Stadtrat gibt Energiestadt-Label auf

Bild: Die erste Energiestadt-Urkunde datiert vom 13. Dezember 2001. Per Ende 2026 gibt die Stadt das Label auf.
In Kürze
Rorschach gibt das Energiestadt-Label, das die Stadt seit dem Jahr 2001 trägt, nach einer Gesamtabwägung auf und verzichtet damit auf das Re-Audit 2026. Der Stadtrat begründet den Schritt mit dem aus seiner Sicht ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis und dem administrativen Aufwand. Die für das Re-Audit im Budget 2026 bereits vorgesehenen Mittel in der Höhe von CHF 25’000.00 werden stattdessen für eine befristete Förderung von Eigenverbrauchsgemeinschaften bei PV-Anlagen eingesetzt, um einen direkten Nutzen für Bevölkerung und Umwelt zu erreichen. Zugleich erfolgt der Austritt aus dem Verein Energiestadt. An der städtischen Energiepolitik ändert sich dadurch aber nichts.
Autor: Stadtrat
Die Stadt Rorschach wird das Energiestadt-Label nicht erneut zertifizieren lassen. Der Stadtrat hat entschieden, die für das Re-Audit vorgesehenen Mittel stattdessen in konkrete Fördermassnahmen zu investieren.

Die Stadt Rorschach trägt das Energiestadt-Label seit dem 13. Dezember 2001. Im Jahr 2026 wäre eine erneute Re-Zertifizierung (Re-Audit) angestanden. Nach einer Gesamtabwägung hat der Stadtrat beschlossen, das Label aufzugeben.

Warum der Stadtrat auf das Label verzichtet

In den letzten Jahren haben mehrere Gemeinden im Kanton St. Gallen das Energiestadt-Label nicht weitergeführt – oft wegen des aus ihrer Sicht ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses und des administrativen Aufwands. Auch für Rorschach stellte sich die Frage, ob der finanzielle und personelle Aufwand für den Erhalt des Labels weiterhin gerechtfertigt ist.

Die Energiepolitik der Stadt orientiert sich am konkreten Nutzen einzelner Massnahmen – nicht am Label. Entsprechend war das Label in Rorschach kein Treiber für zusätzliche Schritte. Das zeigt sich auch daran, dass der Erfüllungsgrad über die Jahre nur wenig gestiegen ist (von 56 % bei der Erstzertifizierung 2001 auf 59,4 % beim letzten Re-Audit 2022).

Für das anstehende Audit wäre aufgrund der vielen Investitionen in den vergangenen vier Jahren (Seewasser-Wärmeverbund, PV-Anlagen, Heizungserneuerungen mit Erdsonden, Begrünung Stadtbild, Konzept Tempo 30, Wärmeverbund Pestalozzi und weitere) zwar mit einem deutlich besseren Resultat zu rechnen. Aber auch hier gilt: Der Stadtrat hat diese Massnahmen nicht mit Blick aufs Label beschlossen.

Geld fliesst in konkrete Förderung statt in ein Audit

Für die Begleitung des Re-Audits 2026 lag eine Offerte der Lenum AG vor. Insgesamt wären im Auditjahr Kosten im Bereich von rund CHF 18’500 bis CHF 22’500 zu erwarten gewesen (inklusive Mitgliederbeitrag für den Verein Energiestadt).

Für die Re-Zertifizierung waren im Budget 2026 der Technischen Betriebe bereits CHF 25’000 eingestellt. Der Stadtrat hat entschieden, diese Mittel umzuleiten. Statt für ein Audit sollen sie für die Förderung von Eigenverbrauchsgemeinschaften von PV-Anlagen eingesetzt werden – vorerst befristet auf zwei Jahre. Damit soll ein direkter Nutzen für Umwelt und Bevölkerung erreicht werden.

Austritt aus dem Verein Energiestadt

Mit der Aufgabe des Labels ist auch der Austritt aus dem Verein Energiestadt auf den nächstmöglichen Termin verbunden. Der Verzicht auf das Label bedeutet aber keine Abkehr von der städtischen Energiepolitik. Die Arbeit an sinnvollen und wirksamen Massnahmen wird fortgesetzt.

Die Stadt Rorschach trägt das Energiestadt-Label seit dem 13. Dezember 2001. Im Jahr 2026 wäre eine erneute Re-Zertifizierung (Re-Audit) angestanden. Nach einer Gesamtabwägung hat der Stadtrat beschlossen, das Label aufzugeben.

Warum der Stadtrat auf das Label verzichtet

In den letzten Jahren haben mehrere Gemeinden im Kanton St. Gallen das Energiestadt-Label nicht weitergeführt – oft wegen des aus ihrer Sicht ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses und des administrativen Aufwands. Auch für Rorschach stellte sich die Frage, ob der finanzielle und personelle Aufwand für den Erhalt des Labels weiterhin gerechtfertigt ist.

Die Energiepolitik der Stadt orientiert sich am konkreten Nutzen einzelner Massnahmen – nicht am Label. Entsprechend war das Label in Rorschach kein Treiber für zusätzliche Schritte. Das zeigt sich auch daran, dass der Erfüllungsgrad über die Jahre nur wenig gestiegen ist (von 56 % bei der Erstzertifizierung 2001 auf 59,4 % beim letzten Re-Audit 2022).

Für das anstehende Audit wäre aufgrund der vielen Investitionen in den vergangenen vier Jahren (Seewasser-Wärmeverbund, PV-Anlagen, Heizungserneuerungen mit Erdsonden, Begrünung Stadtbild, Konzept Tempo 30, Wärmeverbund Pestalozzi und weitere) zwar mit einem deutlich besseren Resultat zu rechnen. Aber auch hier gilt: Der Stadtrat hat diese Massnahmen nicht mit Blick aufs Label beschlossen.

Geld fliesst in konkrete Förderung statt in ein Audit

Für die Begleitung des Re-Audits 2026 lag eine Offerte der Lenum AG vor. Insgesamt wären im Auditjahr Kosten im Bereich von rund CHF 18’500 bis CHF 22’500 zu erwarten gewesen (inklusive Mitgliederbeitrag für den Verein Energiestadt).

Für die Re-Zertifizierung waren im Budget 2026 der Technischen Betriebe bereits CHF 25’000 eingestellt. Der Stadtrat hat entschieden, diese Mittel umzuleiten. Statt für ein Audit sollen sie für die Förderung von Eigenverbrauchsgemeinschaften von PV-Anlagen eingesetzt werden – vorerst befristet auf zwei Jahre. Damit soll ein direkter Nutzen für Umwelt und Bevölkerung erreicht werden.

Austritt aus dem Verein Energiestadt

Mit der Aufgabe des Labels ist auch der Austritt aus dem Verein Energiestadt auf den nächstmöglichen Termin verbunden. Der Verzicht auf das Label bedeutet aber keine Abkehr von der städtischen Energiepolitik. Die Arbeit an sinnvollen und wirksamen Massnahmen wird fortgesetzt.

Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Um diese Web-App zum Home-Bildschirm hinzuzufügen.
Tippen Sie auf und dann Zum Home-Bildschirm.