Blick in die Tiefe: Wie Kanal-TV-Inspektionen Schäden aufdecken
Bild: Für die Inspektion der Rorschacher Abwasserkanäle kommen spezielle Kamerawagen zum Einsatz.
Tief in Rorschachs Untergrund liefen in den vergangenen Wochen Arbeiten, von denen die Bevölkerung an der Oberfläche kaum etwas mitbekommen hat. Unter der Bauleitung der Wälli Ingenieure AG hat die FHS Kanal TV AG während eines Monats einen ersten Teil des städtischen Kanalisationsleitungsnetzes ganz genau unter die Lupe genommen. Das Ziel: den Zustand der Kanalisationsleitungen ermitteln.
Kamerafahrt nach gründlicher Spülung
Roman Heierli und David Ritter sind seitens Wälli AG für das Projekt zuständig. Das Unternehmen leitet solche Inspektionen auch in anderen, umliegenden Gemeinden. Eine Kanal-TV -Untersuchung laufe im Prinzip wie eine unterirdische Kamerafahrt ab, erklären sie. Bevor die Kamera in der Tiefe ausgefahren wird, werden die Kanalabschnitte aber gründlich gespült. Im Fall Rorschach übernimmt das der Abwasserverband Altenrhein in regelmässigen Abständen. «Das ist so, als würde man den Kanal mit einem sehr grossen, leistungsstarken Gartenschlauch durchspülen», erklärt Roman Heierli: Mit viel Druck wird das Wasser durch die Rohre gepumpt. Diese Hochdruckspülung entfernt Ablagerungen und sorgt für eine klare Sicht. «Danach geht man von Schacht zu Schacht und setzt einen kleinen Kamerawagen in die Rohre ein.» Ein Inspekteur steuert diesen Wagen durch das Rohrsystem. Die Kamera liefert gestochen scharfe Bilder und dokumentiert alle wichtigen Details: Risse, Versätze, Wurzeleinwuchs oder Ablagerungen.
Erstes Fazit: Zustand scheint im Allgemeinen gut
Sobald die Wälli Ingenieure AG diese Bilder bekommt, werden diese ausgewertet und die Schäden in verschiedene Kategorien eingeteilt: von solchen, die Sofortmassnahmen benötigen, bis zu solchen, die erst in ein paar Jahren repariert werden müssen. Die beiden Projektleiter rechnen anhand erster Rückmeldungen der Fachleute nicht mit gröberen Schäden. «Der Zustand scheint nach erster Beurteilung im Allgemeinen gut», sagt David Ritter, «allerdings steht die detaillierte Auswertung noch aus.» Am Ende folgt dann ein Bericht, der nicht nur aktuelle Schäden aufzeigt, sondern auch Empfehlungen für Reparaturen oder Sanierungen enthält. Abwasserkanäle sind das Rückgrat der städtischen Infrastruktur. Nur wenn sie intakt sind, funktioniert auch das gesamte Entwässerungssystem reibungslos. Ist das nicht der Fall, bekommt das die Bevölkerung zu spüren. «Dann kann beispielsweise schon Starkregen Überschwemmungen auslösen.» Regelmässige Kontrollen und Wartungen erhöhen die Lebensdauer der Kanäle erheblich und sind somit auch eine nachhaltige Investition in die Infrastruktur. Nachdem der erste Teil des Stadtgebiets überprüft worden ist, folgen deshalb in den nächsten zwei Jahren die restlichen Abschnitte. «So können allfällige Sanierungskosten gut verteilt werden.»
Tief in Rorschachs Untergrund liefen in den vergangenen Wochen Arbeiten, von denen die Bevölkerung an der Oberfläche kaum etwas mitbekommen hat. Unter der Bauleitung der Wälli Ingenieure AG hat die FHS Kanal TV AG während eines Monats einen ersten Teil des städtischen Kanalisationsleitungsnetzes ganz genau unter die Lupe genommen. Das Ziel: den Zustand der Kanalisationsleitungen ermitteln.
Kamerafahrt nach gründlicher Spülung
Roman Heierli und David Ritter sind seitens Wälli AG für das Projekt zuständig. Das Unternehmen leitet solche Inspektionen auch in anderen, umliegenden Gemeinden. Eine Kanal-TV -Untersuchung laufe im Prinzip wie eine unterirdische Kamerafahrt ab, erklären sie. Bevor die Kamera in der Tiefe ausgefahren wird, werden die Kanalabschnitte aber gründlich gespült. Im Fall Rorschach übernimmt das der Abwasserverband Altenrhein in regelmässigen Abständen. «Das ist so, als würde man den Kanal mit einem sehr grossen, leistungsstarken Gartenschlauch durchspülen», erklärt Roman Heierli: Mit viel Druck wird das Wasser durch die Rohre gepumpt. Diese Hochdruckspülung entfernt Ablagerungen und sorgt für eine klare Sicht. «Danach geht man von Schacht zu Schacht und setzt einen kleinen Kamerawagen in die Rohre ein.» Ein Inspekteur steuert diesen Wagen durch das Rohrsystem. Die Kamera liefert gestochen scharfe Bilder und dokumentiert alle wichtigen Details: Risse, Versätze, Wurzeleinwuchs oder Ablagerungen.
Erstes Fazit: Zustand scheint im Allgemeinen gut
Sobald die Wälli Ingenieure AG diese Bilder bekommt, werden diese ausgewertet und die Schäden in verschiedene Kategorien eingeteilt: von solchen, die Sofortmassnahmen benötigen, bis zu solchen, die erst in ein paar Jahren repariert werden müssen. Die beiden Projektleiter rechnen anhand erster Rückmeldungen der Fachleute nicht mit gröberen Schäden. «Der Zustand scheint nach erster Beurteilung im Allgemeinen gut», sagt David Ritter, «allerdings steht die detaillierte Auswertung noch aus.» Am Ende folgt dann ein Bericht, der nicht nur aktuelle Schäden aufzeigt, sondern auch Empfehlungen für Reparaturen oder Sanierungen enthält. Abwasserkanäle sind das Rückgrat der städtischen Infrastruktur. Nur wenn sie intakt sind, funktioniert auch das gesamte Entwässerungssystem reibungslos. Ist das nicht der Fall, bekommt das die Bevölkerung zu spüren. «Dann kann beispielsweise schon Starkregen Überschwemmungen auslösen.» Regelmässige Kontrollen und Wartungen erhöhen die Lebensdauer der Kanäle erheblich und sind somit auch eine nachhaltige Investition in die Infrastruktur. Nachdem der erste Teil des Stadtgebiets überprüft worden ist, folgen deshalb in den nächsten zwei Jahren die restlichen Abschnitte. «So können allfällige Sanierungskosten gut verteilt werden.»

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