Aktionen gegen Autoposer

Bild: Laute Motoren und quietschende Reifen: Autoposer riskieren in Rorschach in diesem Jahr vermehrt eine hohe Busse.
In Kürze
Die Rorschacher Hauptstrasse ist ein Hotspot für Autoposer, die mit lauten und manipulierten Fahrzeugen Anwohnende stören. Die Kantonspolizei St. Gallen plant verstärkte Kontrollen, um das Problem einzudämmen. Poser riskieren hohe Bussen und Anzeigen. Anwohnende reagieren zunehmend gereizt, doch die Polizei warnt vor Selbstjustiz.
Autor: Linda Müntener
Die Rorschacher Hauptstrasse ist ein Hotspot für Autoposer. Die Anwohnerinnen und Anwohner leiden. Jetzt plant die Kantonspolizei St.Gallen noch mehr Kontrollen.

Spätestens mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen sind auch sie wieder da: Autoposer, die mit knallenden Auspuffen und lauten Motoren die Hauptstrasse am See hin und herfahren – zum Leid der Anwohnerinnen und Anwohner. Die Schaufahrer reisen mit ihren Luxuswagen von weit her an, Kennzeichen aus Zürich, Aarau oder Schwyz sieht man an schönen Sonntagen nicht selten am See. Es ist ein Problem, das die Stadt schon seit Jahren beschäftigt – und für das noch keine Patentlösung gefunden wurde.

Posern drohen Anzeige und hohe Busse

Die Kantonspolizei St.Gallen kennt die Poser-Situation am See bestens. Sie führt immer wieder gezielte Kontrollen bei technisch veränderten und lärmverursachenden Fahrzeugen und deren Fahrern durch, auch mit Unterstützung von Spezialisten des Strassenverkehrsamtes. Diese Aktionen werden nun verstärkt. «Wir werden vermehrt Kontrollen durchführen, es sind verschiedene Aktionen geplant», sagt Hanspeter Krüsi, Leiter der Kommunikation der Kantonspolizei St.Gallen. Wann und wie genau diese durchgeführt werden, wird aus strategischen Gründen nicht kommuniziert. Ziel ist aber in jedem Fall eine präventive Wirkung. Wer mit einer manipulierten Auspuffanlage oder anderen unerlaubten technischen Abänderungen erwischt wird, wird von der Polizei verzeigt. Dann geht der Fall zur Staatsanwaltschaft. «Die Bussen, die in einem solchen Fall verhängt werden können, sind massiv höher als eine Ordnungsbusse», sagt Hanspeter Krüsi. Das soll eine abschreckende Wirkung haben. Zudem wird die Verzeigung dem Strassenverkehrsamt gemeldet.

Autoposer sind längst auch in umliegenden Seegemeinden unterwegs, Rorschach ist aber ein Hotspot der Szene. Denn die Schaufahrer suchen Publikum. Und dieses gibt es vor allem an schönen Wochenenden oder an Feiertagen reichlich. Hinzu kommt, dass es vor dem Bellevue-Bahnübergang oft staut. Die Poser lassen eine Lücke zum vorderen Auto, nur um dann mit lautem Getöse und quietschenden Reifen wieder zu starten. Gemeinden und Städte mit demselben Problem haben Strassen deswegen teils auch schon ganz gesperrt. «Das ist in Rorschach nicht möglich», erklärt Hanspeter Krüsi, «denn die Hauptstrasse ist eine Kantonsstrasse.»

Selbstjustiz ist gefährlich

Die Toleranz der Anwohnerinnen und Anwohner ist derweil ausgeschöpft. Weil sie den Lärm nicht mehr ertragen, haben einzelne in jüngster Vergangenheit schon Lebensmittel aus dem Fenster auf die Autos geworfen – in der Hoffnung, die Fahrer so zu vertreiben. Die Polizei bittet eindringlich darum, nicht zur Selbstjustiz zu greifen: «Wer Autos mit Lebensmitteln oder Mehlsäcken bewirft, gefährdet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.» Solche Handlungen können nicht nur rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sondern auch gefährliche Situationen für andere Lenkerinnen und Lenker oder Passanten auslösen. Hanspeter Krüsi betont, dass die Kantonspolizei St.Gallen im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten so präsent wie möglich ist und die Anliegen der Bevölkerung sehr ernst nimmt.

