Grossputz auf dem Grund des Bodensees
Bild: Mitglieder des Vereins Abfalltaucher und der SLRG Sektion Rorschach holen gemeinsam Gegenstände vom Seegrund, die nicht dorthin gehören.
Ein paar Glasflaschen und Dosen wären wohl keine Überraschung. Vielleicht ein altes Velo. Ein Einkaufswagen? Oder etwas, bei dem sich am Ende niemand mehr so genau erklären kann, wie es überhaupt im Bodensee gelandet ist. Was tatsächlich auf dem Seegrund vor Rorschach liegt, dürfte sich am Samstag, 19. September, zeigen. Dann machen sich Taucherinnen und Taucher der SLRG Sektion Rorschach und des Vereins Abfalltaucher Schweiz auf die Suche nach dem, was über die Jahre im See verschwunden ist. Ihre Mission: raus damit.
Neun Zonen, bis zu 18 Meter tief
Der Clean-Up-Day ist weit mehr als eine etwas ungewöhnliche Unterwasser-Aufräumaktion. Rund 30 bis 50 Personen werden erwartet – neben den Sporttauchenden auch Helferinnen und Helfer an Land und auf dem Wasser. Zwischen 9 und 17 Uhr wird die Umgebung des Kornhauses zur Operationsbasis. Das Einsatzgebiet ist gross. Neun Uferzonen zwischen Arionwiese und Yachthafen Rorschach sollen abgesucht werden. Dabei geht es für die Taucherinnen und Taucher bis auf maximal 18 Meter Tiefe. Badhütte, Hafen Rorschach, Genossenschaftshafen und Kleinboothafen werden ausgelassen. Sollte nach den übrigen Abschnitten noch Zeit bleiben, ist auch ein Einsatz im Strandbad vorgesehen. «Die Idee für die Aktion ist an der Herbstversammlung der SLRG Sektion Rorschach entstanden», sagt Simon Aeschlimann, Chef Ausbildung bei der SLRG Sektion Rorschach. Die SLRG-Taucher tauchen das ganze Jahr über vor Rorschach. «Der Wunsch, das Ufer von Abfällen zu befreien, war schon lange da. Der Verein Abfalltaucher Schweiz hat damit viel Erfahrung und schon diverse solcher Anlässe in der Schweiz organisiert. So ist die Zusammenarbeit entstanden.» Am Untersee wurde bereits seit 2023 ein solcher Clean-Up-Day veranstaltet. Der Rorschacher Anlass dürfte am Obersee eine Premiere sein.
Ein Aufräumtag mit Konzept
Wer unter Wasser mitarbeitet, muss mindestens über ein Advanced-Open-Water-Diver-Brevet und 50 dokumentierte Kaltwassertauchgänge verfügen. Die Teams tauchen im Buddy-System und werden von Land aus überwacht. Für medizinische Notfälle steht zudem ein Sicherheitsboot mit Sauerstoff, Defibrillator und Erste-Hilfe-Ausrüstung bereit. Auch über Wasser ist die Logistik organisiert. Was die Taucherinnen und Taucher nach oben bringen, landet zunächst bei der Sammelstelle beim Kornhaus. Dort werden die Fundstücke nach Metall, Grobmüll, Restmüll und Sonderabfällen sortiert und anschliessend fachgerecht entsorgt.
Mitmachen und dem See etwas Gutes tun
Unterstützung erhält der Clean-Up-Day auch von der Stadt Rorschach. Der Stadtrat hat im Juni beschlossen, den Anlass zu unterstützen. Die Stadt stellt unter anderem Mulden oder Container zur Verfügung und übernimmt die fachgerechte Entsorgung des geborgenen Abfalls. Das Erdgeschoss des Kornhauses kann für die Mittagspause genutzt werden. Zudem beteiligt sich die Stadt mit 500 Franken an der Verpflegung der freiwilligen Helferinnen und Helfer.
Lust, mitzumachen und dem See etwas Gutes zu tun? Gesucht werden erfahrene Taucherinnen und Taucher mit eigener Ausrüstung (mind. AOWD und 50 Kaltwassertauchgänge), Personen mit Arbeitsschiffen und Helfende an Land. Interessierte können sich bei Roger Dobler (rog.dobler@gmail.com) melden. Und dann bleibt nur noch eine Frage offen: Was kommt am 19. September tatsächlich aus dem Bodensee? Die Antwort darauf liegt derzeit noch irgendwo zwischen Rorschacher Ufer und Seegrund.
