Fragen und Antworten zum Strandbad-Projekt

Bild: Sollen die Schwimmbecken auch ab der Badisaison 2025 noch in Betrieb sein, ist der Handlungsbedarf dringend.
Autor: Stadtrat
Der Stadtrat unterbreitet den Rorschacher Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung vom 9. Juni 2024 das Projekt für die notwendigen Sanierungsmassnahmen am Strandbad. Dabei geht es um mehr als eine reine Kreditabstimmung. Die Ausgangslage präsentiert sich sehr komplex. Nachstehend finden Sie die Antwort auf einige ausgewählte Fragestellungen.
Wieso ist der Handlungsbedarf dringend?
  • Das Strandbad wurde im Jahr 1971 errichtet. Die Wasseraufbereitungsanlage und die verschiedenen Zu- und Rückleitungen sind grösstenteils über 50-jährig und haben ihre Lebensdauer längst überschritten. Die Gesamtanlage ist sehr schadensanfällig und nicht mehr betriebsstabil.
  • Der Unterhalt der Anlage ist seit vielen Jahren ein Flickwerk und lässt sich nun definitiv nicht über die Saison 2024 hinaus aufrechterhalten. Ohne umfangreiche Investitionen müssten die Schwimmbecken ab dem Jahr 2025 stillgelegt werden.
  • In den vergangenen Jahren entstanden hohe Kosten, weil nicht mehr lieferbare Teile notdürftig repariert werden mussten oder Leitungen barsten. Es ist nicht auszuschliessen, dass sich auch auf die Saison 2024 wieder unliebsame, teure Überraschungen ergeben.
  • Die Betriebskosten der alten, ineffizienten Anlage sind sehr hoch, einerseits wegen dem hohen Stromverbrauch, andererseits wegen der Notwendigkeit, laufend grosse Mengen von Frischwasser zuzuführen, um die geforderte Wasserqualität einhalten zu können.
Warum erfolgt keine gemeinsame Sanierung mit Rorschacherberg?
  • Wegen des dringenden Handlungsbedarfs kann die Sanierung nicht gemeinsam mit der Gemeinde Rorschacherberg umgesetzt werden. Der Stadtrat strebt nach wie vor eine Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde an. Der Gemeinderat Rorschacherberg sendet diesbezüglich positive Signale aus, stellt aber verschiedene Bedingungen, die sich kurzfristig nicht erfüllen lassen.
Wann wird Ersatz für die Minigolf-Anlage geschaffen?
  • Die Minigolfanlage beim Strandbad musste dem Neubau des Hauses Würth weichen. In der Bilanz ist für einen Ersatz seither eine Rückstellung in der Höhe von CHF 650’000.00 enthalten.
  • Der Gemeinderat Rorschacherberg ist grundsätzlich bereit, seiner Bevölkerung einen Kreditantrag für den Einkauf und die Weiterentwicklung des Strandbades zu unterbreiten. Es ist verständlich, dass er ein entsprechendes Mitspracherecht wünscht, wenn es um neue Investitionen geht. Wegen der Dringlichkeit der Sanierung der Wasseraufbereitung beschränkt der Stadtrat den Kreditantrag auf die technisch notwendigen Massnahmen. Die Minigolf-Anlage oder andere Attraktivitätssteigerungen sollen Bestandteil der weiteren Gespräche mit dem Gemeinderat Rorschacherberg sein.
Entspricht das Strandbad überhaupt noch einem Bedürfnis?
  • Das Strandbad Rorschach ist nach wie vor ein Sommer-Highlight der Stadt Rorschach und der Region. Es lockt an schönen Sommertagen über 3’000 Besuchende an. Jährlich verkauft das Bad rund 400 Dauerkarten und bis zu 28’000 Einzeleintritte.
  • Die Schwimmbecken bilden ein wichtiges Element des Strandbades. Es dient nicht nur den Sportschwimmerinnen und -schwimmern, sondern insbesondere auch dem Schulschwimmen. In der Seestadt Rorschach sollen alle Schülerinnen und Schüler schwimmen können. Besucherinnen und Besucher mit Angst vor dem offenen Wasser – weil sie beispielsweise unsichere Schwimmerinnen und Schwimmer sind – können im Becken unter Aufsicht und deshalb sicher ihrem Hobby nachgehen. Dasselbe gilt beim Nichtschwimmerbecken.
Nimmt das Projekt zukünftige Entwicklungen am Seeufer Ost vorweg?
  • Das Mitwirkungsverfahren zum Seeufer Ost hat eine hohe Zustimmung zum heutigen Standort des Strandbades ergeben, auch wenn eine Gesamtplanung über das Gebiet gewünscht wird. Das vorliegende Projekt beschränkt sich auf die notwendigen technischen Investitionen, um den Betrieb der Schwimmbecken ab 2025 sicherzustellen.
