Wiederaufbau der Badhütte: Das Projekt kommt voran

Bild: Wie das Original: Die Pläne für den Wiederaufbau der Badhütte sind bis ins Detail rekonstruiert.
In Kürze
Der Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte ist planerisch auf gutem Weg. Das Baugesuch ist eingereicht, bis Ende 2026 soll die Baubewilligung vorliegen. Da auch die Betonkonstruktion ersetzt werden muss, wird der verbliebene Eingangsbereich der alten Badhütte sorgfältig zurückgebaut und eingelagert. Die Finanzierung macht wichtige Fortschritte, ist aber noch nicht vollständig gesichert. Für Wiederaufbau und Betrieb werden insgesamt 8 Millionen Franken benötigt. Rund 5,07 Millionen Franken sind bereits eingegangen oder in Aussicht gestellt. Für die fehlende Finanzierung laufen Beitragsgesuche an verschiedene Stiftungen. Zudem wird der Stiftungsrat vor den Herbstferien die Unternehmen in der Region und private Unterstützerinnen und Unterstützer um eine Spende ersuchen.
Autor: Stiftungsrat Badhütte
Von aussen scheint sich bei der Badhütte seit Monaten wenig zu verändern. Hinter den Kulissen laufen die Arbeiten für den Wiederaufbau jedoch auf Hochtouren. Das Baugesuch ist eingereicht, die Finanzierung schreitet voran und das Ziel steht fest: Im Sommer 2028 soll die neue alte Badhütte wieder Gäste empfangen.

Seit April dieses Jahres trägt die Stiftung Badhütte die Verantwortung für den Wiederaufbau. Geleitet wird der Stiftungsrat von Stadtpräsident Robert Raths. Ihm gehören zudem Peter Baumberger aus Goldach, Roman Capaul aus Rorschacherberg sowie Axel Thoma, Jürg Bereuter und Ariane Thür Wenger aus Rorschach an.

Im Zentrum der Arbeiten stehen derzeit zwei Aufgaben: die Baubewilligung für den Wiederaufbau und die Sicherstellung der Finanzierung.

Baugesuch ist eingereicht

Die mit der Planung beauftragte Ladner & Partner AG aus Rheineck hat das Baugesuch inzwischen eingereicht. Die Abteilung Baubewilligungen der Stadt Rorschach prüft derzeit die Unterlagen und fordert, wo nötig, Ergänzungen ein. Danach kann das Baugesuch öffentlich aufgelegt werden. Ziel ist, dass die Stiftung bis Ende 2026 über eine rechtskräftige Baubewilligung verfügt.

Inzwischen steht fest, dass auch die gesamte Betonkonstruktion ersetzt werden muss. Ursprünglich bestand die Hoffnung, den neuen Holzbau auf die bestehende Plattform stellen zu können. Deshalb wurde der noch erhaltene Teil beim Eingangsbereich vorerst stehen gelassen und mit einem Notdach geschützt.

Dieses Notdach wäre nun bereits sanierungsbedürftig. Der Stiftungsrat hat entschieden, dafür kein weiteres Geld einzusetzen. Deshalb wird auch der letzte erhaltene Teil des Eingangsbereichs sorgfältig zurückgebaut, dokumentiert und eingelagert. So bleibt er als wichtige Grundlage für die möglichst originalgetreue Rekonstruktion erhalten. Die Arbeiten sind mit der Denkmalpflege abgesprochen und sollen in diesen Tagen ausgeführt werden.

Finanzierung macht Fortschritte

Für den Wiederaufbau und den künftigen Betrieb der Badhütte will die Stiftung insgesamt 8 Millionen Franken sichern. Davon sind bereits 3,57 Millionen Franken verbindlich zugesagt oder teilweise schon eingegangen. Darin enthalten sind das Stiftungskapital, der Restbeitrag der Gebäudeversicherung St. Gallen, die grosszügige Zusage aus dem Lotteriefonds sowie verschiedene Spenden von Privatpersonen und Stiftungen.

