Neue Digitalisierungsplattform für Publikationen aus Rorschach

Bild: Unter retrodigital.sg.ch sind verschiedene historische Schriften, wie beispielsweise das Rorschacher Neujahrsblatt, einsehbar.
In Kürze
Grosse Teile der Bevölkerung interessieren sich für die Geschichte ihres Wohnortes. Die Zugänglichkeit insbesondere von physischen Dokumenten ist aber oftmals erschwert. Der Kanton St. Gallen und die St. Galler Gemeinden haben deshalb mit Retrodigital eine Digitalisierungsplattform geschaffen. Die Stadt Rorschach ist zusammen mit den Gemeinden bzw. Städten Jonschwil, Lichtensteig und Rapperswil-Jona Teil eines Pilotprojektes. Unter www.retrodigital.sg.ch stehen der Öffentlichkeit verschiedene historische Dokumente rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lassen sich einfach herunterladen und auch für die Forschung nutzen.
Autor: Albert Holenstein, Stiftsbibliothek
Die Stadt Rorschach ist Teil eines Pilotprojekts, welche die Digitalisierung aktueller Publikationen und historischer Dokumente zum Inhalt hat. Diese stehen unter www.retrodigital.sg.ch einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Der Kanton St. Gallen und die St. Galler Gemeinden haben auf der Digitalisierung-Plattform www.retrodigital.sg.ch ein neues Angebot geschaffen, worüber neben den Digitalisaten des Kantons neu auch aktuelle Publikationen und historische Dokumente aus St. Galler Gemeinden öffentlich einsehbar sind. Dazu hat die Staatskanzlei St. Gallen 2023 zusammen mit der Stiftsbibliothek St. Gallen und vier Gemeinden (Jonschwil, Lichtensteig, Rapperswil-Jona und Rorschach) ein Pilotprojekt lanciert.

Ziel des Projekts

Grosse Teile der Bevölkerung interessieren sich für die eigene Herkunft und somit auch für die Geschichte ihres Wohnorts. Zugleich wird der Ruf nach der Digitalisierung wichtiger Dokumente immer lauter. Ziel von «Retrodigital» ist es, die Zugänglichkeit zu Informationen über vergangene Ereignisse in einer Gemeinde zu verbessern, indem Dokumente aus Gemeindearchiven und vergleichbaren Sammlungen digitalisiert werden. Die neue Anlaufstelle im Internet erleichtert Forschenden, Studierenden und anderen Interessierten das Recherchieren in der jüngeren Vergangenheit einer Gemeinde.

Die Plattform «Retrodigital» beschränkt sich derzeit noch auf die vier Pilotgemeinden Jonschwil, Lichtensteig, Rapperswil-Jona und Rorschach. Ab dem laufenden Jahr wird das Angebot auf weitere Gemeinden des Kantons St. Gallen ausgeweitet. Dank der einheitlichen Plattform lassen sich Synergien nutzen, so dass nicht jede Gemeinde eine separates Angebot im Internet aufbauen muss. Die auf «Retrodigital» einsehbaren Dokumente lassen sich einfach herunterladen und für die Forschung nutzen. Sie sind mit Metadaten versehen, um die Zitierfähigkeit zu gewährleisten. Gedruckten Publikationen sind zusätzlich Volltext durchsuchbar.

Vielfalt an Dokumenten

«Retrodigital» strebt die Berücksichtigung unterschiedlicher Dokumente an, wobei ihr chronikalischer Charakter als gemeinsamer Nenner immer vorhanden ist. Neben Geschäftsberichten der Politischen Gemeinde Rorschach (bislang retrodigitalisiert bis 1900) und der Rorschacher Stadtinfo wurden verschiedene Publikationen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert digitalisiert, die ein bestimmtes Ereignis oder einen Zeitabschnitt im Alltag der Gemeinde Rorschach dokumentieren. So finden sich etwa die Abschiedspredigt des evang. Pfarrers Johann Jakob Berger (1863), ein Bericht über das kantonale Sängerfest von 1879 oder eine Schrift über die Totenfeier von Dr. med. Stephan Hüttenmoser (1825–1869), die 1869 zu einer liberalen Demonstration führte. Weiter ist die Rorschacher Ortschronik der Jahre 1914 bis 1999 aus dem Rorschacher Neujahrsblatt vertreten. Diese jederzeit ausbaufähige Vielfalt an Dokumenten ermöglicht es allen Interessierten, sozusagen online in einer breit angelegten Gemeindechronik des 19. bis 21. Jahrhunderts zu blättern.