  • Das Projekt verschafft dem Stadtrat die notwendige Zeit, um seriöse Verhandlungen mit dem Gemeinderat Rorschacherberg über eine mögliche Beteiligung am Strandbad und dessen Weiterentwicklung zu führen. Zudem kann der Stadtrat parallel dazu ohne Zeitdruck die Gesamtplanung und eine mögliche Verlegung der Gemeindegrenze für das Seeufer Ost in Angriff nehmen. Das verbleibende Entwicklungsgebiet weist weiterhin grosses Potenzial auf (inkl. Badiparkplatz), auch wenn das Strandbad nicht verlegt wird. In diese Planung einbezogen werden die SBB als weitere betroffene Grundeigentümerin, die Gemeinde Rorschacherberg, auf deren Gebiet mit Ausnahme des Badiparkplatzes die Grundstücke liegen, sowie der Kanton St. Gallen als Konzessionsgeber.
  • Das vorliegende Projekt ist ein Kompromiss, der einerseits die komplexe Ausgangslage bestmöglich einbezieht, andererseits aber auch die anspruchsvolle Finanzlage der Stadt berücksichtigt.
Wäre an dieser Lage eine Wohnnutzung nicht die bessere Lösung?
  • Eine Verlegung des Strandbades zur Nutzung des heutigen Standortes für eine private Wohnüberbauung hat in der öffentlichen Mitwirkung kaum Zustimmung erfahren.
  • Die Einzonung der heutigen Grünzone in eine Wohnzone liesse sich – wenn überhaupt – einzig im Zuge der laufenden Gesamtrevision der Ortsplanung realisieren und ist mit grossen Unsicherheiten behaftet (Referendumsverfahren, Rechtsmittelverfahren). Es würde viele Jahre dauern, bis eine Planungssicherheit bestünde. Ohne diese Planungssicherheit wird kein Investor bereit sein, Vorinvestitionen zu leisten, beispielsweise in eine Verlegung des Strandbades.
  • Ein Verzicht auf Investitionen ins Strandbad am bestehenden Standort hätte also zur Folge, dass über viele Jahre keine Schwimmbecken mehr zur Verfügung stünden.
  • Selbst wenn sich eine private Wohnnutzung am heutigen Standort des Strandbades in der Gesamtrevision der Ortsplanung als beste und mehrheitsfähige Lösung für Rorschach ergeben sollte, würden bei der aktuellen Ausgangslage erfahrungsgemäss mindestens 15 Jahre vergehen, bis ein baureifes Projekt vorliegt (die Planung für das Feldmühleareal mit raumplanerisch einfacherer Ausgangslage dauert schon über acht Jahre). Die mit diesem Gutachten beantragten Sanierungsmassnahmen sollen auf 25 Jahre abgeschrieben werden.
Böte eine private Überbauung mit Wohnungen im Hochpreissegment das Potenzial für eine Steuerfusssenkung?
  • Die Mechanismen des kantonalen Finanzausgleichs verhindern, dass eine private Wohnüberbauung an dieser privilegierten Lage am See in den kommenden Jahren den erhofften finanziellen Spielraum für Steuersenkungen bringt.
Wieso ist der Handlungsbedarf dringend?
  • Das Strandbad wurde im Jahr 1971 errichtet. Die Wasseraufbereitungsanlage und die verschiedenen Zu- und Rückleitungen sind grösstenteils über 50-jährig und haben ihre Lebensdauer längst überschritten. Die Gesamtanlage ist sehr schadensanfällig und nicht mehr betriebsstabil.
  • Der Unterhalt der Anlage ist seit vielen Jahren ein Flickwerk und lässt sich nun definitiv nicht über die Saison 2024 hinaus aufrechterhalten. Ohne umfangreiche Investitionen müssten die Schwimmbecken ab dem Jahr 2025 stillgelegt werden.
  • In den vergangenen Jahren entstanden hohe Kosten, weil nicht mehr lieferbare Teile notdürftig repariert werden mussten oder Leitungen barsten. Es ist nicht auszuschliessen, dass sich auch auf die Saison 2024 wieder unliebsame, teure Überraschungen ergeben.
  • Die Betriebskosten der alten, ineffizienten Anlage sind sehr hoch, einerseits wegen dem hohen Stromverbrauch, andererseits wegen der Notwendigkeit, laufend grosse Mengen von Frischwasser zuzuführen, um die geforderte Wasserqualität einhalten zu können.
Warum erfolgt keine gemeinsame Sanierung mit Rorschacherberg?
  • Wegen des dringenden Handlungsbedarfs kann die Sanierung nicht gemeinsam mit der Gemeinde Rorschacherberg umgesetzt werden. Der Stadtrat strebt nach wie vor eine Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde an. Der Gemeinderat Rorschacherberg sendet diesbezüglich positive Signale aus, stellt aber verschiedene Bedingungen, die sich kurzfristig nicht erfüllen lassen.
Wann wird Ersatz für die Minigolf-Anlage geschaffen?
  • Die Minigolfanlage beim Strandbad musste dem Neubau des Hauses Würth weichen. In der Bilanz ist für einen Ersatz seither eine Rückstellung in der Höhe von CHF 650’000.00 enthalten.
