Strandbadprojekt: Wäre an dieser Lage eine Wohnnutzung nicht die bessere Lösung?

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Wohnen in Seenähe ist beliebt. Das zeigen die Projekte in Horn und in Rorschacherberg. Wäre es nicht besser, die Grünzone am See in eine Wohnzone umzuteilen und zu überbauen? Damit liessen sich gute Steuerzahler ansiedeln.

Antwort

Eine Verlegung des Strandbades zur Nutzung des heutigen Standortes für eine private Wohnüberbauung hat in der öffentlichen Mitwirkung kaum Zustimmung erfahren. Die Einzonung der heutigen Grünzone in eine Wohnzone liesse sich – wenn überhaupt – einzig im Zuge der laufenden Gesamtrevision der Ortsplanung realisieren und ist mit grossen Unsicherheiten behaftet (Referendumsverfahren, Rechtsmittelverfahren). Es würde viele Jahre dauern, bis eine Planungssicherheit bestünde. Ohne diese Planungssicherheit wird kein Investor bereit sein, Vorinvestitionen zu leisten, beispielsweise in eine Verlegung des Strandbades. Ein Verzicht auf Investitionen ins Strandbad am bestehenden Standort hätte also zur Folge, dass über viele Jahre keine Schwimmbecken mehr zur Verfügung stünden. Selbst wenn sich eine private Wohnnutzung am heutigen Standort des Strandbades in der Gesamtrevision der Ortsplanung als beste und mehrheitsfähige Lösung für Rorschach ergeben sollte, würden bei der aktuellen Ausgangslage erfahrungsgemäss mindestens 15 Jahre vergehen, bis ein baureifes Projekt vorliegt (die Planung für das Feldmühleareal mit raumplanerisch einfacherer Ausgangslage dauert schon über acht Jahre). Die mit diesem Gutachten beantragten Sanierungsmassnahmen sollen auf 25 Jahre abgeschrieben werden.
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3 Antworten

  1. Hansruedi Bänziger:
    Diese Rechtsunsicherheit ist wie ein grosses Damoklesschwert.
    Die vorgeschlagene Sanierung macht Sinn, da sie in 25 Jahren abgeschrieben ist.
    Die Ortsplanung könnte an der Idee weiterarbeiten, ohne Zeitdruck. Denn selbst die 15 Jahre sind sehr sportlich!
    Und wir hätten für weitere 25 Jahre eine schöne und attraktive Badi.

    1. Aktuell liegt der Rekurs beim kantonalen Baudepartement. Sobald sich diesbezüglich etwas Neues ergibt, wird der Stadtrat darüber berichten.

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