Patenschaft «mit mir» für Kinder aus Familien in ei­nem Engpass

Autor: Caritas
Das Angebot Patenschaft «mit mir» stellt armutsbetroffenen Kindern freiwillig tätige Patinnen und Paten zur Seite, die für sie da sind und sie auf einem Stück ihres Lebenswegs begleiten.

Kinder bedeuten auch in der Schweiz ein Armutsrisiko. Scheidung, Erwerbslosigkeit oder eine längere Krankheit bringen Familien rasch in einen Engpass. Jedes zehnte Kind ist von Armut betroffen. Immer weniger Kinder wachsen in traditionellen Familienstrukturen auf. Die Beziehungen zu Grosseltern, Tanten und andern Verwandten haben an Bedeutung verloren oder sind gar nicht vorhanden. Familiäre Bindungen sind nicht mehr selbstverständlich. Neue soziale Kontakte, die diesen Verlust auffangen, können oft aus zeitlichen, sprachlichen und finanziellen Gründen nicht wahrgenommen oder aufgebaut werden. Dies führt zunehmend zu einer Isolation der Familien. Vor allem Alleinerziehende, Eltern mit niedrigem Einkommen oder kinderreiche Familien sind oft überfordert, da sie neben den vielen täglich anfallenden Aufgaben noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Wenn die Kinder am Wochen-ende oder an freien Tagen zu Hause sind, haben Eltern kaum mehr die Kraft, mit ihnen etwas zu unter-nehmen und Ideen zu entwickeln, wie die Freizeit mit sehr wenig Geld sinnvoll gestaltet werden kann. Die Kinder leiden vielfach unter der belastenden Situation in der Familie, ohne mit jemandem darüber sprechen zu können, sind öfter krank als andere Kinder oder verhaltensauffällig.

Das Angebot Patenschaft „mit mir“

Im Vordergrund steht die soziale Integration von armutsbetroffenen Kindern. In schwierigen Familiensi­tuationen fehlt es Kindern oft an Aufmerksamkeit und Unterstützung durch die Eltern, die Freizeit ist oft sehr eintönig. Hier setzt das Angebot Patenschaft «mit mir» an. Das Angebot bringt Kinder zwischen drei und zwölf Jahren mit freiwillig tätigen Patinnen und Paten zusammen, die einen Teil ihrer Freizeit mit ihnen verbringen, zuhören und für sie da sind. Kinder lernen neue Welten kennen, entdecken ihre eigenen Fähigkeiten und gewinnen an Selbstvertrauen. Eltern erfahren eine konkrete Entlastung, schwierige Familiensituationen können sich – wenigstens teilweise – entspannen. Statt Geld zu spenden, schenken Freiwillige Kindern aus belasteten Familien ihre freie Zeit. Diese wird für kreative, konsumarme Freizeitgestaltung genutzt. Miteinander reden ist hier wichtiger als ein Kino­besuch, gemeinsames Kochen oder Backen lustvoller als der Einkauf von Fertiggerichten. Das Bezie­hungsnetz der Kinder wird zudem durch eine Person erweitert, die andere Verhaltensmuster und Werte mitbringt. Der Wissenshorizont und die sozialen Kompetenzen der Kinder werden vergrössert. Die Frei­willigen sollten bereit sein für ein längerfristiges Engagement. Angestrebt werden dauerhafte, verlässli­che Beziehungen, die den Kindern Vertrauen und Sicherheit geben. Für die Eltern braucht es Mut, sich auf eine fremde Patin oder einen Paten einzulassen und für die Freiwilligen ist Toleranz und Offenheit unabdingbar.