  • Der Gemeinderat Rorschacherberg ist grundsätzlich bereit, seiner Bevölkerung einen Kreditantrag für den Einkauf und die Weiterentwicklung des Strandbades zu unterbreiten. Es ist verständlich, dass er ein entsprechendes Mitspracherecht wünscht, wenn es um neue Investitionen geht. Wegen der Dringlichkeit der Sanierung der Wasseraufbereitung beschränkt der Stadtrat den Kreditantrag auf die technisch notwendigen Massnahmen. Die Minigolf-Anlage oder andere Attraktivitätssteigerungen sollen Bestandteil der weiteren Gespräche mit dem Gemeinderat Rorschacherberg sein.
Entspricht das Strandbad überhaupt noch einem Bedürfnis?
  • Das Strandbad Rorschach ist nach wie vor ein Sommer-Highlight der Stadt Rorschach und der Region. Es lockt an schönen Sommertagen über 3’000 Besuchende an. Jährlich verkauft das Bad rund 400 Dauerkarten und bis zu 28’000 Einzeleintritte.
  • Die Schwimmbecken bilden ein wichtiges Element des Strandbades. Es dient nicht nur den Sportschwimmerinnen und -schwimmern, sondern insbesondere auch dem Schulschwimmen. In der Seestadt Rorschach sollen alle Schülerinnen und Schüler schwimmen können. Besucherinnen und Besucher mit Angst vor dem offenen Wasser – weil sie beispielsweise unsichere Schwimmerinnen und Schwimmer sind – können im Becken unter Aufsicht und deshalb sicher ihrem Hobby nachgehen. Dasselbe gilt beim Nichtschwimmerbecken.
Nimmt das Projekt zukünftige Entwicklungen am Seeufer Ost vorweg?
  • Das Mitwirkungsverfahren zum Seeufer Ost hat eine hohe Zustimmung zum heutigen Standort des Strandbades ergeben, auch wenn eine Gesamtplanung über das Gebiet gewünscht wird. Das vorliegende Projekt beschränkt sich auf die notwendigen technischen Investitionen, um den Betrieb der Schwimmbecken ab 2025 sicherzustellen.
  • Das Projekt verschafft dem Stadtrat die notwendige Zeit, um seriöse Verhandlungen mit dem Gemeinderat Rorschacherberg über eine mögliche Beteiligung am Strandbad und dessen Weiterentwicklung zu führen. Zudem kann der Stadtrat parallel dazu ohne Zeitdruck die Gesamtplanung und eine mögliche Verlegung der Gemeindegrenze für das Seeufer Ost in Angriff nehmen. Das verbleibende Entwicklungsgebiet weist weiterhin grosses Potenzial auf (inkl. Badiparkplatz), auch wenn das Strandbad nicht verlegt wird. In diese Planung einbezogen werden die SBB als weitere betroffene Grundeigentümerin, die Gemeinde Rorschacherberg, auf deren Gebiet mit Ausnahme des Badiparkplatzes die Grundstücke liegen, sowie der Kanton St. Gallen als Konzessionsgeber.
  • Das vorliegende Projekt ist ein Kompromiss, der einerseits die komplexe Ausgangslage bestmöglich einbezieht, andererseits aber auch die anspruchsvolle Finanzlage der Stadt berücksichtigt.
Wäre an dieser Lage eine Wohnnutzung nicht die bessere Lösung?
  • Eine Verlegung des Strandbades zur Nutzung des heutigen Standortes für eine private Wohnüberbauung hat in der öffentlichen Mitwirkung kaum Zustimmung erfahren.
  • Die Einzonung der heutigen Grünzone in eine Wohnzone liesse sich – wenn überhaupt – einzig im Zuge der laufenden Gesamtrevision der Ortsplanung realisieren und ist mit grossen Unsicherheiten behaftet (Referendumsverfahren, Rechtsmittelverfahren). Es würde viele Jahre dauern, bis eine Planungssicherheit bestünde. Ohne diese Planungssicherheit wird kein Investor bereit sein, Vorinvestitionen zu leisten, beispielsweise in eine Verlegung des Strandbades.
  • Ein Verzicht auf Investitionen ins Strandbad am bestehenden Standort hätte also zur Folge, dass über viele Jahre keine Schwimmbecken mehr zur Verfügung stünden.
  • Selbst wenn sich eine private Wohnnutzung am heutigen Standort des Strandbades in der Gesamtrevision der Ortsplanung als beste und mehrheitsfähige Lösung für Rorschach ergeben sollte, würden bei der aktuellen Ausgangslage erfahrungsgemäss mindestens 15 Jahre vergehen, bis ein baureifes Projekt vorliegt (die Planung für das Feldmühleareal mit raumplanerisch einfacherer Ausgangslage dauert schon über acht Jahre). Die mit diesem Gutachten beantragten Sanierungsmassnahmen sollen auf 25 Jahre abgeschrieben werden.
Böte eine private Überbauung mit Wohnungen im Hochpreissegment das Potenzial für eine Steuerfusssenkung?
  • Die Mechanismen des kantonalen Finanzausgleichs verhindern, dass eine private Wohnüberbauung an dieser privilegierten Lage am See in den kommenden Jahren den erhofften finanziellen Spielraum für Steuersenkungen bringt.
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