bestmöglichen Lösungen zu finden und diese auch umzusetzen.

Es gilt, das Mögliche möglich zu machen. Wir haben die Chance, unser Kornhaus für uns und für die kommenden Generationen zu bewahren und punktuell aufzuwerten. Nutzen wir sie!

Ausgangslage: Ein unbeheizter, dunkler Kornspeicher

Unser Kornhaus wurde zwischen 1746 und 1749 vom Architekten Johan Casper Bagnato aus Ravensburg für die Fürstabtei St. Gallen erbaut und steht seit 1958 unter Bundesschutz. Typologisch handelt es sich um ein einfaches Lagerhaus, um einen unbeheizten, dunklen Kornspeicher, der von einer barocken Schaufassade umhüllt ist.

Wie es bei einem bald 275 Jahre alten Gebäude wenig überraschend ist, hat das Kornhaus einen ständigen Unterhaltsbedarf. Die Raumzuteilung sowie Installationen haben sich immer wieder verändert und sind so stetig gewachsen. Das Tragwerk des Kornhauses ist für die aktuellen Nutzungen im Grundsatz ausreichend dimensioniert, weil es in der Vergangenheit mehrmals verstärkt wurde. Weitere Gewichtsbelastungen in den oberen Geschossen lässt die Statik aber ohne millionenteure Stabilisierungsmassnahmen nicht zu.

Höhenmessungen rund um das Kornhaus zeigen auf, dass sich das Bauwerk asymmetrisch senkt. Das Setzverhalten ist zurzeit jedoch nicht bedrohlich. Es bewegt sich in einem Bereich von 0,5 bis 1,5 Millimeter pro Jahr. Das Mauerwerk und der Sandstein sind allgemein in einem guten Zustand und haben nur lokale Schwachstellen.

Einschränkungen bei der Entwicklung gibt es aber dadurch, dass insbesondere die Gewölbehalle im Erdgeschoss höchstens kurzzeitig auf mehr als 14 Grad beheizt werden darf. Nur so lässt sich die Bausubstanz erhalten. Durch den denkmalpflegerischen Schutz ist es zudem nötig, dass gewisse vorgegebene Parameter eingehalten werden.

Das Kornhaus ermöglicht den Rorschacherinnen und Rorschachern sowie den Gästen gleichwohl verschiedene Nutzungen an bester Lage in unserer schönen Seestadt. Hoffentlich für die nächsten 275 Jahre.

Finanzielle Ausgangslage und Folgerungen

Die Stadt Rorschach verfolgt eine ausgewogene Finanzpolitik und diese bedingt, dass die folgenden drei Komponenten in Einklang stehen:

  1. Attraktives und zeitgemässes öffentliches Leistungs- und Infrastrukturangebot
  2. Massvolle und haushaltsverträgliche Verschuldung
  3. Stabiler Steuerfuss auf angemessenem Niveau für eine Zentrumsstadt

Das Kornhaus hat auf alle erwähnten Komponenten einen direkten Einfluss. So ist es ein wichtiger Bestandteil des städtischen Leistungs- und Infrastrukturangebots und wird vom Stadtrat als eines von vier Schlüsselprojekten definiert. Mit gezielten Investitionen kann diese Wichtigkeit noch weiter betont werden, ohne dass die Verschuldung übermässig steigt. Das wiederum hat die direkte Folge, dass der Steuerfuss wegen dieses Projekts nicht erhöht werden muss. Der Unterhalt und die Investition in unser Kornhaus sind dementsprechend mit den finanziellen Möglichkeiten unserer Stadt abgestimmt.

Unterschiedliche Organisationen nutzen das Kornhaus. Wir wollen das Gebäude primär auf Grundlage dieser Nutzungen optimieren. Im Vordergrund steht die Gewölbehalle, die heute schon vielfältigen Zwecken dient. Die aktuelle Infrastruktur gilt es beispielsweise mit einer WC-Anlage zu ergänzen. Es stellt sich auch die Frage, ob die derzeitige Einteilung richtig ist. Um mögliche Optionen zu diskutieren, treten wir in einen Dialog mit der Bevölkerung. Als Auftakt fand am 21. Januar 2023 bereits eine Mitwirkungsveranstaltung statt. Das Kornhaus ist ein Gebäude für verschiedene Zwecke und soll es auch bleiben, um uns Rorschacherinnen und Rorschachern, unserer Region, unseren Gästen und unserem Gewerbe zu dienen. So kann das Kornhaus weiterhin seinen Beitrag zu einem vielfältigen Stadtleben leisten.

Wir unterhalten und investieren gezielt und sorgfältig in unser Kornhaus. Dabei wählen wir das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis mit Blick auf gesunde Stadtfinanzen und auf die Steuerbelastung von uns Rorschacherinnen und Rorschachern. Wir setzen machbare Projekte um, von denen wir alle profitieren. Es geht darum unter den geltenden Rahmenbedingungen, die bestmöglichen Lösungen zu finden und diese auch umzusetzen.

