Betriebssichernde Massnahmen für das Strandbad: Verschiedene Varianten geprüft

Bild: Die notwendige Grösse der Wasseraufbereitungsanlage hängt direkt mit der Wasserfläche in den Becken zusammen.
In Kürze
Der Stadtrat ist sich der komplexen Ausgangslage im Zusammenhang mit der Sanierung der Wasseraufbereitung und der Schwimmbecken im Strandbad bewusst. Er hat deshalb verschiedene Varianten geprüft. Zur Diskussion standen eine Erneuerung in Etappen, eine Beckensanierung mit Folie oder mit Edelstahl sowie eine Optimierung der Wasserflächen, um die Wasseraufbereitungsanlage kleiner dimensionieren zu können. Die Wahl fiel auf die letzte Variante. Sie bietet eine seriöse Sanierung zum bestmöglichen Preis.
Autor: Stadtrat
Die Ausgangslage rund um die notwendigen, betriebssichernden Massnahmen für das Strandbad ist komplex. Bei der Entscheidungsfindung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: die Studie von Staufer & Hasler für eine Wohnnutzung, die Zusammenarbeit mit Rorschacherberg, die Gesamtplanung für das Seeufer Ost oder die finanzielle Situation der Stadt. Der Stadtrat hat unter diesen Rahmenbedingungen den bestmöglichen Kompromiss gesucht – und dafür verschiedene Sanierungsvarianten geprüft.
Variante 1: Etappierung

In einem ersten Schritt würde einzig die Wasseraufbereitungsanlage erneuert und an die bestehenden, 50-jährigen Leitungen angeschlossen, ohne weitere Massnahmen an den Schwimmbecken und an der Verrohrung. Die neue Technik mit grösserer Umwälzmenge und anderen Druckverhältnissen würde bei den alten Leitungen mit hoher Wahrscheinlichkeit und wiederkehrend zu Brüchen führen. Die Fachleute raten deshalb dringend von dieser Variante ab, zumal die Etappierung Mehrkosten von über CHF 500’000.00 verursacht.

Kostenpunkt für die erste Etappe: rund 3,4 Mio. Franken.

Vorteile:– kurzfristig tiefer Investitionsbedarf
Nachteile:– Weiterbestand der alten Leitungen mit grossem Schadenpotenzial
– Gefahr von wiederkehrenden hohen Reparaturkosten nach Inbetriebnahme der neuen Wasseraufbereitung
– Mehrkosten aufgrund der Etappierung
Variante 2: Beckensanierung mit Folie

Zusätzlich zur neuen Wasseraufbereitungsanlage würden bei dieser Variante die Schwimmbecken mit einer Folie ausgekleidet und die gesamte erdverlegte Verrohrung ersetzt.

Kostenpunkt für das Gesamtprojekt: 6,2 Mio. Franken

Vorteile:– Weiterbetrieb der Schwimmbecken in der bestehenden Grösse
– Kein weiterer Investitionsbedarf für die nächsten 10 – 15 Jahre (Lebensdauer der Folie)
Nachteile:– hohe Kosten trotz reduzierter Lebensdauer
Variante 3: Beckensanierung mit Edelstahlbecken

Anstelle der Folie würden in die bestehenden Schwimmbecken ein Edelstahlbecken eingesetzt. Ansonsten erfolgt die Erneuerung analog Variante Folie.

Kostenpunkt für das Gesamtprojekt: 7,5 Mio. Franken.

Vorteile– Weiterbetrieb der Schwimmbecken in der bestehenden Grösse
– Langfristig kein weiterer Investitionsbedarf
Nachteile– Hohe Kosten
Variante 4: Optimierung Wasserflächen

Kostentreiber für die Sanierung sind einerseits die Tiefbau- und Baumeisterarbeiten und andererseits die Grösse der Wasseraufbereitungsanlage und damit die beanspruchten Platz- und Raumverhältnisse. Die notwendige Leistungsfähigkeit der Aufbereitungsanlage hat einen direkten Zusammenhang mit den Wasserflächen der Becken. Daraus entstand die Idee, die bestehenden Betonbecken durch das Einsetzen von selbsttragenden Edelstahlbecken so weit zu verkleinern, dass die gesamten Wasserflächen auf ein Mass optimiert werden, das eine kleinere Aufbereitungsanlage zulässt. Zudem können damit im bestehenden Betonbeckenkörper Hohlräume geschaffen werden, welche die Erneuerung der Verrohrung sowie des Ausgleichsbeckens ohne Grabarbeiten ermöglichen. Die so optimierte Aufbereitungsanlage kann mit kleinen Anpassungen in den bestehenden Technikräumen eingebaut werden.

Kostenpunkt für Gesamtprojekt: 4,9 Mio. Franken.