Der Stadtrat Rorschach beabsichtigt, der Bürgerversammlung 2027 einen Kredit von 1 Million Franken als Beitrag der Stadt Rorschach zu beantragen. Der Gemeinderat Goldach hat einen Kredit von 500’000 Franken in Aussicht gestellt. Ein gleichlautendes Gesuch wurde auch an den Gemeinderat Rorschacherberg gestellt. Dieser wird seiner Bürgerschaft wegen der angespannten Finanzlage aber keinen finanziellen Beitrag an die Badhütte unterbreiten. Er könne sich im Sinne einer subsidiären regionalen Unterstützung einzig vorstellen, sich im Falle einer nachgewiesenen und für die Realisierung des Baus entscheidenden Restfinanzierungslücke am Projekt zu beteiligen. Daraus entstehe aktuell aber ausdrücklich keine Beitragszusage oder Verpflichtung der Gemeinde.

Damit sind derzeit insgesamt rund 5,07 Millionen Franken gesichert oder in Aussicht gestellt.

Weitere Unterstützung gesucht

Bereits vor den Sommerferien hat der Stiftungsrat gezielt Stiftungen um Unterstützung angefragt, die sich für den Erhalt historisch und gesellschaftlich bedeutender Orte sowie für gemeinnützige Projekte einsetzen. Bis alle Entscheide vorliegen, dürfte es bis Ende Jahr dauern, da viele Stiftungsräte nur wenige Male pro Jahr tagen.

Vor den Herbstferien will sich der Stiftungsrat zusätzlich an Unternehmen aus der Region sowie an private Unterstützerinnen und Unterstützer wenden. Verschiedene Betriebe haben bereits in Aussicht gestellt, den Wiederaufbau mit einer Spende unterstützen zu wollen.

Die Stiftung Badhütte ist steuerbefreit. Private Spenden können deshalb in der Steuererklärung in Abzug gebracht werden.

Regelmässige Information

Neben Planung und Finanzierung legt der Stiftungsrat Wert auf eine transparente Kommunikation. Über den Stand des Projekts informiert er regelmässig in der Rorschacher Stadtinfo. Zudem ist unter www.stiftung-badhuette.ch eine eigene Website aufgeschaltet. Erneuert sind auch die Informationsplakate an der Seepromenade.

Ein enger Austausch besteht im Übrigen mit dem Badhütte Verein. Eine Vertretung des Vereins nimmt regelmässig an Sitzungen des Stiftungsrates teil. Die Aufgaben sind klar verteilt: Die Stiftung ist für Wiederaufbau und Finanzierung verantwortlich. Der Verein hält die Erinnerung an die Badhütte lebendig und wird sich auch beim späteren Betrieb mit Rat und Tat einbringen.

Stiftung und Verein verfolgen ein gemeinsames Ziel. Im Sommer 2028 soll die neue alte Badhütte ihren Betrieb aufnehmen. Wichtig aber bleibt: Der Zeitplan steht unter dem Vorbehalt der gesicherten Gesamtfinanzierung. Gebaut wird erst, wenn die Mittel beisammen sind.

Seit April dieses Jahres trägt die Stiftung Badhütte die Verantwortung für den Wiederaufbau. Geleitet wird der Stiftungsrat von Stadtpräsident Robert Raths. Ihm gehören zudem Peter Baumberger aus Goldach, Roman Capaul aus Rorschacherberg sowie Axel Thoma, Jürg Bereuter und Ariane Thür Wenger aus Rorschach an.

Im Zentrum der Arbeiten stehen derzeit zwei Aufgaben: die Baubewilligung für den Wiederaufbau und die Sicherstellung der Finanzierung.

Baugesuch ist eingereicht

Die mit der Planung beauftragte Ladner & Partner AG aus Rheineck hat das Baugesuch inzwischen eingereicht. Die Abteilung Baubewilligungen der Stadt Rorschach prüft derzeit die Unterlagen und fordert, wo nötig, Ergänzungen ein. Danach kann das Baugesuch öffentlich aufgelegt werden. Ziel ist, dass die Stiftung bis Ende 2026 über eine rechtskräftige Baubewilligung verfügt.

Inzwischen steht fest, dass auch die gesamte Betonkonstruktion ersetzt werden muss. Ursprünglich bestand die Hoffnung, den neuen Holzbau auf die bestehende Plattform stellen zu können. Deshalb wurde der noch erhaltene Teil beim Eingangsbereich vorerst stehen gelassen und mit einem Notdach geschützt.