Die neue Plattform ist unter www.retrodigital.sg.ch abrufbar.

Der Kanton St. Gallen und die St. Galler Gemeinden haben auf der Digitalisierung-Plattform www.retrodigital.sg.ch ein neues Angebot geschaffen, worüber neben den Digitalisaten des Kantons neu auch aktuelle Publikationen und historische Dokumente aus St. Galler Gemeinden öffentlich einsehbar sind. Dazu hat die Staatskanzlei St. Gallen 2023 zusammen mit der Stiftsbibliothek St. Gallen und vier Gemeinden (Jonschwil, Lichtensteig, Rapperswil-Jona und Rorschach) ein Pilotprojekt lanciert.

Ziel des Projekts

Grosse Teile der Bevölkerung interessieren sich für die eigene Herkunft und somit auch für die Geschichte ihres Wohnorts. Zugleich wird der Ruf nach der Digitalisierung wichtiger Dokumente immer lauter. Ziel von «Retrodigital» ist es, die Zugänglichkeit zu Informationen über vergangene Ereignisse in einer Gemeinde zu verbessern, indem Dokumente aus Gemeindearchiven und vergleichbaren Sammlungen digitalisiert werden. Die neue Anlaufstelle im Internet erleichtert Forschenden, Studierenden und anderen Interessierten das Recherchieren in der jüngeren Vergangenheit einer Gemeinde.

Die Plattform «Retrodigital» beschränkt sich derzeit noch auf die vier Pilotgemeinden Jonschwil, Lichtensteig, Rapperswil-Jona und Rorschach. Ab dem laufenden Jahr wird das Angebot auf weitere Gemeinden des Kantons St. Gallen ausgeweitet. Dank der einheitlichen Plattform lassen sich Synergien nutzen, so dass nicht jede Gemeinde eine separates Angebot im Internet aufbauen muss. Die auf «Retrodigital» einsehbaren Dokumente lassen sich einfach herunterladen und für die Forschung nutzen. Sie sind mit Metadaten versehen, um die Zitierfähigkeit zu gewährleisten. Gedruckten Publikationen sind zusätzlich Volltext durchsuchbar.

Vielfalt an Dokumenten

«Retrodigital» strebt die Berücksichtigung unterschiedlicher Dokumente an, wobei ihr chronikalischer Charakter als gemeinsamer Nenner immer vorhanden ist. Neben Geschäftsberichten der Politischen Gemeinde Rorschach (bislang retrodigitalisiert bis 1900) und der Rorschacher Stadtinfo wurden verschiedene Publikationen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert digitalisiert, die ein bestimmtes Ereignis oder einen Zeitabschnitt im Alltag der Gemeinde Rorschach dokumentieren. So finden sich etwa die Abschiedspredigt des evang. Pfarrers Johann Jakob Berger (1863), ein Bericht über das kantonale Sängerfest von 1879 oder eine Schrift über die Totenfeier von Dr. med. Stephan Hüttenmoser (1825–1869), die 1869 zu einer liberalen Demonstration führte. Weiter ist die Rorschacher Ortschronik der Jahre 1914 bis 1999 aus dem Rorschacher Neujahrsblatt vertreten. Diese jederzeit ausbaufähige Vielfalt an Dokumenten ermöglicht es allen Interessierten, sozusagen online in einer breit angelegten Gemeindechronik des 19. bis 21. Jahrhunderts zu blättern.

Die neue Plattform ist unter www.retrodigital.sg.ch abrufbar.

Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert