Kombinierte Problemstellungen frühzeitig erkennen können

Bild: Im Gebäude an der Kirchstrasse 8 erhält Hilfe, wer sich in einer finanziellen Notlage befindet.
In Kürze
Wer in der Schweiz in eine Notlage gerät, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung sowie auf die notwendigen finanziellen Mittel für ein menschenwürdiges Dasein. Der Bereich Soziales und Gesellschaft der Stadt Rorschach, dem Ralph Scherrer seit sechs Jahren vorsteht, deckt diesen Auftrag mit drei Abteilungen ab: dem Sozialamt, der Jugend- und Familienbegleitung und der Fachstelle Gesellschaft. Im Zentrum steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Das bedingt eine kooperative Zusammenarbeit, Engagement im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und die Bereitschaft, etwas zu verändern.
Autor: Res Lerch
Ralph Scherrer leitet seit sechs Jahren den Bereich Soziales und Gesellschaft der Stadt Rorschach. Es ist ihm ein grosses Anliegen, die persönlichen Probleme der Hilfesuchenden an der Wurzel anzupacken und nicht einfach die Symptome zu bekämpfen, indem einzig Sozialhilfe ausbezahlt wird.

In der Schweizer Bundesverfassung steht in Art. 12 unter dem Titel «Recht auf Hilfe in Notlagen»: “Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.” Das ist eine von vielen Grundlagen, mit denen sich Ralph Scherrer als Bereichsleiter Soziales und Gesellschaft der Stadt Rorschach mit seinem Team im Alltag auseinanderzusetzen hat. Grund genug, einmal hinzuschauen, was in diesem Bereich so alles abgeht und wie man fast in Sisyphus-Arbeit versucht, gegen alte Klischees rund um die Sozialhilfe vorzugehen.

Breite Vernetzung

Ralph Scherrer strebt in seinem Bereich eine möglichst breite Gesamtsicht an und arbeitet deshalb in vielen Abteilungen mit, um eben die Basis für diese angestrebte Vernetzung zu erhalten. In seiner Rolle versucht er, einen ganzheitlichen Blick auf die soziale und gesellschaftliche Thematik einzunehmen. Dazu gehört insbesondere auch das neuste Angebot der Jugend- und Familienbegleitung, aber auch grundsätzlich die Einbettung in die verschiedenen Institutionen in der Stadt Rorschach. So ist er sowohl in den Aufsichtskommissionen des Tageshortes und der Fachstelle Jugend, Familie, Schule vertreten als auch im Vorstand der Regionalen Vermittlungsstelle für Tagesfamilien. Problemstellungen ergeben sich in aller Regel nicht über Nacht, sondern sind Ergebnis eines Prozesses, der irgendwann beginnt. Ralph Scherrer ist überzeugt: Je näher man an diesem «Irgendwann» dran ist, desto früher können zielgerichtete Hilfestellungen ins Auge gefasst werden. Und je breiter man vernetzt ist, desto früher wird man auf sich abzeichnende Problemsituationen aufmerksam.

Ralph Scherrer ist 45 Jahre alt, in Goldach aufgewachsen und hat seine Verwaltungslehre auf der Gemeindeverwaltung Rorschacherberg absolviert. Nach mehrjähriger Tätigkeit bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen nahm er im April 2018 seine Stelle in dem damals noch «Soziale Dienste» genannten Bereich in Rorschach auf. Daraus ist in der Zwischenzeit der Bereich «Soziales und Gesellschaft» entstanden, der aktuell zusammen mit der Fachstelle Gesellschaft, dem Sozialamt und mit der neuen Jugend- und Familienbegleitung das abdeckt, was die Schweizer Bundesverfassung für Menschen in Notlagen vorsieht. Es gibt in Rorschach also drei Abteilungen, die sich damit im Alltag befassen. «Die Fachstelle Gesellschaft» an der Feldmühlestrasse 26 ist eine bewusst niederschwellige Anlaufstelle, die unter anderem aufsuchen kann, wer bei sich selbst bemerkt, dass das eigene Leben aus den Fugen zu geraten droht. «Dieser Ansatz ist enorm wichtig, um einerseits die bereits vorhandene Problemlast zu reduzieren und andererseits ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, noch bevor die klassische Sozialhilfe überhaupt ein Thema wird. Diese prozesshafte Arbeit hat auch grosse Vorteile in der ganzen Prävention, wenn es darum geht, Menschen in Not oder besser vor der Not beizustehen», sagt Ralph Scherrer.

Offen für alle

Und noch etwas ist Ralph Scherrer wichtig. Der Bereich Soziales und Gesellschaft ist für alle da. Nicht nur für jene, die aus welchen Gründen auch immer in eine Notsituation geraten. Sondern eben auch für jene, die vielleicht nur einen Tipp brauchen oder sich mit einem bürokratischen Hindernis konfrontiert sehen. Probleme können sehr facettenreich sein, aber nicht alle führen zwangsläufig in die Sozialhilfe. Im Zentrum der Aufgaben des Bereichs Soziales und Gesellschaft steht die Hilfe zur Selbsthilfe. «Je früher wir am Ball sind, desto grösser ist die Chance, dass unser Angebot etwas bewirkt. Wir haben den nötigen Spielraum und einen enormen Erfahrungsschatz im Team, um adäquat und zielführend mitzuwirken. Im Gegenzug erwarten wir eine kooperative Zusammenarbeit, Engagement im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und die Bereitschaft, etwas zu verändern», sagt Ralph Scherrer abschliessend. Die einzelnen Abteilungen des Bereichs Soziales und Gesellschaft werden zu einem späteren Zeitpunkt hier in der Rorschacher Stadtinfo vorgestellt.

In der Schweizer Bundesverfassung steht in Art. 12 unter dem Titel «Recht auf Hilfe in Notlagen»: “Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.” Das ist eine von vielen Grundlagen, mit denen sich Ralph Scherrer als Bereichsleiter Soziales und Gesellschaft der Stadt Rorschach mit seinem Team im Alltag auseinanderzusetzen hat. Grund genug, einmal hinzuschauen, was in diesem Bereich so alles abgeht und wie man fast in Sisyphus-Arbeit versucht, gegen alte Klischees rund um die Sozialhilfe vorzugehen.

Breite Vernetzung

Ralph Scherrer strebt in seinem Bereich eine möglichst breite Gesamtsicht an und arbeitet deshalb in vielen Abteilungen mit, um eben die Basis für diese angestrebte Vernetzung zu erhalten. In seiner Rolle versucht er, einen ganzheitlichen Blick auf die soziale und gesellschaftliche Thematik einzunehmen. Dazu gehört insbesondere auch das neuste Angebot der Jugend- und Familienbegleitung, aber auch grundsätzlich die Einbettung in die verschiedenen Institutionen in der Stadt Rorschach. So ist er sowohl in den Aufsichtskommissionen des Tageshortes und der Fachstelle Jugend, Familie, Schule vertreten als auch im Vorstand der Regionalen Vermittlungsstelle für Tagesfamilien. Problemstellungen ergeben sich in aller Regel nicht über Nacht, sondern sind Ergebnis eines Prozesses, der irgendwann beginnt. Ralph Scherrer ist überzeugt: Je näher man an diesem «Irgendwann» dran ist, desto früher können zielgerichtete Hilfestellungen ins Auge gefasst werden. Und je breiter man vernetzt ist, desto früher wird man auf sich abzeichnende Problemsituationen aufmerksam.

Ralph Scherrer ist 45 Jahre alt, in Goldach aufgewachsen und hat seine Verwaltungslehre auf der Gemeindeverwaltung Rorschacherberg absolviert. Nach mehrjähriger Tätigkeit bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen nahm er im April 2018 seine Stelle in dem damals noch «Soziale Dienste» genannten Bereich in Rorschach auf. Daraus ist in der Zwischenzeit der Bereich «Soziales und Gesellschaft» entstanden, der aktuell zusammen mit der Fachstelle Gesellschaft, dem Sozialamt und mit der neuen Jugend- und Familienbegleitung das abdeckt, was die Schweizer Bundesverfassung für Menschen in Notlagen vorsieht. Es gibt in Rorschach also drei Abteilungen, die sich damit im Alltag befassen. «Die Fachstelle Gesellschaft» an der Feldmühlestrasse 26 ist eine bewusst niederschwellige Anlaufstelle, die unter anderem aufsuchen kann, wer bei sich selbst bemerkt, dass das eigene Leben aus den Fugen zu geraten droht. «Dieser Ansatz ist enorm wichtig, um einerseits die bereits vorhandene Problemlast zu reduzieren und andererseits ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, noch bevor die klassische Sozialhilfe überhaupt ein Thema wird. Diese prozesshafte Arbeit hat auch grosse Vorteile in der ganzen Prävention, wenn es darum geht, Menschen in Not oder besser vor der Not beizustehen», sagt Ralph Scherrer.

Offen für alle

Und noch etwas ist Ralph Scherrer wichtig. Der Bereich Soziales und Gesellschaft ist für alle da. Nicht nur für jene, die aus welchen Gründen auch immer in eine Notsituation geraten. Sondern eben auch für jene, die vielleicht nur einen Tipp brauchen oder sich mit einem bürokratischen Hindernis konfrontiert sehen. Probleme können sehr facettenreich sein, aber nicht alle führen zwangsläufig in die Sozialhilfe. Im Zentrum der Aufgaben des Bereichs Soziales und Gesellschaft steht die Hilfe zur Selbsthilfe. «Je früher wir am Ball sind, desto grösser ist die Chance, dass unser Angebot etwas bewirkt. Wir haben den nötigen Spielraum und einen enormen Erfahrungsschatz im Team, um adäquat und zielführend mitzuwirken. Im Gegenzug erwarten wir eine kooperative Zusammenarbeit, Engagement im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und die Bereitschaft, etwas zu verändern», sagt Ralph Scherrer abschliessend. Die einzelnen Abteilungen des Bereichs Soziales und Gesellschaft werden zu einem späteren Zeitpunkt hier in der Rorschacher Stadtinfo vorgestellt.

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