Auswertung der Mitwirkung für das Seeufer Ost

Bild: Das Gebiet östlich des Hauses Würth soll in einer koordinierten Planung entwickelt werden.
In Kürze
Die Auswertung der öffentlichen Mitwirkung zum Seeufer Ost hat ergeben, dass der aktuelle Standort des Strandbades grossmehrheitlich für richtig befunden wird. Gleichwohl besteht das Bedürfnis einer koordinierten Planung für das verbleibende Entwicklungsgebiet. Nicht bestritten sind die notwendigen Sanierungsmassnahmen, um den Betrieb des Strandbades über den Sommer 2024 hinaus sicherzustellen. Begrüsst wird das Projekt für eine Flachuferzone im Bereich vor den Schwimmbecken. Schliesslich bestehen verschiedene Ideen, um das Strandbad attraktiver zu machen. Der Stadtrat sieht gestützt auf die Mitwirkung vor, das Sanierungsprojekt für das Strandbad auf das technisch Notwendige zu beschränken und damit Zeit zu gewinnen, um eine Gesamtplanung in Angriff zu nehmen und zusätzliche Investitionen ins Strandbad – wenn möglich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rorschacherberg – zu diskutieren. Das Projekt für eine Flachuferzone wird parallel dazu weiterentwickelt.
Autor: Stadtrat
Von Juni bis Ende August lief die öffentliche Mitwirkung für die Entwicklung des östlichen Seeufers. Verschiedene Vereine, Parteien und Privatpersonen machten von der Möglichkeit Gebrauch. Der Stadtrat hat die Resultate ausgewertet und sich zu den verschiedenen Anliegen vernehmen lassen.

Das Seeufer Ost ist ein strategisch wichtiges Entwicklungsgebiet. Als Grundeigentümer involviert sind die Stadt Rorschach und die SBB. Ortsplanerisch ist zusätzlich die Gemeinde Rorschacherberg betroffen, da ein Teil des Bodens auf ihrem Gebiet liegt. Diese Ausgangslage verlangt nach einer koordinierten Planung.

Kooperationsvertrag als Grundlage

Bereits im Jahr 2009 schlossen diese drei Parteien deshalb einen Kooperationsvertrag ab, der eine gemeinsame Entwicklung sicherstellen soll. Gestützt auf diesen Vertrag erfolgte bereits die Ansiedlung der Würth International AG. Es verblieb als noch zu entwickelndes Gebiet ein Streifen entlang der Churerstrasse (im Eigentum der SBB) sowie das Areal des ehemaligen Schlachthofes (im Eigentum der Stadt). Das Strandbad sollte am heutigen Standort verbleiben.

Eine neue Idee kam mit der Studie von Staufer & Hasler Architekten ins Spiel, die der Stadtrat im Jahr 2014 in Auftrag gab. Diese sieht vor, das bestehende Strandbad abzubrechen und auf Gemeindegebiet von Rorschacherberg neu zu bauen. Die Finanzierung sollte über den Verkauf des Baulandes, das auf Gemeindegebiet der Stadt durch die Verlegung des Bades entsteht, erfolgen. Zwingende Voraussetzung dafür ist die Einzonung der entsprechenden Fläche, die heute in der Grünzone liegt.

Neue Ausgangslage und Zeitdruck

Der Stadtrat ist in einer neuen Beurteilung zur Auffassung gelangt, das Strandbad am aktuellen Standort zu belassen. Mit der Schliessung der Scapa AG per Ende September 2016 und der Aufhebung des Spitals per Ende Januar 2021 entstanden grosse neue und höchst attraktive Entwicklungsgebiete auf bereits eingezontem Land. Der Stadtrat will sich darauf konzentrieren und eine der letzten Grünzonen auf dem bereits sehr dicht besiedelten Stadtgebiet erhalten. Zudem ist der Zustand der technischen Anlagen des Strandbades so schlecht, dass kurzfristig hohe Investitionen zwingend sind, um den Betrieb der Schwimmbecken über den Sommer 2024 hinaus ermöglichen zu können.

