Finanzplan 2026–2030: investieren mit Augenmass, Steuerfuss bleibt stabil

Bild: Unter den angenommenen Rahmenbedingungen entwickeln sich die Rorschacher Finanzen so, dass der Steuerfuss von 129 % gehalten werden kann.
In Kürze
Rorschach hält den Steuerfuss bei 129 % und investiert 2026–2030 gezielt rund 34,6 Mio. Franken, um die Infrastruktur zu sichern und einen Investitionsstau zu vermeiden. Mit den definierten Rahmenbedingungen rechnet die Stadt operativ weiterhin mit Defiziten, dank jährlichen Entnahmen aus der Aufwertungsreserve aber mit positiven Gesamtergebnissen (z. B. 2026: +0,95 Mio., 2030: +1,74 Mio.). Bis 2030 steigen zwar die Schulden und sinkt das Eigenkapital, langfristig zeichnet sich ab 2034 aber ein nur noch kleines Defizit ohne Reservenbezug ab. Es ist das Ziel, den Steuerfuss dank konsequenter Ausgabendisziplin zu halten.
Autor: Stadtrat
Rorschach plant die nächsten Jahre mit Bedacht: Der Steuerfuss bleibt voraussichtlich bei 129 %, wichtige Projekte werden weiterverfolgt – und die Stadt behält ihre Handlungsfähigkeit trotz angespannter Finanzlage.

Die Finanzplanung zeigt, wohin sich der Gemeindehaushalt in den kommenden Jahren entwickeln kann. Sie ersetzt kein Budget, setzt aber Leitplanken für Investitionen und Ausgaben. Entscheidend ist die Investitionsplanung: Neue Projekte bringen Folgekosten wie Abschreibungen, Zinsen und Unterhalt mit sich – diese sind in den Planjahren berücksichtigt.

Gezielt investieren

Das Nettoinvestitionsvolumen 2026–2030 beträgt insgesamt 34,6 Mio. Franken (100 %). Für Zinsen, Abschreibungen und Verschuldung wird mit einem Realisierungsgrad von 70 % gerechnet. Sämtliche Projekte sind in der Investitionsplanung aufgeführt.

Für den Stadtrat ist klar, die anstehenden Investitionen sind auch in der aktuell angespannten Finanzlage zu tätigen. Dabei gilt es, Notwendiges von Wünschbarem zu trennen. Wer notwendige Investitionen unterlässt, spart nicht – im Gegenteil. Dieses Vorgehen führt zu einem Investitionsstau, der sich irgendwann nicht mehr bewältigen lässt.

Erfolgsrechnung und Annahmen

Für die Planjahre gelten folgende Parameter: 0,5 % Teuerung, +1,2 % Personalaufwand pro Jahr, 1,0 % Schuldzinsen und ein Steuerfuss von 129 %. Operativ ist weiterhin mit Defiziten zu rechnen. Durch jährliche Entnahmen aus der Aufwertungsreserve von 5 Mio. Franken resultieren jedoch positive Gesamtergebnisse (z. B. 2026: +0,95 Mio. Franken.; 2030: +1,74 Mio. Franken). Gegenüber der Vorjahresplanung haben sich die Aussichten u. a. dank höherer Steuererträge, höherem Finanzausgleich und tieferen Zinsen verbessert.

Verschuldung, Eigenkapital und Ausblick

Die Planbilanz zeigt bis 2030 eine steigende Verschuldung und ein sinkendes Eigenkapital; die Aufwertungsreserve wird weiter abgebaut. In der Langfristbetrachtung zeichnet sich 2034 ein nur noch geringes Defizit ab – ohne Entnahmen aus der Aufwertungsreserve (letzter Bezug 2033). Bei stabiler Entwicklung, tragbaren Sozial- und Pflegekosten sowie konsequenter Ausgabendisziplin kann der Steuerfuss von 129 % aus heutiger Sicht längerfristig gehalten werden.

Leitlinien des Stadtrats

Der Stadtrat hält an drei gleichwertigen Zielen fest:

  1. Zeitgemässes Leistungs- und Infrastrukturangebot,
  2. massvolle, haushaltsverträgliche Verschuldung,
  3. stabiler, möglichst attraktiver Steuerfuss.


Für das Budget 2026 wird ein Einnahmenüberschuss von rund 1 Mio. Franken angestrebt. Zudem gelten im Alltag die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Die Finanzplanung zeigt, wohin sich der Gemeindehaushalt in den kommenden Jahren entwickeln kann. Sie ersetzt kein Budget, setzt aber Leitplanken für Investitionen und Ausgaben. Entscheidend ist die Investitionsplanung: Neue Projekte bringen Folgekosten wie Abschreibungen, Zinsen und Unterhalt mit sich – diese sind in den Planjahren berücksichtigt.

Gezielt investieren

Das Nettoinvestitionsvolumen 2026–2030 beträgt insgesamt 34,6 Mio. Franken (100 %). Für Zinsen, Abschreibungen und Verschuldung wird mit einem Realisierungsgrad von 70 % gerechnet. Sämtliche Projekte sind in der Investitionsplanung aufgeführt.

Für den Stadtrat ist klar, die anstehenden Investitionen sind auch in der aktuell angespannten Finanzlage zu tätigen. Dabei gilt es, Notwendiges von Wünschbarem zu trennen. Wer notwendige Investitionen unterlässt, spart nicht – im Gegenteil. Dieses Vorgehen führt zu einem Investitionsstau, der sich irgendwann nicht mehr bewältigen lässt.

Erfolgsrechnung und Annahmen

Für die Planjahre gelten folgende Parameter: 0,5 % Teuerung, +1,2 % Personalaufwand pro Jahr, 1,0 % Schuldzinsen und ein Steuerfuss von 129 %. Operativ ist weiterhin mit Defiziten zu rechnen. Durch jährliche Entnahmen aus der Aufwertungsreserve von 5 Mio. Franken resultieren jedoch positive Gesamtergebnisse (z. B. 2026: +0,95 Mio. Franken.; 2030: +1,74 Mio. Franken). Gegenüber der Vorjahresplanung haben sich die Aussichten u. a. dank höherer Steuererträge, höherem Finanzausgleich und tieferen Zinsen verbessert.

Verschuldung, Eigenkapital und Ausblick

Die Planbilanz zeigt bis 2030 eine steigende Verschuldung und ein sinkendes Eigenkapital; die Aufwertungsreserve wird weiter abgebaut. In der Langfristbetrachtung zeichnet sich 2034 ein nur noch geringes Defizit ab – ohne Entnahmen aus der Aufwertungsreserve (letzter Bezug 2033). Bei stabiler Entwicklung, tragbaren Sozial- und Pflegekosten sowie konsequenter Ausgabendisziplin kann der Steuerfuss von 129 % aus heutiger Sicht längerfristig gehalten werden.

Leitlinien des Stadtrats

Der Stadtrat hält an drei gleichwertigen Zielen fest:

  1. Zeitgemässes Leistungs- und Infrastrukturangebot,
  2. massvolle, haushaltsverträgliche Verschuldung,
  3. stabiler, möglichst attraktiver Steuerfuss.


Für das Budget 2026 wird ein Einnahmenüberschuss von rund 1 Mio. Franken angestrebt. Zudem gelten im Alltag die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

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