Unsere Ziele

  • Dank einer nachhaltigen, ganzheitlichen Förderung entwickeln sich die Kinder positiv
  • Kinder aus belasteten Familien erleben eine unbeschwerte Freizeit
  • Es findet eine Erweiterung des Wissens- und Erlebnishorizontes bei Kindern, wie auch beteiligten Freiwilligen statt
  • Einer möglichen familiären Isolation wird entgegengewirkt
  • Das Kind gewinnt eine verlässliche Vertrauensperson
  • Die Eltern werden entlastet


Die Aufgaben von Caritas

In Einzelgesprächen werden die Motivation, Wünsche und Erwartungen der Familien, ihrer Kinder und der Freiwilligen sorgfältig abgeklärt. Das Wohl des Kindes und der Schutz seiner Integrität steht beim Angebot Patenschaft «mit mir» im Zentrum. Das erste Zusammentreffen der Freiwilligen mit der Familie und dem Kind wird durch die Mitarbeiterin von Caritas begleitet. Für den Erfolg von «mit mir» ist eine enge, professionelle Begleitung der Freiwilligen Voraussetzung. Deshalb werden die freiwilligen Patin­nen und Paten nicht nur in Einzelgesprächen sorgfältig ausgesucht, sondern über die Dauer ihres En­gagements auch begleitet und gecoacht. Dazu gehören Einführungsgespräche, Standortbestimmungen und Weiterbildungen zu Themen wie Kindesschutz, «Schwierige Erziehungsformen», «Grenzen set­zen» oder «Folgen der Armut». Gotten und Göttis nutzen auch die Möglichkeit, sich in Erfahrungs- und Intervisionstreffen mit einer Fachperson auszutauschen. Diese enge Begleitung trägt wesentlich dazu bei, dass Probleme rasch erkannt und angegangen werden können.

Erfahrungen mit dem Projekt

Die Erfahrungen zeigen, dass bei den meisten Patenschaften emotionale Bindungen entstanden sind. Die Kinder freuen sich jedes Mal auf die Treffen mit ihrer „Gotte“ oder ihrem „Götti“. Sie lernen andere Lebensformen und Verhaltensweisen kennen, geniessen die kleinen Ausflüge oder die Zeit zum Plau­dern und Spielen. Die Eltern erfahren durch die Patenschaft Entlastung. Die Freiwilligen interessieren sich für das Leben und die Entwicklung ihrer Patenkinder und fördern diese, wo es möglich ist.

Die Nachfrage nach Patinnen und Paten für armutsbetroffene Kinder ist gross. Ein Teil der Familien lebt nicht nur in einer finanziell sehr angespannten Situation, sondern ist darüber hinaus noch anderen gra­vierenden Belastungen ausgesetzt. Zum Teil werden sie durch Sozialämter oder andere Beratungs- und Fachstellen auf das Angebot aufmerksam gemacht. Es gibt aber auch immer mehr Eltern, die über die Medien oder andere Kanäle vom Angebot der Patenschaft gehört haben und sich selber melden. Die grösste Elterngruppe sind alleinerziehende Mütter. Das Angebot ist attraktiv für ein soziales Engage­ment. Der Kontakt mit den Kindern ist in den meisten Fällen eine grosse Bereicherung und die Freiwil­ligen erhalten darüber hinaus Einblick in ein anderes Familiensystem. Kinder und Freiwillige entdecken miteinander neue Welten. Ein ausführliches Gespräch vor der Vermittlung dient der Klärung von Eig­nung und Interessen der Freiwilligen. Eine hohe persönliche Integrität ist zentral für den Einsatz, des­halb wird auch ein Strafregisterauszug verlangt.

Eine sorgfältige Abklärung, Vermittlung und Begleitung der Patenschaft durch eine qualifizierte Mitar­beiterin von Caritas sind für unser Projekt unabdingbar. Eine Spesenpauschale von Fr. 20.— (für ein Kind), respektive Fr. 30.— (für zwei Kinder) pro Treffen, um anfallende Kosten (Busbillette, Bastelma­terial, Eintritte etc.) zu decken, kann auf Wunsch in Anspruch genommen werden.

Haben Sie noch Fragen?