Gestützt auf eine Petition der Mitte-Partei eröffnete der Stadtrat die öffentliche Diskussion zu seinen Absichten. Er startete diese Ende April dieses Jahres mit einem Anlass im Strandbad, an welchem er an verschiedenen Stationen über die Rahmenbedingungen informierte und auch die Ideen der Studie von Staufer & Hasler vorstellte. Es zeigte sich, dass die grosse Mehrheit der Teilnehmenden die Ansichten des Stadtrates teilt und das Strandbad am bestehenden Standort belassen möchte.

Berechtigte Anliegen

Mit der Stadtinfo vom Juni lancierte der Stadtrat die öffentliche Mitwirkung. Er durfte bis Ende August verschiedene Anliegen von Parteien, Vereinen und Privatpersonen entgegennehmen. Das Resultat der Mitwirkung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Es wird eine Gesamtplanung über das Seeufer Ost, vom Haus Würth bis zum Schlachthof, gewünscht.
  • Der Unterhalt ins Strandbad ist soweit sicherzustellen, dass der Betrieb ohne Unterbruch gewährleistet ist.
  • Investitionen ins Strandbad sollen das Resultat einer Gesamtplanung nicht vorwegnehmen.
  • Die geplante Flachwasserzone im Bereich zwischen Haus Würth und Sprungturm wird begrüsst.
  • Es bestehen verschiedene Ideen, um das Strandbad attraktiver zu machen, insbesondere braucht es einen Ersatz für die einst abgebrochene Minigolfanlage.


Zeit gewinnen für Planungen

Der Stadtrat hat vom Resultat der Mitwirkung Kenntnis genommen und beantwortet die vorstehenden Hauptaussagen wie folgt:

  • Die Gesamtplanung über das Seeufer Ost ist auch dem Stadtrat wichtig. Sie ist durch den nach wie vor gültigen Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Rorschach, den SBB und der Gemeinde Rorschacherberg sichergestellt.
  • Der Stadtrat wird den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern voraussichtlich im Juni 2024 den Kredit über die notwendigen Sanierungsmassnahmen für das Strandbad unterbreiten. Das Projekt wird auf das technisch Notwendige reduziert, um den Betrieb der Schwimmbecken über den Sommer 2024 hinaus sicherzustellen.
  • Die Konzentration des Sanierungsprojektes auf die zwingend notwendigen Massnahmen verhindert, dass zukünftige Entwicklungen im Gebiet Seeufer Ost vorweggenommen werden. Der Stadtrat gewinnt aber die notwendige Zeit, um die geforderte Gesamtplanung anzugehen.
  • Das Projekt für eine Flachwasserzone wird parallel zum Sanierungsprojekt weiter vorangetrieben.
  • Nach der Sicherstellung des Betriebes und nach Vorliegen der geforderten Gesamtplanung kann ohne Zeitdruck über weitere Attraktivitätssteigerungen im Strandbad diskutiert werden. Ziel bleibt, die Gemeinde Rorschacherberg als Partnerin zu gewinnen und in die Diskussionen einzubeziehen.


Die detaillierten Eingaben und die Antworten des Stadtrates sind in einem Dokument zusammengefasst, das nachstehend zum Download zur Verfügung steht.

Das Seeufer Ost ist ein strategisch wichtiges Entwicklungsgebiet. Als Grundeigentümer involviert sind die Stadt Rorschach und die SBB. Ortsplanerisch ist zusätzlich die Gemeinde Rorschacherberg betroffen, da ein Teil des Bodens auf ihrem Gebiet liegt. Diese Ausgangslage verlangt nach einer koordinierten Planung.

Kooperationsvertrag als Grundlage

Bereits im Jahr 2009 schlossen diese drei Parteien deshalb einen Kooperationsvertrag ab, der eine gemeinsame Entwicklung sicherstellen soll. Gestützt auf diesen Vertrag erfolgte bereits die Ansiedlung der Würth International AG. Es verblieb als noch zu entwickelndes Gebiet ein Streifen entlang der Churerstrasse (im Eigentum der SBB) sowie das Areal des ehemaligen Schlachthofes (im Eigentum der Stadt). Das Strandbad sollte am heutigen Standort verbleiben.

Eine neue Idee kam mit der Studie von Staufer & Hasler Architekten ins Spiel, die der Stadtrat im Jahr 2014 in Auftrag gab. Diese sieht vor, das bestehende Strandbad abzubrechen und auf Gemeindegebiet von Rorschacherberg neu zu bauen. Die Finanzierung sollte über den Verkauf des Baulandes, das auf Gemeindegebiet der Stadt durch die Verlegung des Bades entsteht, erfolgen. Zwingende Voraussetzung dafür ist die Einzonung der entsprechenden Fläche, die heute in der Grünzone liegt.

