Eine schwierige Strandbad-Saison
Bild: Mit Wasser gefüllt und doch nicht nutzbar: Die Becken konnten nicht freigegeben werden, weil die neue Wasseraufbereitung zuerst umfangreichen Tests unterzogen werden musste.
Das war so nicht geplant: Die neuen Chromstahl-Schwimmbecken im Strandbad Rorschach wären pünktlich zum Saison-Ende betriebsbereit. Verschiedene Umstände haben zu dieser Verzögerung geführt. Der Stadtrat hat in der Stadtinfo Nr. 18 vom Juni 2025 darüber berichtet.
Erfolgreiche Tests
Die Becken sind bereits seit einigen Wochen mit Wasser gefüllt. Trotzdem waren sie für die Badegäste nicht zugänglich. Das liegt daran, dass die neue Wasseraufbereitungsanlage zuerst umfangreich getestet werden musste. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Anlage fehlerfrei arbeitet und die Wasserqualität jederzeit den gesetzlichen Vorgaben entspricht, können die Becken für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Immerhin: Die Tests sind erfolgreich verlaufen.
Mittlerweile sind auch die Umgebungsarbeiten grösstenteils abgeschlossen, welche nach Fertigstellung der Becken starten konnten.
Kaum Familien mit Kindern
„Trotz Gratiseintritt besuchten in dieser Saison spürbar weniger Gäste das Strandbad“, sagt Chefbadmeister Yves Weder. „Insbesondere blieben Familien mit kleinen Kindern weitgehend aus.“ Der Gratiseintritt und der Wegfall der Badhütte hätten dafür neue Gäste ins Rorschacher Strandbad gelockt. Auch bei Standup Paddlern war das Bad ungebrochen beliebt. Schulklassen hielten ihm ebenfalls weitgehend die Treue, es gab nur wenige Absagen. An Spitzentagen hielten sich so doch bis zu 1’500 Badegäste im Strandbad auf.
Der geringere Besucheraufmarsch trug sicher mit dazu bei, dass die Saison unfallfrei verlief und sich die Badmeister einzig mit kleineren Wehwehchen befassen mussten. Weiter fiel wohl auch ins Gewicht, dass der Sprungturm bis auf das Einmeter-Brett wegen zu tiefem Wasserstand meist geschlossen bleiben musste.
Nicht alle Badegäste hatten Verständnis für die aussergewöhnliche Saison ohne Schwimmbecken und Rutschbahn. „Wir mussten uns schon Einiges anhören“, berichtet Yves Weder. „Viele haben es aber auch geschätzt, dass das Strandbad trotz der Baustelle offen war, und haben sich auch entsprechend dankbar geäussert.“
Rechnung geht für die Stadt trotzdem auf
Die Stadt muss für diese Saison zwar auf die Einnahmen aus den Eintritten verzichten. Die Rechnung geht aber trotzdem auf, weil der Minderaufwand höher ausfällt. Im Jahr 2024 nahm die Stadt aus Abo-Verkäufen und Eintritten rund CHF 150’000.00 ein. Wegen des reduzierten Betriebes musste sie in diesem Jahr aber rund 300 Stellenprozente weniger besetzen für Badaufsicht und Kassendienst. Hinzu kommen die Einsparungen aus dem wegfallenden Betrieb der Schwimmbecken. Das Strandbad verbrauchte dadurch weniger Wasser und Strom – und Chemikalien waren gar keine nötig. Das wird sich in der Rechnung spürbar niederschlagen, sodass das Gesamtdefizit deutlich unter den CHF 450’000.00 vom Vorjahr liegen dürfte.
Pächter als grosser Verlierer
Wenig zu lachen hatte der Pächter von Badirestaurant und Herberge. „Eine Katastrophe“ sei diese Saison gewesen, meint Ernst Christian Stoiber. Nicht nur wegen der fehlenden Schwimmbecken, sondern auch wegen des Lärms und des Schmutzes musste er viele Reklamationen, Absagen und schlechte Bewertungen hinnhemen. Daran konnte auch die Schönwetterperiode nach den Sommerferien nicht mehr viel ändern, obwohl der Umsatz im Restaurant während dieser Zeit etwas besser gewesen sei.
Trotzdem bleibt Ernst Christian Stoiber zuversichtlich: „Das Strandbadrestaurant und die Herberge sind für uns ein idealer Betrieb. Wir machen auf jeden Fall weiter.“
Ein Trost bleibt sowohl für den Pächter als auch für die Gäste: Die neuen Schwimmbecken sind toll geworden und machen die Vorfreude auf die Saison 2026 umso grösser.
