Die provisorische «Stadtbadi» steht bereit
Bild: Kein vollwertiger Ersatz für die Badhütte, aber doch mit Charme: die provisorische „Stadtbadi“ beim Idyll-Bunker.
Umkleidewagen beim «Idyll»-Bunker
Es ist nun gut ein halbes Jahr vergangen, seit sie in der tragischen Nacht vom 22. auf den 23. Dezember 2024 niedergebrannt ist. Der erste Sommer ohne sie hat begonnen. Die Badhütte fehlt. Am meisten jenen, für die der tägliche Schwumm im See ab Saisonstart zur Tagesroutine gehörte. Für alle Badhüttengängerinnen und Badhüttengänger gibt es nun einen kleinen Trost: Beim «Idyll»-Bunker, in unmittelbarer Nähe zur Badhütte, steht nun eine provisorische «Stadtbadi» bereit.
Ein Ort für Begegnungen
Initiiert hat das Angebot eine Gruppe engagierter Rorschacherinnen und Rorschacher. Der Wunsch nach einer Übergangslösung, bis die Badhütte wieder aufgebaut ist, kam bei deren Stammgästen schnell auf, nachdem der erste Schock nach dem Brand verdaut war. Der Rorschacher Stadtrat sprach sich zunächst aber gegen ein Provisorium aus, auch aus Kostengründen.
Doch die Initiantinnen und Initianten liessen nicht locker – und bekamen dafür viel Zuspruch aus der Bevölkerung. Nach Diskussionen am Stadtapéro, mehreren Gesprächen, wieder verworfenen Ideen und Skizzen stand schliesslich ein so simples wie schönes Projekt: Der «Stadtlabor»-Anhängerwagen, der sonst eigentlich für die Rorschacher Quartierkoordination und Schulen im Einsatz ist, wurde ans Seeufer zum Bunker vor dem «Idyll» gefahren. Mit tatkräftiger Unterstützung der Werkhofmitarbeiter haben ihn die Initiantinnen und Initianten zu einem provisorischen Umkleidegebäude umfunktioniert.
Der Ort ist für die Initianten ideal; direkt am Wasser, nahe am Stadtzentrum und gut erreichbar für alle. Und: Es ist ein Ort, den man aus Sicht der Gruppe auch unabhängig von der Badhütten-Tragödie besser für die Bevölkerung nutzen könnte. Wie diese das nun tun wird, wird sich zeigen. «Die Stadtbadi ist ein Experiment.» Dabei geht es nicht nur ums Schwimmen im See an sich. Die Badhütte war ein Treffpunkt auf dem Wasser, für Einheimische, Gäste und Heimweh-Rorschacher. Die Gruppe wünscht sich, dass solche Begegnungen diesen Sommer nun auch in der neuen Stadtbadi möglich sind.
Unkompliziert und kostenlos
Die Initianten betonen, dass der Umkleidewagen kein eigentlicher Ersatz für die Badhütte darstellen soll. Es gibt keine Toiletten, kein Gastronomie-Angebot, keine Duschen, keine Liegen. Der Wagen soll allen, die nahe der Innenstadt schnell und unkompliziert in den See möchten, diese Möglichkeit bieten. Die Benutzung ist kostenlos. Die Initiantinnen und Initianten sind für das Öffnen und Schliessen (siehe Kasten anbei) und die Sauberkeit im Wagen verantwortlich. Wie die Rorschacherinnen und Rorschacher die neue Stadtbadi nutzen, ob und in welcher Form es sie im nächsten Sommer wieder geben wird, ist offen. «Wir sind sehr gespannt, was daraus wird.» Bis die Badehütte wieder aufgebaut sein wird, wird wohl noch mehr als ein Sommer vergehen. So lange bleibt die provisorische Stadtbadi ein starkes Zeichen: Rorschach holt sich einen Badeplatz am Ufer zurück. Der Umkleidewagen beim Bunker bietet nicht nur eine pragmatische Lösung, sondern auch Symbolkraft: Er zeigt, dass aus Verlust Solidarität wächst – und dass aus Zuversicht am Seeufer etwas Neues entstehen kann.