Vorteile:– Langfristig kein weiterer Investitionsbedarf
– Optimierte Investitions- und Betriebskosten
Nachteile:– Verkleinerung der Wasserfläche, insbesondere im grossen Schwimmbecken

Gestützt auf diese Auslegeordnung entschied sich der Stadtrat für die Variante vier. Sie trägt der komplexen Ausgangslage am besten Rechnung und ermöglicht den Weiterbetrieb der beliebten Schwimmbecken. Gleichwohl bleiben für die zukünftige Entwicklung im Seeufer Ost alle Optionen offen, selbst eine spätere Verlegung des Schwimmbades. Bis dahin würden ohnehin mindestens 15 Jahre vergehen. Zudem könnten die Edelstahlbecken und grosse Teile der Wasseraufbereitung wohl weiter verwendet werden.

Variante 1: Etappierung

In einem ersten Schritt würde einzig die Wasseraufbereitungsanlage erneuert und an die bestehenden, 50-jährigen Leitungen angeschlossen, ohne weitere Massnahmen an den Schwimmbecken und an der Verrohrung. Die neue Technik mit grösserer Umwälzmenge und anderen Druckverhältnissen würde bei den alten Leitungen mit hoher Wahrscheinlichkeit und wiederkehrend zu Brüchen führen. Die Fachleute raten deshalb dringend von dieser Variante ab, zumal die Etappierung Mehrkosten von über CHF 500’000.00 verursacht.

Kostenpunkt für die erste Etappe: rund 3,4 Mio. Franken.

Vorteile:– kurzfristig tiefer Investitionsbedarf
Nachteile:– Weiterbestand der alten Leitungen mit grossem Schadenpotenzial
– Gefahr von wiederkehrenden hohen Reparaturkosten nach Inbetriebnahme der neuen Wasseraufbereitung
– Mehrkosten aufgrund der Etappierung
Variante 2: Beckensanierung mit Folie

Zusätzlich zur neuen Wasseraufbereitungsanlage würden bei dieser Variante die Schwimmbecken mit einer Folie ausgekleidet und die gesamte erdverlegte Verrohrung ersetzt.

Kostenpunkt für das Gesamtprojekt: 6,2 Mio. Franken

Vorteile:– Weiterbetrieb der Schwimmbecken in der bestehenden Grösse
– Kein weiterer Investitionsbedarf für die nächsten 10 – 15 Jahre (Lebensdauer der Folie)
Nachteile:– hohe Kosten trotz reduzierter Lebensdauer
Variante 3: Beckensanierung mit Edelstahlbecken

Anstelle der Folie würden in die bestehenden Schwimmbecken ein Edelstahlbecken eingesetzt. Ansonsten erfolgt die Erneuerung analog Variante Folie.

Kostenpunkt für das Gesamtprojekt: 7,5 Mio. Franken.

Vorteile– Weiterbetrieb der Schwimmbecken in der bestehenden Grösse
– Langfristig kein weiterer Investitionsbedarf
Nachteile– Hohe Kosten
Variante 4: Optimierung Wasserflächen

Kostentreiber für die Sanierung sind einerseits die Tiefbau- und Baumeisterarbeiten und andererseits die Grösse der Wasseraufbereitungsanlage und damit die beanspruchten Platz- und Raumverhältnisse. Die notwendige Leistungsfähigkeit der Aufbereitungsanlage hat einen direkten Zusammenhang mit den Wasserflächen der Becken. Daraus entstand die Idee, die bestehenden Betonbecken durch das Einsetzen von selbsttragenden Edelstahlbecken so weit zu verkleinern, dass die gesamten Wasserflächen auf ein Mass optimiert werden, das eine kleinere Aufbereitungsanlage zulässt. Zudem können damit im bestehenden Betonbeckenkörper Hohlräume geschaffen werden, welche die Erneuerung der Verrohrung sowie des Ausgleichsbeckens ohne Grabarbeiten ermöglichen. Die so optimierte Aufbereitungsanlage kann mit kleinen Anpassungen in den bestehenden Technikräumen eingebaut werden.

Kostenpunkt für Gesamtprojekt: 4,9 Mio. Franken.

Vorteile:– Langfristig kein weiterer Investitionsbedarf
– Optimierte Investitions- und Betriebskosten
Nachteile:– Verkleinerung der Wasserfläche, insbesondere im grossen Schwimmbecken

Gestützt auf diese Auslegeordnung entschied sich der Stadtrat für die Variante vier. Sie trägt der komplexen Ausgangslage am besten Rechnung und ermöglicht den Weiterbetrieb der beliebten Schwimmbecken. Gleichwohl bleiben für die zukünftige Entwicklung im Seeufer Ost alle Optionen offen, selbst eine spätere Verlegung des Schwimmbades. Bis dahin würden ohnehin mindestens 15 Jahre vergehen. Zudem könnten die Edelstahlbecken und grosse Teile der Wasseraufbereitung wohl weiter verwendet werden.

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