Es gilt, das Mögliche möglich zu machen. Wir haben die Chance, unser Kornhaus für uns und für die kommenden Generationen zu bewahren und punktuell aufzuwerten. Nutzen wir sie!

Ausgangslage: Ein unbeheizter, dunkler Kornspeicher

Unser Kornhaus wurde zwischen 1746 und 1749 vom Architekten Johan Casper Bagnato aus Ravensburg für die Fürstabtei St. Gallen erbaut und steht seit 1958 unter Bundesschutz. Typologisch handelt es sich um ein einfaches Lagerhaus, um einen unbeheizten, dunklen Kornspeicher, der von einer barocken Schaufassade umhüllt ist.

Wie es bei einem bald 275 Jahre alten Gebäude wenig überraschend ist, hat das Kornhaus einen ständigen Unterhaltsbedarf. Die Raumzuteilung sowie Installationen haben sich immer wieder verändert und sind so stetig gewachsen. Das Tragwerk des Kornhauses ist für die aktuellen Nutzungen im Grundsatz ausreichend dimensioniert, weil es in der Vergangenheit mehrmals verstärkt wurde. Weitere Gewichtsbelastungen in den oberen Geschossen lässt die Statik aber ohne millionenteure Stabilisierungsmassnahmen nicht zu.

Höhenmessungen rund um das Kornhaus zeigen auf, dass sich das Bauwerk asymmetrisch senkt. Das Setzverhalten ist zurzeit jedoch nicht bedrohlich. Es bewegt sich in einem Bereich von 0,5 bis 1,5 Millimeter pro Jahr. Das Mauerwerk und der Sandstein sind allgemein in einem guten Zustand und haben nur lokale Schwachstellen.

Einschränkungen bei der Entwicklung gibt es aber dadurch, dass insbesondere die Gewölbehalle im Erdgeschoss höchstens kurzzeitig auf mehr als 14 Grad beheizt werden darf. Nur so lässt sich die Bausubstanz erhalten. Durch den denkmalpflegerischen Schutz ist es zudem nötig, dass gewisse vorgegebene Parameter eingehalten werden.

Das Kornhaus ermöglicht den Rorschacherinnen und Rorschachern sowie den Gästen gleichwohl verschiedene Nutzungen an bester Lage in unserer schönen Seestadt. Hoffentlich für die nächsten 275 Jahre.

Finanzielle Ausgangslage und Folgerungen

Die Stadt Rorschach verfolgt eine ausgewogene Finanzpolitik und diese bedingt, dass die folgenden drei Komponenten in Einklang stehen:

  1. Attraktives und zeitgemässes öffentliches Leistungs- und Infrastrukturangebot
  2. Massvolle und haushaltsverträgliche Verschuldung
  3. Stabiler Steuerfuss auf angemessenem Niveau für eine Zentrumsstadt

Das Kornhaus hat auf alle erwähnten Komponenten einen direkten Einfluss. So ist es ein wichtiger Bestandteil des städtischen Leistungs- und Infrastrukturangebots und wird vom Stadtrat als eines von vier Schlüsselprojekten definiert. Mit gezielten Investitionen kann diese Wichtigkeit noch weiter betont werden, ohne dass die Verschuldung übermässig steigt. Das wiederum hat die direkte Folge, dass der Steuerfuss wegen dieses Projekts nicht erhöht werden muss. Der Unterhalt und die Investition in unser Kornhaus sind dementsprechend mit den finanziellen Möglichkeiten unserer Stadt abgestimmt.

Die grünen Flächen sind fest vermietet. Spielraum für neue Anordnungen und Nutzungen besteht für den gelb markierten Bereich.

Im Kornhaus sind verschiedene Institutionen eingemietet. Neben dem Museum sind dies das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, die Seerettung SLRG, die Schweizerische Bodenseeschifffahrt SBS, die Bootsvermietung und weitere kleinere Mieter. Die Stadt stellt im Erdgeschoss seit Jahren einen Kultur- und Veranstaltungsraum zur Verfügung. Dieser wird in den Sommermonaten von der Kornhausbar genutzt. Diese Nutzungen sollen weiter möglich sein – auch, weil sonst der Eingriff in das Kornhaus zu massiv und kostspielig wäre und die jetzt funktionierenden Nutzungen somit verdrängt würden. Im Erdgeschoss soll die Gewölbehalle neu eingeteilt und mit zusätzlicher Infrastruktur, wie zum Beispiel WC-Anlagen, ergänzt werden. Die über die Jahre gewachsenen Installationen müssen auf den aktuellen Stand gebracht werden. Der Stadtrat tritt mit der Bevölkerung in einen Dialog über die anzustrebende Nutzung. Dazu fand am 21. Januar 2023 eine Informationsveranstaltung statt und es wurden erste Ideen aufgenommen. Alle Interessierten sind nun herzlich eingeladen, unter www.mitwirken-rorschach.ch ihre Anregungen und Ideen einzubringen. Der Stadtrat wird die Eingaben in der Folge auswerten und das weitere Vorgehen festlegen.

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