Guthaben konsequent einfordern

Bild: Ohne Druck geht es oftmals nicht: Der Bezug von Forderungen ist eine anspruchsvolle Aufgabe.
In Kürze
Der Stadtrat zentralisiert und professionalisiert sein Inkasso. Er verspricht sich dadurch Mehreinnahmen insbesondere bei der Verlustscheinbewirtschaftung. Das Potenzial ist sehr gross, beläuft sich das Total der 15’000 Verlustscheine doch auf rund 18,4 Mio. Franken.
Autor: Stadtrat
Der Stadtrat will die Kräfte beim Einfordern von Guthaben bündeln und eine zentrale Bezugsstelle schaffen.

Rechnungen bezahlt niemand gern – und wohl am wenigsten für Steuern, weil die Gegenleistung dafür nicht gleich offensichtlich ist wie beispielsweise bei einem Autokauf. Doch auch die Stadt muss ihren Verpflichtungen nachkommen und ist entsprechend auf die Einnahmen genauso angewiesen wie private Unternehmen.

Dezentraler Forderungsbezug

Die konsequente Bewirtschaftung von Ausständen ist von grosser Bedeutung. Dazu gehört das Mahnwesen und notfalls die Einleitung von Betreibungsverfahren. Und nicht zuletzt sind auch die Verlustscheine, die sich aus einer erfolglosen Betreibung ergeben, ständig zu überprüfen.

In der Stadt ist der Bezug von Forderungen heute auf verschiedene Stellen aufgeteilt. Die Technischen Betriebe und das Altersheim kümmern sich je um ihre eigenen offenen Rechnungen. Die Finanzverwaltung bewirtschaftet die Guthaben der Stadtverwaltung, inkl. der Steuern. Und das Sozialamt managt das Alimenteninkasso. Die Verlustscheinbewirtschaftung ist – mit Ausnahme jener für Steuerforderungen – an die Creditreform Egeli St. Gallen AG ausgelagert, welcher eine Erfolgsprovision von 30 % der Einnahmen zusteht.

Die Creditreform würde gegen eine Provision von 4 % auch das gesamte Inkasso übernehmen. Davon ausgenommen sind immer die Steuerforderungen, welche von Gesetzes wegen bei der Stadt verbleiben müssen.

Verlustscheinforderungen von 18,4 Mio. Franken

Die Stadt sitzt auf über 15’000 Verlustscheinen mit einem Wert von 18,4 Mio. Franken. Rund 11’000 Verlustscheine beziehen sich auf Steuerforderungen von gesamthaft 14,08 Mio. Franken. Verlustscheinforderungen verjähren nach 20 Jahren. Dass es sich lohnt, auch diese Guthaben im Auge zu behalten, zeigt ein Blick auf die Statistik: In den vergangenen drei Jahren nahm die Stadt alleine aus der Verlustscheinbewirtschaftung 1,31 Mio. Franken ein. Davon entfallen 1,25 Mio. Franken auf Steuerverlustscheine, für welche die Finanzverwaltung zuständig ist. Deren Erfolgsquote liegt mit durchschnittlich 2,96 % deutlich über jener der Creditreform mit 0,48 %.

Der Stadtrat hat gestützt auf vorstehende Zahlen beschlossen, in der Stadtverwaltung eine zentrale Bezugsstelle für sämtliche Forderungen der Stadt, der Technischen Betriebe und des Altersheims zu schaffen und einzig noch das Auslandinkasso der Creditreform zu übertragen. Dazu werden die personellen Ressourcen in der Finanzverwaltung um 40 % aufgestockt. Im Gegenzug können die Technischen Betriebe ihren Stellenplan im Zuge einer anstehenden Pensionierung reduzieren.

Der Stadtrat verspricht sich durch die Zentralisierung der Kräfte eine höhere Schlagkraft und damit deutliche Mehreinnahmen für die Stadt.

Rechnungen bezahlt niemand gern – und wohl am wenigsten für Steuern, weil die Gegenleistung dafür nicht gleich offensichtlich ist wie beispielsweise bei einem Autokauf. Doch auch die Stadt muss ihren Verpflichtungen nachkommen und ist entsprechend auf die Einnahmen genauso angewiesen wie private Unternehmen.

Dezentraler Forderungsbezug

Die konsequente Bewirtschaftung von Ausständen ist von grosser Bedeutung. Dazu gehört das Mahnwesen und notfalls die Einleitung von Betreibungsverfahren. Und nicht zuletzt sind auch die Verlustscheine, die sich aus einer erfolglosen Betreibung ergeben, ständig zu überprüfen.

In der Stadt ist der Bezug von Forderungen heute auf verschiedene Stellen aufgeteilt. Die Technischen Betriebe und das Altersheim kümmern sich je um ihre eigenen offenen Rechnungen. Die Finanzverwaltung bewirtschaftet die Guthaben der Stadtverwaltung, inkl. der Steuern. Und das Sozialamt managt das Alimenteninkasso. Die Verlustscheinbewirtschaftung ist – mit Ausnahme jener für Steuerforderungen – an die Creditreform Egeli St. Gallen AG ausgelagert, welcher eine Erfolgsprovision von 30 % der Einnahmen zusteht.

Die Creditreform würde gegen eine Provision von 4 % auch das gesamte Inkasso übernehmen. Davon ausgenommen sind immer die Steuerforderungen, welche von Gesetzes wegen bei der Stadt verbleiben müssen.

Verlustscheinforderungen von 18,4 Mio. Franken

Die Stadt sitzt auf über 15’000 Verlustscheinen mit einem Wert von 18,4 Mio. Franken. Rund 11’000 Verlustscheine beziehen sich auf Steuerforderungen von gesamthaft 14,08 Mio. Franken. Verlustscheinforderungen verjähren nach 20 Jahren. Dass es sich lohnt, auch diese Guthaben im Auge zu behalten, zeigt ein Blick auf die Statistik: In den vergangenen drei Jahren nahm die Stadt alleine aus der Verlustscheinbewirtschaftung 1,31 Mio. Franken ein. Davon entfallen 1,25 Mio. Franken auf Steuerverlustscheine, für welche die Finanzverwaltung zuständig ist. Deren Erfolgsquote liegt mit durchschnittlich 2,96 % deutlich über jener der Creditreform mit 0,48 %.

Der Stadtrat hat gestützt auf vorstehende Zahlen beschlossen, in der Stadtverwaltung eine zentrale Bezugsstelle für sämtliche Forderungen der Stadt, der Technischen Betriebe und des Altersheims zu schaffen und einzig noch das Auslandinkasso der Creditreform zu übertragen. Dazu werden die personellen Ressourcen in der Finanzverwaltung um 40 % aufgestockt. Im Gegenzug können die Technischen Betriebe ihren Stellenplan im Zuge einer anstehenden Pensionierung reduzieren.

Der Stadtrat verspricht sich durch die Zentralisierung der Kräfte eine höhere Schlagkraft und damit deutliche Mehreinnahmen für die Stadt.

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