Pro Senectute – für uns unterwegs
Bild: Dirk Rohweder, Stellenleiter der Regionalstelle Pro Senectute Rorschach & Unterrheintal
Ergänzungsleistungen
Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das Einkommen die Lebenskosten nicht decken. Es besteht ein rechtlicher Anspruch darauf. Ergänzungsleistungen gehören zum sozialen Fundament unseres Staates. Zögern Sie nicht abzuklären, ob Sie einen Anspruch auf EL haben. Pro Senectute bietet kostenlose Beratungen an.
Kontakt: 071 844 05 16
sekretariat.rorschach@sg.prosenectute.ch
1. Dirk Rohweder, Sie sind Stellenleiter der Regionalstelle Pro Senectute Rorschach & Unterrheintal. Können Sie uns die Regionalstelle kurz vorstellen.
Wir arbeiten mit 15 festangestellten Mitarbeitenden an der Regionalstelle. Die Region umfasst nebst der Stadt Rorschach noch 10 weitere Städte und Gemeinden in der näheren Umgebung. Nebst den festangestellten Personen arbeiteten im vergangenen Jahr rund 250 weitere Menschen im sogenannten Sozialzeitengagement und über 30 Freiwillige für die Pro Senectute. Ohne diesen grossartigen zivilgesellschaftlichen Einsatz wären die vielfältigen Angebote in dieser Anzahl und Qualität nicht umsetzbar. Wir leisten jährlich rund 2’000 Beratungsstunden und fast 38’000 Haushilfestunden in unserer Region.
2. Was sind die Hauptziele der Pro Senectute?
Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen bis ins höchste Alter als mitgestaltende und wertgeschätzte Mitglieder der Gesellschaft leben können. In unserem Leitbild sprechen wir zudem davon, den Schutz und die Achtung der Würde der älteren Bevölkerung zu gewährleisten.
Wir sehen uns demnach als Dienstleister, der sich in einer möglichst solidarischen Gesellschaft für Personen einsetzt, die Unterstützung benötigen. Das hört sich jetzt vielleicht abgehoben an und doch helfen uns diese Leitplanken im Alltag sehr, um unseren Kompass immer wieder zu justieren.
3. Welche Dienstleistungen bietet die Regionalstelle in Rorschach & Unterrheintal an?
Wir bieten in drei Fachbereichen Unterstützung für Seniorinnen und Senioren an:
Begegnung & Austausch
In diesem Fachbereich geht es grundsätzlich darum, ein stützendes Miteinander zu schaffen. Wir wissen, dass im Alter das Zusammenkommen sehr wichtig ist, deswegen sind wir bemüht, der Bevölkerung attraktive Angebote zu unterbreiten. In diesem Zusammenhang erwähne ich auch gerne das Begegnungscafé Negropont, das hier in Rorschach seit über 10 Jahren beheimatet ist. Hier gelingt es auf geniale Art und Weise, Menschen an einem Ort generationenübergreifend zusammen zu führen. Das Café ist mit diesem Konzept einzigartig in der Schweiz und wir sind mächtig stolz, dass es in Rorschach so gut funktioniert.
Hilfe & Betreuung
Hier unterstützen wir Menschen, die nicht in der Lage sind, ihren Haushalt allein zu führen. Dabei geht es in erster Linie um klassische Haushaltstätigkeiten, es kann aber auch angezeigt sein, dass wir diesen Personen Betreuung anbieten und/oder für die Angehörigen da sind.
Dieser Fachbereich ist übrigens der Einzige, der sich nicht ausschliesslich an die ältere Bevölkerung wendet. Es dürfen auch jüngere Personen anfragen. Wir klären vor Ort im jeweiligen Haushalt den Bedarf und entscheiden, ob wir im Rahmen der sog. Grundversorgung Unterstützung anbieten können.
Information & Beratung
Wir bieten kostenlose Informations- und Beratungsgespräche an. Wie man sich vorstellen kann, sind die an uns herangetragenen Anliegen häufig sehr unterschiedlich und vielfältig. Wir nehmen zuerst sämtliche Anliegen auf und besprechen mit dem Gegenüber, was wir zu leisten im Stande sind. Wir sehen uns als zentrale Beratungsstelle bei allen Fragen rund um die Bereiche Finanzen, Wohnen, Gesundheit und Rechtliches. In diesem Zusammenhang helfen wir auch bei den Abklärungen bzl. des Anspruchs auf Ergänzungsleistungen (EL).

4. Mit welchen Herausforderungen sind die älteren Menschen in unserer Region konfrontiert?
Zuerst möchte ich erwähnen, dass es dem ganz grossen Teil der älteren Bevölkerung in unserer Region gut geht. Vielen Menschen ist es vergönnt, bei immer länger anhaltender guter Gesundheit in finanziell gesicherten Verhältnissen und in einem intakten sozialen Umfeld älter zu werden.