Dieses Notdach wäre nun bereits sanierungsbedürftig. Der Stiftungsrat hat entschieden, dafür kein weiteres Geld einzusetzen. Deshalb wird auch der letzte erhaltene Teil des Eingangsbereichs sorgfältig zurückgebaut, dokumentiert und eingelagert. So bleibt er als wichtige Grundlage für die möglichst originalgetreue Rekonstruktion erhalten. Die Arbeiten sind mit der Denkmalpflege abgesprochen und sollen in diesen Tagen ausgeführt werden.

Finanzierung macht Fortschritte

Für den Wiederaufbau und den künftigen Betrieb der Badhütte will die Stiftung insgesamt 8 Millionen Franken sichern. Davon sind bereits 3,57 Millionen Franken verbindlich zugesagt oder teilweise schon eingegangen. Darin enthalten sind das Stiftungskapital, der Restbeitrag der Gebäudeversicherung St. Gallen, die grosszügige Zusage aus dem Lotteriefonds sowie verschiedene Spenden von Privatpersonen und Stiftungen.

Der Stadtrat Rorschach beabsichtigt, der Bürgerversammlung 2027 einen Kredit von 1 Million Franken als Beitrag der Stadt Rorschach zu beantragen. Der Gemeinderat Goldach hat einen Kredit von 500’000 Franken in Aussicht gestellt. Ein gleichlautendes Gesuch wurde auch an den Gemeinderat Rorschacherberg gestellt. Dieser wird seiner Bürgerschaft wegen der angespannten Finanzlage aber keinen finanziellen Beitrag an die Badhütte unterbreiten. Er könne sich im Sinne einer subsidiären regionalen Unterstützung einzig vorstellen, sich im Falle einer nachgewiesenen und für die Realisierung des Baus entscheidenden Restfinanzierungslücke am Projekt zu beteiligen. Daraus entstehe aktuell aber ausdrücklich keine Beitragszusage oder Verpflichtung der Gemeinde.

Damit sind derzeit insgesamt rund 5,07 Millionen Franken gesichert oder in Aussicht gestellt.

Weitere Unterstützung gesucht

Bereits vor den Sommerferien hat der Stiftungsrat gezielt Stiftungen um Unterstützung angefragt, die sich für den Erhalt historisch und gesellschaftlich bedeutender Orte sowie für gemeinnützige Projekte einsetzen. Bis alle Entscheide vorliegen, dürfte es bis Ende Jahr dauern, da viele Stiftungsräte nur wenige Male pro Jahr tagen.

Vor den Herbstferien will sich der Stiftungsrat zusätzlich an Unternehmen aus der Region sowie an private Unterstützerinnen und Unterstützer wenden. Verschiedene Betriebe haben bereits in Aussicht gestellt, den Wiederaufbau mit einer Spende unterstützen zu wollen.

Die Stiftung Badhütte ist steuerbefreit. Private Spenden können deshalb in der Steuererklärung in Abzug gebracht werden.

Regelmässige Information

Neben Planung und Finanzierung legt der Stiftungsrat Wert auf eine transparente Kommunikation. Über den Stand des Projekts informiert er regelmässig in der Rorschacher Stadtinfo. Zudem ist unter www.stiftung-badhuette.ch eine eigene Website aufgeschaltet. Erneuert sind auch die Informationsplakate an der Seepromenade.

Ein enger Austausch besteht im Übrigen mit dem Badhütte Verein. Eine Vertretung des Vereins nimmt regelmässig an Sitzungen des Stiftungsrates teil. Die Aufgaben sind klar verteilt: Die Stiftung ist für Wiederaufbau und Finanzierung verantwortlich. Der Verein hält die Erinnerung an die Badhütte lebendig und wird sich auch beim späteren Betrieb mit Rat und Tat einbringen.

Stiftung und Verein verfolgen ein gemeinsames Ziel. Im Sommer 2028 soll die neue alte Badhütte ihren Betrieb aufnehmen. Wichtig aber bleibt: Der Zeitplan steht unter dem Vorbehalt der gesicherten Gesamtfinanzierung. Gebaut wird erst, wenn die Mittel beisammen sind.

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