Spätestens mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen sind auch sie wieder da: Autoposer, die mit knallenden Auspuffen und lauten Motoren die Hauptstrasse am See hin und herfahren – zum Leid der Anwohnerinnen und Anwohner. Die Schaufahrer reisen mit ihren Luxuswagen von weit her an, Kennzeichen aus Zürich, Aarau oder Schwyz sieht man an schönen Sonntagen nicht selten am See. Es ist ein Problem, das die Stadt schon seit Jahren beschäftigt – und für das noch keine Patentlösung gefunden wurde.

Posern drohen Anzeige und hohe Busse

Die Kantonspolizei St.Gallen kennt die Poser-Situation am See bestens. Sie führt immer wieder gezielte Kontrollen bei technisch veränderten und lärmverursachenden Fahrzeugen und deren Fahrern durch, auch mit Unterstützung von Spezialisten des Strassenverkehrsamtes. Diese Aktionen werden nun verstärkt. «Wir werden vermehrt Kontrollen durchführen, es sind verschiedene Aktionen geplant», sagt Hanspeter Krüsi, Leiter der Kommunikation der Kantonspolizei St.Gallen. Wann und wie genau diese durchgeführt werden, wird aus strategischen Gründen nicht kommuniziert. Ziel ist aber in jedem Fall eine präventive Wirkung. Wer mit einer manipulierten Auspuffanlage oder anderen unerlaubten technischen Abänderungen erwischt wird, wird von der Polizei verzeigt. Dann geht der Fall zur Staatsanwaltschaft. «Die Bussen, die in einem solchen Fall verhängt werden können, sind massiv höher als eine Ordnungsbusse», sagt Hanspeter Krüsi. Das soll eine abschreckende Wirkung haben. Zudem wird die Verzeigung dem Strassenverkehrsamt gemeldet.

Autoposer sind längst auch in umliegenden Seegemeinden unterwegs, Rorschach ist aber ein Hotspot der Szene. Denn die Schaufahrer suchen Publikum. Und dieses gibt es vor allem an schönen Wochenenden oder an Feiertagen reichlich. Hinzu kommt, dass es vor dem Bellevue-Bahnübergang oft staut. Die Poser lassen eine Lücke zum vorderen Auto, nur um dann mit lautem Getöse und quietschenden Reifen wieder zu starten. Gemeinden und Städte mit demselben Problem haben Strassen deswegen teils auch schon ganz gesperrt. «Das ist in Rorschach nicht möglich», erklärt Hanspeter Krüsi, «denn die Hauptstrasse ist eine Kantonsstrasse.»

Selbstjustiz ist gefährlich

Die Toleranz der Anwohnerinnen und Anwohner ist derweil ausgeschöpft. Weil sie den Lärm nicht mehr ertragen, haben einzelne in jüngster Vergangenheit schon Lebensmittel aus dem Fenster auf die Autos geworfen – in der Hoffnung, die Fahrer so zu vertreiben. Die Polizei bittet eindringlich darum, nicht zur Selbstjustiz zu greifen: «Wer Autos mit Lebensmitteln oder Mehlsäcken bewirft, gefährdet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.» Solche Handlungen können nicht nur rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sondern auch gefährliche Situationen für andere Lenkerinnen und Lenker oder Passanten auslösen. Hanspeter Krüsi betont, dass die Kantonspolizei St.Gallen im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten so präsent wie möglich ist und die Anliegen der Bevölkerung sehr ernst nimmt.