Das war so nicht geplant: Die neuen Chromstahl-Schwimmbecken im Strandbad Rorschach wären pünktlich zum Saison-Ende betriebsbereit. Verschiedene Umstände haben zu dieser Verzögerung geführt. Der Stadtrat hat in der Stadtinfo Nr. 18 vom Juni 2025 darüber berichtet.
Erfolgreiche Tests
Die Becken sind bereits seit einigen Wochen mit Wasser gefüllt. Trotzdem waren sie für die Badegäste nicht zugänglich. Das liegt daran, dass die neue Wasseraufbereitungsanlage zuerst umfangreich getestet werden musste. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Anlage fehlerfrei arbeitet und die Wasserqualität jederzeit den gesetzlichen Vorgaben entspricht, können die Becken für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Immerhin: Die Tests sind erfolgreich verlaufen.
Mittlerweile sind auch die Umgebungsarbeiten grösstenteils abgeschlossen, welche nach Fertigstellung der Becken starten konnten.
Kaum Familien mit Kindern
„Trotz Gratiseintritt besuchten in dieser Saison spürbar weniger Gäste das Strandbad“, sagt Chefbadmeister Yves Weder. „Insbesondere blieben Familien mit kleinen Kindern weitgehend aus.“ Der Gratiseintritt und der Wegfall der Badhütte hätten dafür neue Gäste ins Rorschacher Strandbad gelockt. Auch bei Standup Paddlern war das Bad ungebrochen beliebt. Schulklassen hielten ihm ebenfalls weitgehend die Treue, es gab nur wenige Absagen. An Spitzentagen hielten sich so doch bis zu 1’500 Badegäste im Strandbad auf.
Der geringere Besucheraufmarsch trug sicher mit dazu bei, dass die Saison unfallfrei verlief und sich die Badmeister einzig mit kleineren Wehwehchen befassen mussten. Weiter fiel wohl auch ins Gewicht, dass der Sprungturm bis auf das Einmeter-Brett wegen zu tiefem Wasserstand meist geschlossen bleiben musste.
Nicht alle Badegäste hatten Verständnis für die aussergewöhnliche Saison ohne Schwimmbecken und Rutschbahn. „Wir mussten uns schon Einiges anhören“, berichtet Yves Weder. „Viele haben es aber auch geschätzt, dass das Strandbad trotz der Baustelle offen war, und haben sich auch entsprechend dankbar geäussert.“
Rechnung geht für die Stadt trotzdem auf
Die Stadt muss für diese Saison zwar auf die Einnahmen aus den Eintritten verzichten. Die Rechnung geht aber trotzdem auf, weil der Minderaufwand höher ausfällt. Im Jahr 2024 nahm die Stadt aus Abo-Verkäufen und Eintritten rund CHF 150’000.00 ein. Wegen des reduzierten Betriebes musste sie in diesem Jahr aber rund 300 Stellenprozente weniger besetzen für Badaufsicht und Kassendienst. Hinzu kommen die Einsparungen aus dem wegfallenden Betrieb der Schwimmbecken. Das Strandbad verbrauchte dadurch weniger Wasser und Strom – und Chemikalien waren gar keine nötig. Das wird sich in der Rechnung spürbar niederschlagen, sodass das Gesamtdefizit deutlich unter den CHF 450’000.00 vom Vorjahr liegen dürfte.
Pächter als grosser Verlierer
Wenig zu lachen hatte der Pächter von Badirestaurant und Herberge. „Eine Katastrophe“ sei diese Saison gewesen, meint Ernst Christian Stoiber. Nicht nur wegen der fehlenden Schwimmbecken, sondern auch wegen des Lärms und des Schmutzes musste er viele Reklamationen, Absagen und schlechte Bewertungen hinnhemen. Daran konnte auch die Schönwetterperiode nach den Sommerferien nicht mehr viel ändern, obwohl der Umsatz im Restaurant während dieser Zeit etwas besser gewesen sei.
Trotzdem bleibt Ernst Christian Stoiber zuversichtlich: „Das Strandbadrestaurant und die Herberge sind für uns ein idealer Betrieb. Wir machen auf jeden Fall weiter.“
Ein Trost bleibt sowohl für den Pächter als auch für die Gäste: Die neuen Schwimmbecken sind toll geworden und machen die Vorfreude auf die Saison 2026 umso grösser.
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