Die Schweiz ist ein reiches Land und doch ist es immer wieder bedauerlich, dass es auch bei uns Altersarmut gibt. Es leben z.Zt. ca. 200’000 Menschen im Pensionsalter, die davon betroffen sind. Diese Personen haben ein Recht auf Ergänzungsleistungen, die ihre finanzielle Situation merklich verbessern würden. Aus unterschiedlichen Gründen beziehen sie diese aber nicht. Hier sehen wir eine grosse Herausforderung, die älteren Menschen gut zu informieren und zu befähigen, damit sie diesen Rechtsanspruch geltend machen können. Ergänzungsleistungen sind keine Almosen, es muss sich also keine Person schämen, diese zu beziehen.
5. Wie kann Pro Senectute helfen?
Es muss uns gelingen, die Direktbetroffenen zu ermutigen die Ergänzungsleistungen zu beantragen, respektive wir helfen ihnen konkret bei der Einreichung aller notwendigen Unterlagen. Wir wissen zudem, dass die Gruppe der Migrantinnen und Migranten, die in der Stadt Rorschach eine grössere Bevölkerungsgruppe ausmacht, häufig allein schon beim Verstehen der Antragsformulare grosse Schwierigkeiten hat. Hier braucht es im individuellen Fall wie auch übergeordnet eine gute Kommunikation, damit der Nichtbezug dieser gesetzlichen Leistung zurückgeht.
6. Welche Rolle spielen sozialzeitengagierte Personen in Ihrer Organisation und wie können sich Interessierte engagieren?
Diese Personengruppe spielt eine sehr grosse Rolle. Allein im Fachbereich Hilfe & Betreuung, wo es um die häusliche Unterstützung geht, waren im letzten Jahr 170 Personen im Einsatz. Dieses Engagement kann nicht hoch genug gewertet werden. Übrigens: Dieses Engagement wird mit einem Entgelt vergütet, wir sprechen deshalb vom Sozialzeitengagement und nicht von Freiwilligenarbeit. Ich selbst habe im März einen Einführungskurs für sozialzeitengagierte Personen geleitet und war wieder einmal überwältigt von dem hohen Einsatzwillen und der Kompetenz dieser Personen. Als Fachperson staune ich immer wieder mit wieviel Geschick, Einfühlungsvermögen aber auch mit welcher Fähigkeit zur Abgrenzung diese Mitarbeitenden agieren. Mir ist in diesem Zusammenhang auch wichtig zu betonen, dass wir grossen Wert auf Begleitung und Weiterbildung dieser Mitarbeitenden legen. Die sozialzeitengagierten Personen sollen sich sicher und gut aufgehoben fühlen in ihrem Tun. Bei Interesse an einer Mitarbeit kann man sich auf unserer Homepage über die regelmässig stattfindenden Informationsveranstaltungen informieren. Interessierte können sich aber auch gern direkt mit uns in Verbindung setzen.
7. Welche Pläne und Visionen haben Sie für die Zukunft der Regionalstelle in Rorschach?
Eine zielführende Vision zu haben und gute Pläne zu entwickeln sind in Anbetracht der sich entwickelnden Altersstruktur in unserem Einzugsgebiet unabdingbar. Der Anteil der über 80-jährigen Personen wird sich nach Schätzungen des Kantons vom Jahre 2022 bis 2045 mehr als verdoppeln.
Eingangs erwähnte ich, dass die Hauptziele der Pro Senectute sich um den Schutz und die Achtung der Würde der älteren Menschen drehen. Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass diese auch zukünftig gewahrt bleiben. Wir müssen anerkennen, dass aufgrund des demografischen Wandels und der immer knapper werdenden finanziellen Mittel innovative Lösungen gefragt sind. So wird es nicht allein die Aufgabe der Pro Senectute sein, Pläne und Visionen zu erarbeiten. Sehr gerne bringen wir aber unsere fachliche Expertise in anstehende Entwicklungsprozesse ein.
8. Was wünschen Sie sich für die Pro Senectute?
Ich wünsche mir, dass wir in den kommenden Jahren qualitativ hochstehende Angebote für Seniorinnen und Senioren anbieten können. Um das umzusetzen, benötigt es meines Erachtens eine bessere finanzielle Ausgestaltung der Institution, denn nur mit genügend gut ausgebildetem Personal können wir die immer grössere Anzahl der älter werdenden Menschen unterstützen. Zudem würde es mich freuen, wenn das Sozialzeitengagement weiterhin Anklang findet und sich Menschen für ihr Gegenüber einsetzen möchten. Es wird sich weisen, ob für Beides der Wille und Rückhalt in der Gesellschaft vorhanden ist.
1. Dirk Rohweder, Sie sind Stellenleiter der Regionalstelle Pro Senectute Rorschach & Unterrheintal. Können Sie uns die Regionalstelle kurz vorstellen.
Wir arbeiten mit 15 festangestellten Mitarbeitenden an der Regionalstelle. Die Region umfasst nebst der Stadt Rorschach noch 10 weitere Städte und Gemeinden in der näheren Umgebung. Nebst den festangestellten Personen arbeiteten im vergangenen Jahr rund 250 weitere Menschen im sogenannten Sozialzeitengagement und über 30 Freiwillige für die Pro Senectute. Ohne diesen grossartigen zivilgesellschaftlichen Einsatz wären die vielfältigen Angebote in dieser Anzahl und Qualität nicht umsetzbar. Wir leisten jährlich rund 2’000 Beratungsstunden und fast 38’000 Haushilfestunden in unserer Region.
2. Was sind die Hauptziele der Pro Senectute?
Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen bis ins höchste Alter als mitgestaltende und wertgeschätzte Mitglieder der Gesellschaft leben können. In unserem Leitbild sprechen wir zudem davon, den Schutz und die Achtung der Würde der älteren Bevölkerung zu gewährleisten.
Wir sehen uns demnach als Dienstleister, der sich in einer möglichst solidarischen Gesellschaft für Personen einsetzt, die Unterstützung benötigen. Das hört sich jetzt vielleicht abgehoben an und doch helfen uns diese Leitplanken im Alltag sehr, um unseren Kompass immer wieder zu justieren.
3. Welche Dienstleistungen bietet die Regionalstelle in Rorschach & Unterrheintal an?
Wir bieten in drei Fachbereichen Unterstützung für Seniorinnen und Senioren an:
Begegnung & Austausch
In diesem Fachbereich geht es grundsätzlich darum, ein stützendes Miteinander zu schaffen. Wir wissen, dass im Alter das Zusammenkommen sehr wichtig ist, deswegen sind wir bemüht, der Bevölkerung attraktive Angebote zu unterbreiten. In diesem Zusammenhang erwähne ich auch gerne das Begegnungscafé Negropont, das hier in Rorschach seit über 10 Jahren beheimatet ist. Hier gelingt es auf geniale Art und Weise, Menschen an einem Ort generationenübergreifend zusammen zu führen. Das Café ist mit diesem Konzept einzigartig in der Schweiz und wir sind mächtig stolz, dass es in Rorschach so gut funktioniert.
Hilfe & Betreuung
Hier unterstützen wir Menschen, die nicht in der Lage sind, ihren Haushalt allein zu führen. Dabei geht es in erster Linie um klassische Haushaltstätigkeiten, es kann aber auch angezeigt sein, dass wir diesen Personen Betreuung anbieten und/oder für die Angehörigen da sind.
Dieser Fachbereich ist übrigens der Einzige, der sich nicht ausschliesslich an die ältere Bevölkerung wendet. Es dürfen auch jüngere Personen anfragen. Wir klären vor Ort im jeweiligen Haushalt den Bedarf und entscheiden, ob wir im Rahmen der sog. Grundversorgung Unterstützung anbieten können.
Information & Beratung
Wir bieten kostenlose Informations- und Beratungsgespräche an. Wie man sich vorstellen kann, sind die an uns herangetragenen Anliegen häufig sehr unterschiedlich und vielfältig. Wir nehmen zuerst sämtliche Anliegen auf und besprechen mit dem Gegenüber, was wir zu leisten im Stande sind. Wir sehen uns als zentrale Beratungsstelle bei allen Fragen rund um die Bereiche Finanzen, Wohnen, Gesundheit und Rechtliches. In diesem Zusammenhang helfen wir auch bei den Abklärungen bzl. des Anspruchs auf Ergänzungsleistungen (EL).

4. Mit welchen Herausforderungen sind die älteren Menschen in unserer Region konfrontiert?
Zuerst möchte ich erwähnen, dass es dem ganz grossen Teil der älteren Bevölkerung in unserer Region gut geht. Vielen Menschen ist es vergönnt, bei immer länger anhaltender guter Gesundheit in finanziell gesicherten Verhältnissen und in einem intakten sozialen Umfeld älter zu werden.
Die Schweiz ist ein reiches Land und doch ist es immer wieder bedauerlich, dass es auch bei uns Altersarmut gibt. Es leben z.Zt. ca. 200’000 Menschen im Pensionsalter, die davon betroffen sind. Diese Personen haben ein Recht auf Ergänzungsleistungen, die ihre finanzielle Situation merklich verbessern würden. Aus unterschiedlichen Gründen beziehen sie diese aber nicht. Hier sehen wir eine grosse Herausforderung, die älteren Menschen gut zu informieren und zu befähigen, damit sie diesen Rechtsanspruch geltend machen können. Ergänzungsleistungen sind keine Almosen, es muss sich also keine Person schämen, diese zu beziehen.
5. Wie kann Pro Senectute helfen?
Es muss uns gelingen, die Direktbetroffenen zu ermutigen die Ergänzungsleistungen zu beantragen, respektive wir helfen ihnen konkret bei der Einreichung aller notwendigen Unterlagen. Wir wissen zudem, dass die Gruppe der Migrantinnen und Migranten, die in der Stadt Rorschach eine grössere Bevölkerungsgruppe ausmacht, häufig allein schon beim Verstehen der Antragsformulare grosse Schwierigkeiten hat. Hier braucht es im individuellen Fall wie auch übergeordnet eine gute Kommunikation, damit der Nichtbezug dieser gesetzlichen Leistung zurückgeht.
6. Welche Rolle spielen sozialzeitengagierte Personen in Ihrer Organisation und wie können sich Interessierte engagieren?
Diese Personengruppe spielt eine sehr grosse Rolle. Allein im Fachbereich Hilfe & Betreuung, wo es um die häusliche Unterstützung geht, waren im letzten Jahr 170 Personen im Einsatz. Dieses Engagement kann nicht hoch genug gewertet werden. Übrigens: Dieses Engagement wird mit einem Entgelt vergütet, wir sprechen deshalb vom Sozialzeitengagement und nicht von Freiwilligenarbeit. Ich selbst habe im März einen Einführungskurs für sozialzeitengagierte Personen geleitet und war wieder einmal überwältigt von dem hohen Einsatzwillen und der Kompetenz dieser Personen. Als Fachperson staune ich immer wieder mit wieviel Geschick, Einfühlungsvermögen aber auch mit welcher Fähigkeit zur Abgrenzung diese Mitarbeitenden agieren. Mir ist in diesem Zusammenhang auch wichtig zu betonen, dass wir grossen Wert auf Begleitung und Weiterbildung dieser Mitarbeitenden legen. Die sozialzeitengagierten Personen sollen sich sicher und gut aufgehoben fühlen in ihrem Tun. Bei Interesse an einer Mitarbeit kann man sich auf unserer Homepage über die regelmässig stattfindenden Informationsveranstaltungen informieren. Interessierte können sich aber auch gern direkt mit uns in Verbindung setzen.
7. Welche Pläne und Visionen haben Sie für die Zukunft der Regionalstelle in Rorschach?
Eine zielführende Vision zu haben und gute Pläne zu entwickeln sind in Anbetracht der sich entwickelnden Altersstruktur in unserem Einzugsgebiet unabdingbar. Der Anteil der über 80-jährigen Personen wird sich nach Schätzungen des Kantons vom Jahre 2022 bis 2045 mehr als verdoppeln.
Eingangs erwähnte ich, dass die Hauptziele der Pro Senectute sich um den Schutz und die Achtung der Würde der älteren Menschen drehen. Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass diese auch zukünftig gewahrt bleiben. Wir müssen anerkennen, dass aufgrund des demografischen Wandels und der immer knapper werdenden finanziellen Mittel innovative Lösungen gefragt sind. So wird es nicht allein die Aufgabe der Pro Senectute sein, Pläne und Visionen zu erarbeiten. Sehr gerne bringen wir aber unsere fachliche Expertise in anstehende Entwicklungsprozesse ein.
8. Was wünschen Sie sich für die Pro Senectute?
Ich wünsche mir, dass wir in den kommenden Jahren qualitativ hochstehende Angebote für Seniorinnen und Senioren anbieten können. Um das umzusetzen, benötigt es meines Erachtens eine bessere finanzielle Ausgestaltung der Institution, denn nur mit genügend gut ausgebildetem Personal können wir die immer grössere Anzahl der älter werdenden Menschen unterstützen. Zudem würde es mich freuen, wenn das Sozialzeitengagement weiterhin Anklang findet und sich Menschen für ihr Gegenüber einsetzen möchten. Es wird sich weisen, ob für Beides der Wille und Rückhalt in der Gesellschaft vorhanden ist.
Ergänzungsleistungen
Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das Einkommen die Lebenskosten nicht decken. Es besteht ein rechtlicher Anspruch darauf. Ergänzungsleistungen gehören zum sozialen Fundament unseres Staates. Zögern Sie nicht abzuklären, ob Sie einen Anspruch auf EL haben. Pro Senectute bietet kostenlose Beratungen an.
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