Für allgemeine Informationen und Anfragen wenden Sie sich an:

Patenschaft «mit mir», Jeannette Kocherhans, St. Gallerstrasse 16, 7320 Sargans

j.kocherhans@caritas-stgallen.ch oder 079 531 49 82

Kinder bedeuten auch in der Schweiz ein Armutsrisiko. Scheidung, Erwerbslosigkeit oder eine längere Krankheit bringen Familien rasch in einen Engpass. Jedes zehnte Kind ist von Armut betroffen. Immer weniger Kinder wachsen in traditionellen Familienstrukturen auf. Die Beziehungen zu Grosseltern, Tanten und andern Verwandten haben an Bedeutung verloren oder sind gar nicht vorhanden. Familiäre Bindungen sind nicht mehr selbstverständlich. Neue soziale Kontakte, die diesen Verlust auffangen, können oft aus zeitlichen, sprachlichen und finanziellen Gründen nicht wahrgenommen oder aufgebaut werden. Dies führt zunehmend zu einer Isolation der Familien. Vor allem Alleinerziehende, Eltern mit niedrigem Einkommen oder kinderreiche Familien sind oft überfordert, da sie neben den vielen täglich anfallenden Aufgaben noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Wenn die Kinder am Wochen-ende oder an freien Tagen zu Hause sind, haben Eltern kaum mehr die Kraft, mit ihnen etwas zu unter-nehmen und Ideen zu entwickeln, wie die Freizeit mit sehr wenig Geld sinnvoll gestaltet werden kann. Die Kinder leiden vielfach unter der belastenden Situation in der Familie, ohne mit jemandem darüber sprechen zu können, sind öfter krank als andere Kinder oder verhaltensauffällig.

Das Angebot Patenschaft „mit mir“

Im Vordergrund steht die soziale Integration von armutsbetroffenen Kindern. In schwierigen Familiensi­tuationen fehlt es Kindern oft an Aufmerksamkeit und Unterstützung durch die Eltern, die Freizeit ist oft sehr eintönig. Hier setzt das Angebot Patenschaft «mit mir» an. Das Angebot bringt Kinder zwischen drei und zwölf Jahren mit freiwillig tätigen Patinnen und Paten zusammen, die einen Teil ihrer Freizeit mit ihnen verbringen, zuhören und für sie da sind. Kinder lernen neue Welten kennen, entdecken ihre eigenen Fähigkeiten und gewinnen an Selbstvertrauen. Eltern erfahren eine konkrete Entlastung, schwierige Familiensituationen können sich – wenigstens teilweise – entspannen. Statt Geld zu spenden, schenken Freiwillige Kindern aus belasteten Familien ihre freie Zeit. Diese wird für kreative, konsumarme Freizeitgestaltung genutzt. Miteinander reden ist hier wichtiger als ein Kino­besuch, gemeinsames Kochen oder Backen lustvoller als der Einkauf von Fertiggerichten. Das Bezie­hungsnetz der Kinder wird zudem durch eine Person erweitert, die andere Verhaltensmuster und Werte mitbringt. Der Wissenshorizont und die sozialen Kompetenzen der Kinder werden vergrössert. Die Frei­willigen sollten bereit sein für ein längerfristiges Engagement. Angestrebt werden dauerhafte, verlässli­che Beziehungen, die den Kindern Vertrauen und Sicherheit geben. Für die Eltern braucht es Mut, sich auf eine fremde Patin oder einen Paten einzulassen und für die Freiwilligen ist Toleranz und Offenheit unabdingbar.

Unsere Ziele

  • Dank einer nachhaltigen, ganzheitlichen Förderung entwickeln sich die Kinder positiv
  • Kinder aus belasteten Familien erleben eine unbeschwerte Freizeit
  • Es findet eine Erweiterung des Wissens- und Erlebnishorizontes bei Kindern, wie auch beteiligten Freiwilligen statt
  • Einer möglichen familiären Isolation wird entgegengewirkt
  • Das Kind gewinnt eine verlässliche Vertrauensperson
  • Die Eltern werden entlastet