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5 Kommentare

  1. Ich wohne in Kollbrunn ZH und schrieb, vor genau einer Woche, die Polizei unter der Präventions-Mailadresse an. Bis jetzt keine Antwort. Behörde eben. Zu groß. Keine wirkliche Persönlichkeit da. Der Bürger wird nicht gehört.
    Ich schrieb aber auch über das im Dorfkern vorhandene Altersheim. Auch das scheint nicht zu interessieren.

    Warum kommt also zum Jahreswechsel 24/25 das Anti-Poser-Gesetz mit bis zu 30.000 CHF, wenn es faktisch nichts für uns Bürger ändert.
    Die Schweizer Polizei ist faktisch überfordert, kann das Problem nicht lösen.

    Die Schnittstelle zwischen Politik und Polizei ist zu groß.
    Warum setzt man nicht gründlicher in der Gesetzgebung an ?
    Die Schweiz als gutes Vorbild beispielsweise, wie das Land es ja auch in vielfacher Hinsicht ist.
    Sprich bereits die bloße Möglichkeit zur Lärmbelästigung (Klappe auf und zu etc) sollte bereits zur Strafe führen.
    Ferner sollte die Lärmemission bei hoher Drehzahl gewertet werden, nicht bei 2.000 U/min.

    Die Autolobby ist noch zu stark – es geht, wie immer, um Geld.

  2. Ich wohne Ecke Krontal/Rehetobel/Rorschacherstrasse
    Die bewusste Motor Aufheulerei/Leerlauf Knallerei und extrem kurz Beschläunigung
    IST EINE KATASTROPHE
    könnte echt zum Täter werden. Wenn ein Fahrzeug mit dem kleinsten Löchlein im Auspuff zur MFK geht dann wird er…..
    aber diese Testosteron getriebenen „Spezial Menschen“ rauben mir den letzten Nerv!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Keine Chance sie anzuzeigen…
    Videoaufnahmen gelten nichts….
    Polizei …… dieses Problem war zwischen Neudorf und Grossacker bereits vor 20 Jahren ein Thema…
    ???? besser geworden… von Nichten…. EXTREMER
    und der Bundesrat….
    es gibt weiterhin keine Dezibelmesstationen??
    Zum K…
    Bitte um Hilfe

  3. Ich wurde am Samstag von der Polizei in Rorschach kontrolliert…. vor mir ein sogenannter „Autoposer“, welcher unkontrolliert über längere Zeit vor mir fuhr. Diese jungen Leute wurden nicht kontrolliert… ich hingegen schon…..

    1. Die Polizei hat am vergangenen Wochenende durchaus auch Poser kontrolliert. Sie stellte insgesamt sieben Anzeigen wegen Verursachen von vermeidbarem Lärm aus, zwei Anzeigen wegen SVG-Vergehens und acht Ordnungsbussen. Zudem gab es eine Festnahme wegen illegalem Aufenthalt.

  4. Letzten Sonntag haben wir wieder einmal meine Geburtsstadt besucht.
    Wir sind dauerhaft erstaunt, dass Stadt und Kanton dieses jahrealte Problem nicht lösen. An besagtem Sonntag hatten wir beim Hafenbahnhof das zweifelhafte Vergnügen, einem sehr grossen Motorradclub (ca. 50 Fahrzeuge) zu lauschen. Es handelte sich offensichtlich um meist unter 20-jährige FahrerInnen, die den Stau nutzen, ihre Motoren aufheulen zu lassen. Sie hatten alle sichtlich Spass daran.
    Dass die Anwohnenden die Nerven verlieren und zur Selbstjustiz neigen ist durchaus nachvollziehbar. Aber auch BesucherInnen der Stadt möchten das Ambiente am See geniessen. Das wird wohl bei schönem Wetter nicht mehr möglich sein.
    Wir hoffen auf entschlossenes Handeln der Politik. Bis dahin bleibt wohl nur eines: der Stadt fernbleiben.
    P.Baumgartner

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