Neue Ausgangslage und Zeitdruck

Der Stadtrat ist in einer neuen Beurteilung zur Auffassung gelangt, das Strandbad am aktuellen Standort zu belassen. Mit der Schliessung der Scapa AG per Ende September 2016 und der Aufhebung des Spitals per Ende Januar 2021 entstanden grosse neue und höchst attraktive Entwicklungsgebiete auf bereits eingezontem Land. Der Stadtrat will sich darauf konzentrieren und eine der letzten Grünzonen auf dem bereits sehr dicht besiedelten Stadtgebiet erhalten. Zudem ist der Zustand der technischen Anlagen des Strandbades so schlecht, dass kurzfristig hohe Investitionen zwingend sind, um den Betrieb der Schwimmbecken über den Sommer 2024 hinaus ermöglichen zu können.

Gestützt auf eine Petition der Mitte-Partei eröffnete der Stadtrat die öffentliche Diskussion zu seinen Absichten. Er startete diese Ende April dieses Jahres mit einem Anlass im Strandbad, an welchem er an verschiedenen Stationen über die Rahmenbedingungen informierte und auch die Ideen der Studie von Staufer & Hasler vorstellte. Es zeigte sich, dass die grosse Mehrheit der Teilnehmenden die Ansichten des Stadtrates teilt und das Strandbad am bestehenden Standort belassen möchte.

Berechtigte Anliegen

Mit der Stadtinfo vom Juni lancierte der Stadtrat die öffentliche Mitwirkung. Er durfte bis Ende August verschiedene Anliegen von Parteien, Vereinen und Privatpersonen entgegennehmen. Das Resultat der Mitwirkung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Es wird eine Gesamtplanung über das Seeufer Ost, vom Haus Würth bis zum Schlachthof, gewünscht.
  • Der Unterhalt ins Strandbad ist soweit sicherzustellen, dass der Betrieb ohne Unterbruch gewährleistet ist.
  • Investitionen ins Strandbad sollen das Resultat einer Gesamtplanung nicht vorwegnehmen.
  • Die geplante Flachwasserzone im Bereich zwischen Haus Würth und Sprungturm wird begrüsst.
  • Es bestehen verschiedene Ideen, um das Strandbad attraktiver zu machen, insbesondere braucht es einen Ersatz für die einst abgebrochene Minigolfanlage.


Zeit gewinnen für Planungen

Der Stadtrat hat vom Resultat der Mitwirkung Kenntnis genommen und beantwortet die vorstehenden Hauptaussagen wie folgt:

  • Die Gesamtplanung über das Seeufer Ost ist auch dem Stadtrat wichtig. Sie ist durch den nach wie vor gültigen Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Rorschach, den SBB und der Gemeinde Rorschacherberg sichergestellt.
  • Der Stadtrat wird den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern voraussichtlich im Juni 2024 den Kredit über die notwendigen Sanierungsmassnahmen für das Strandbad unterbreiten. Das Projekt wird auf das technisch Notwendige reduziert, um den Betrieb der Schwimmbecken über den Sommer 2024 hinaus sicherzustellen.
  • Die Konzentration des Sanierungsprojektes auf die zwingend notwendigen Massnahmen verhindert, dass zukünftige Entwicklungen im Gebiet Seeufer Ost vorweggenommen werden. Der Stadtrat gewinnt aber die notwendige Zeit, um die geforderte Gesamtplanung anzugehen.
  • Das Projekt für eine Flachwasserzone wird parallel zum Sanierungsprojekt weiter vorangetrieben.
  • Nach der Sicherstellung des Betriebes und nach Vorliegen der geforderten Gesamtplanung kann ohne Zeitdruck über weitere Attraktivitätssteigerungen im Strandbad diskutiert werden. Ziel bleibt, die Gemeinde Rorschacherberg als Partnerin zu gewinnen und in die Diskussionen einzubeziehen.


Die detaillierten Eingaben und die Antworten des Stadtrates sind in einem Dokument zusammengefasst, das nachstehend zum Download zur Verfügung steht.

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