Es ist nun gut ein halbes Jahr vergangen, seit sie in der tragischen Nacht vom 22. auf den 23. Dezember 2024 niedergebrannt ist. Der erste Sommer ohne sie hat begonnen. Die Badhütte fehlt. Am meisten jenen, für die der tägliche Schwumm im See ab Saisonstart zur Tagesroutine gehörte. Für alle Badhüttengängerinnen und Badhüttengänger gibt es nun einen kleinen Trost: Beim «Idyll»-Bunker, in unmittelbarer Nähe zur Badhütte, steht nun eine provisorische «Stadtbadi» bereit.
Ein Ort für Begegnungen
Initiiert hat das Angebot eine Gruppe engagierter Rorschacherinnen und Rorschacher. Der Wunsch nach einer Übergangslösung, bis die Badhütte wieder aufgebaut ist, kam bei deren Stammgästen schnell auf, nachdem der erste Schock nach dem Brand verdaut war. Der Rorschacher Stadtrat sprach sich zunächst aber gegen ein Provisorium aus, auch aus Kostengründen.
Doch die Initiantinnen und Initianten liessen nicht locker – und bekamen dafür viel Zuspruch aus der Bevölkerung. Nach Diskussionen am Stadtapéro, mehreren Gesprächen, wieder verworfenen Ideen und Skizzen stand schliesslich ein so simples wie schönes Projekt: Der «Stadtlabor»-Anhängerwagen, der sonst eigentlich für die Rorschacher Quartierkoordination und Schulen im Einsatz ist, wurde ans Seeufer zum Bunker vor dem «Idyll» gefahren. Mit tatkräftiger Unterstützung der Werkhofmitarbeiter haben ihn die Initiantinnen und Initianten zu einem provisorischen Umkleidegebäude umfunktioniert.
Der Ort ist für die Initianten ideal; direkt am Wasser, nahe am Stadtzentrum und gut erreichbar für alle. Und: Es ist ein Ort, den man aus Sicht der Gruppe auch unabhängig von der Badhütten-Tragödie besser für die Bevölkerung nutzen könnte. Wie diese das nun tun wird, wird sich zeigen. «Die Stadtbadi ist ein Experiment.» Dabei geht es nicht nur ums Schwimmen im See an sich. Die Badhütte war ein Treffpunkt auf dem Wasser, für Einheimische, Gäste und Heimweh-Rorschacher. Die Gruppe wünscht sich, dass solche Begegnungen diesen Sommer nun auch in der neuen Stadtbadi möglich sind.
Unkompliziert und kostenlos
Die Initianten betonen, dass der Umkleidewagen kein eigentlicher Ersatz für die Badhütte darstellen soll. Es gibt keine Toiletten, kein Gastronomie-Angebot, keine Duschen, keine Liegen. Der Wagen soll allen, die nahe der Innenstadt schnell und unkompliziert in den See möchten, diese Möglichkeit bieten. Die Benutzung ist kostenlos. Die Initiantinnen und Initianten sind für das Öffnen und Schliessen (siehe Kasten anbei) und die Sauberkeit im Wagen verantwortlich. Wie die Rorschacherinnen und Rorschacher die neue Stadtbadi nutzen, ob und in welcher Form es sie im nächsten Sommer wieder geben wird, ist offen. «Wir sind sehr gespannt, was daraus wird.» Bis die Badehütte wieder aufgebaut sein wird, wird wohl noch mehr als ein Sommer vergehen. So lange bleibt die provisorische Stadtbadi ein starkes Zeichen: Rorschach holt sich einen Badeplatz am Ufer zurück. Der Umkleidewagen beim Bunker bietet nicht nur eine pragmatische Lösung, sondern auch Symbolkraft: Er zeigt, dass aus Verlust Solidarität wächst – und dass aus Zuversicht am Seeufer etwas Neues entstehen kann.

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