Die Aufgaben von Caritas

In Einzelgesprächen werden die Motivation, Wünsche und Erwartungen der Familien, ihrer Kinder und der Freiwilligen sorgfältig abgeklärt. Das Wohl des Kindes und der Schutz seiner Integrität steht beim Angebot Patenschaft «mit mir» im Zentrum. Das erste Zusammentreffen der Freiwilligen mit der Familie und dem Kind wird durch die Mitarbeiterin von Caritas begleitet. Für den Erfolg von «mit mir» ist eine enge, professionelle Begleitung der Freiwilligen Voraussetzung. Deshalb werden die freiwilligen Patin­nen und Paten nicht nur in Einzelgesprächen sorgfältig ausgesucht, sondern über die Dauer ihres En­gagements auch begleitet und gecoacht. Dazu gehören Einführungsgespräche, Standortbestimmungen und Weiterbildungen zu Themen wie Kindesschutz, «Schwierige Erziehungsformen», «Grenzen set­zen» oder «Folgen der Armut». Gotten und Göttis nutzen auch die Möglichkeit, sich in Erfahrungs- und Intervisionstreffen mit einer Fachperson auszutauschen. Diese enge Begleitung trägt wesentlich dazu bei, dass Probleme rasch erkannt und angegangen werden können.

Erfahrungen mit dem Projekt

Die Erfahrungen zeigen, dass bei den meisten Patenschaften emotionale Bindungen entstanden sind. Die Kinder freuen sich jedes Mal auf die Treffen mit ihrer „Gotte“ oder ihrem „Götti“. Sie lernen andere Lebensformen und Verhaltensweisen kennen, geniessen die kleinen Ausflüge oder die Zeit zum Plau­dern und Spielen. Die Eltern erfahren durch die Patenschaft Entlastung. Die Freiwilligen interessieren sich für das Leben und die Entwicklung ihrer Patenkinder und fördern diese, wo es möglich ist.

Die Nachfrage nach Patinnen und Paten für armutsbetroffene Kinder ist gross. Ein Teil der Familien lebt nicht nur in einer finanziell sehr angespannten Situation, sondern ist darüber hinaus noch anderen gra­vierenden Belastungen ausgesetzt. Zum Teil werden sie durch Sozialämter oder andere Beratungs- und Fachstellen auf das Angebot aufmerksam gemacht. Es gibt aber auch immer mehr Eltern, die über die Medien oder andere Kanäle vom Angebot der Patenschaft gehört haben und sich selber melden. Die grösste Elterngruppe sind alleinerziehende Mütter. Das Angebot ist attraktiv für ein soziales Engage­ment. Der Kontakt mit den Kindern ist in den meisten Fällen eine grosse Bereicherung und die Freiwil­ligen erhalten darüber hinaus Einblick in ein anderes Familiensystem. Kinder und Freiwillige entdecken miteinander neue Welten. Ein ausführliches Gespräch vor der Vermittlung dient der Klärung von Eig­nung und Interessen der Freiwilligen. Eine hohe persönliche Integrität ist zentral für den Einsatz, des­halb wird auch ein Strafregisterauszug verlangt.

Eine sorgfältige Abklärung, Vermittlung und Begleitung der Patenschaft durch eine qualifizierte Mitar­beiterin von Caritas sind für unser Projekt unabdingbar. Eine Spesenpauschale von Fr. 20.— (für ein Kind), respektive Fr. 30.— (für zwei Kinder) pro Treffen, um anfallende Kosten (Busbillette, Bastelma­terial, Eintritte etc.) zu decken, kann auf Wunsch in Anspruch genommen werden.

Haben Sie noch Fragen?

Für allgemeine Informationen und Anfragen wenden Sie sich an:

Patenschaft «mit mir», Jeannette Kocherhans, St. Gallerstrasse 16, 7320 Sargans

j.kocherhans@caritas-stgallen.ch oder 079 531 49 82

Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Um diese Web-App zum Home-Bildschirm hinzuzufügen.
Tippen Sie auf und dann Zum Home-Bildschirm.