Ein paar Glasflaschen und Dosen wären wohl keine Überraschung. Vielleicht ein altes Velo. Ein Einkaufswagen? Oder etwas, bei dem sich am Ende niemand mehr so genau erklären kann, wie es überhaupt im Bodensee gelandet ist. Was tatsächlich auf dem Seegrund vor Rorschach liegt, dürfte sich am Samstag, 19. September, zeigen. Dann machen sich Taucherinnen und Taucher der SLRG Sektion Rorschach und des Vereins Abfalltaucher Schweiz auf die Suche nach dem, was über die Jahre im See verschwunden ist. Ihre Mission: raus damit.
Neun Zonen, bis zu 18 Meter tief
Der Clean-Up-Day ist weit mehr als eine etwas ungewöhnliche Unterwasser-Aufräumaktion. Rund 30 bis 50 Personen werden erwartet – neben den Sporttauchenden auch Helferinnen und Helfer an Land und auf dem Wasser. Zwischen 9 und 17 Uhr wird die Umgebung des Kornhauses zur Operationsbasis. Das Einsatzgebiet ist gross. Neun Uferzonen zwischen Arionwiese und Yachthafen Rorschach sollen abgesucht werden. Dabei geht es für die Taucherinnen und Taucher bis auf maximal 18 Meter Tiefe. Badhütte, Hafen Rorschach, Genossenschaftshafen und Kleinboothafen werden ausgelassen. Sollte nach den übrigen Abschnitten noch Zeit bleiben, ist auch ein Einsatz im Strandbad vorgesehen. «Die Idee für die Aktion ist an der Herbstversammlung der SLRG Sektion Rorschach entstanden», sagt Simon Aeschlimann, Chef Ausbildung bei der SLRG Sektion Rorschach. Die SLRG-Taucher tauchen das ganze Jahr über vor Rorschach. «Der Wunsch, das Ufer von Abfällen zu befreien, war schon lange da. Der Verein Abfalltaucher Schweiz hat damit viel Erfahrung und schon diverse solcher Anlässe in der Schweiz organisiert. So ist die Zusammenarbeit entstanden.» Am Untersee wurde bereits seit 2023 ein solcher Clean-Up-Day veranstaltet. Der Rorschacher Anlass dürfte am Obersee eine Premiere sein.
Ein Aufräumtag mit Konzept
Wer unter Wasser mitarbeitet, muss mindestens über ein Advanced-Open-Water-Diver-Brevet und 50 dokumentierte Kaltwassertauchgänge verfügen. Die Teams tauchen im Buddy-System und werden von Land aus überwacht. Für medizinische Notfälle steht zudem ein Sicherheitsboot mit Sauerstoff, Defibrillator und Erste-Hilfe-Ausrüstung bereit. Auch über Wasser ist die Logistik organisiert. Was die Taucherinnen und Taucher nach oben bringen, landet zunächst bei der Sammelstelle beim Kornhaus. Dort werden die Fundstücke nach Metall, Grobmüll, Restmüll und Sonderabfällen sortiert und anschliessend fachgerecht entsorgt.
Mitmachen und dem See etwas Gutes tun
Unterstützung erhält der Clean-Up-Day auch von der Stadt Rorschach. Der Stadtrat hat im Juni beschlossen, den Anlass zu unterstützen. Die Stadt stellt unter anderem Mulden oder Container zur Verfügung und übernimmt die fachgerechte Entsorgung des geborgenen Abfalls. Das Erdgeschoss des Kornhauses kann für die Mittagspause genutzt werden. Zudem beteiligt sich die Stadt mit 500 Franken an der Verpflegung der freiwilligen Helferinnen und Helfer.
Lust, mitzumachen und dem See etwas Gutes zu tun? Gesucht werden erfahrene Taucherinnen und Taucher mit eigener Ausrüstung (mind. AOWD und 50 Kaltwassertauchgänge), Personen mit Arbeitsschiffen und Helfende an Land. Interessierte können sich bei Roger Dobler (rog.dobler@gmail.com) melden. Und dann bleibt nur noch eine Frage offen: Was kommt am 19. September tatsächlich aus dem Bodensee? Die Antwort darauf liegt derzeit noch irgendwo zwischen Rorschacher Ufer und Seegrund.

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