Handlungsbedarf der Stadt zur Silvesterböllerei

Was mich bewegt

Die Belastung vor und an Sylvester durch überbordende Knallerei hat jegliche erträgliche Grenzen überschritten. Für ältere Menschen, Kleinkinder, Hunde, Katzen und Vögel ist es inzwischen bereits 2 Mal im Jahr eine Tortur. Meine betagte Mutter ist schon vor Sylvester aufgrund nächtlicher Böllerei mitten in der Nacht extrem verschreckt worden, unser Hund hechelt die halbe Nacht im Keller, unser Garten ist von Raketenmüll übersäht und heute Morgen kamen die Vögel nicht zu ihren Winterfutter-Häuschen und noch vieles mehr. Es besteht ein dringender Handlungsbedarf. Dabei sind nicht die professionellen Feuerwerke an disponierten Orten das Problem, sondern die zahlreichen, billigen Feuerwerke und Böller, welche gar in den Ohren schmerzen. Insbesondere, wenn gleichzeitig zusätzlich Autoposer unterwegs sind, ist es in der Stadt Rorschach unaushaltbar.

Die Gemeinden haben das Recht diesbezüglich Regelungen zu erlassen. Meine Frage:

1. Ist das Problem im Stadtrat bekannt.
2. Werden Massnahmen ergriffen um die Bevölkerung, die Tierwelt und die Natur zu schützen?

Antwort

Selbstverständlich ist dem Stadtrat bekannt, dass jeweils an Silvester und an der Bundesfeier viele private Feuerwerke gezündet werden. Auch bekannt ist, dass davon viele Abfälle liegen bleiben, insbesondere auch auf öffentlichem Grund. Für den Werkhof ist das jeweils mit viel Aufwand verbunden. Das Abbrennen von Feuerwerk ist im Reglement über Ruhe, Ordnung und Sicherheit geregelt. Das Abbrennen bedarf danach einer Bewilligung. Keine Bewilligungspflicht gilt einzig in der Nacht von Silvester auf Neujahr sowie am 31. Juli und am 1. August. Die Stadt erteilt grundsätzlich keine Bewilligungen für private Feuerwerke. Hingegen ist aktuell keine Reglementsänderung geplant. Einerseits wäre es kaum möglich, ein einzig auf Rorschach beschränktes Feuerwerksverbot durchzusetzen, solange Feuerwerke ganz legal in den Läden gekauft werden können. Bei einem offiziellen Verbot bestünde aber seitens der Bevölkerung wohl diese Erwartung. Andererseits steht schon bald die Abstimmung über die eidg. Initiative für ein schweizweites Feuerwerksverbot an. Dann wird sich zeigen, ob eine Mehrheit der Bevölkerung Feuerwerke verbieten möchte. Der Nationalrat strebt dazu einen indirekten Gegenvorschlag an, welcher die lauten Böller verbieten will. Dieses Verbot würde dann in Kraft treten, wenn die Initiative abgelehnt würde.
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