Gerodete Fläche wird wieder begrünt

Bild: Die gerodete Fläche gibt ein trauriges Bild ab. Das soll sich schnellstmöglich ändern.
In Kürze
Bereits zum zweiten Mal erfolgte auf dem Baumschutzgebiet zwischen Bahnwagenwaschanlage und Scholastikastrasse eine widerrechtliche Rodung. Die zuständigen SBB ersuchten weder um die notwendige Bewilligung noch informierten sie die Stadt vorgängig. Der Stadtrat wird wiederum die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verlangen und im Gespräch mit der SBB nach Lösungen suchen, dass sich die Geschichte nicht ein weiteres Mal wiederholt.
Autor: Stadtrat Rorschach
Kurz vor Weihnachten wurde das Baumschutzgebiet zwischen der Zugwagenwaschanlage der SBB und der Scholastikastrasse komplett gerodet. Es lag dafür weder die notwendige Bewilligung vor noch erfolgte eine Information an die Stadt.

An der Scholastikastrasse ist oberhalb der Zugwagenwaschanlage der SBB seit vielen Jahren ein Baumschutzgebiet ausgeschieden. «Bäume in Gebieten mit geschütztem Baumbestand sind zu erhalten mit dem Ziel, sie zu pflegen und vor Gefährdung zu bewahren.» So steht es in Artikel 19 des Rorschacher Baureglements. Das Fällen von Bäumen ist in diesen Gebieten bewilligungspflichtig. Auch das geht aus dem Baureglement hervor.

Ungeachtet dieser Vorschriften veranlassten die SBB einen vollständigen Kahlschlag. Wo einst Büsche und Bäume standen, zeigen sich heute bis auf wenige Ausnahmen einzig noch die Wurzelstöcke.

Déjà-vu

Der Vorfall ist umso bedauerlicher, als sich die Geschichte wiederholt. Bereits vor 15 Jahren erfolgte in demselben Grünstreifen eine widerrechtliche Rodung. Der Stadtrat verpflichtete die SBB damals, den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen, d. h. verschiedene Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Diese sind nun wieder der Motorsäge zum Opfer gefallen.

Es dürfte weniger böse Absicht als vielmehr Unwissenheit sein, welche die SBB dazu veranlasst hat, das Baumschutzgebiet im Rahmen ihrer Unterhaltsarbeiten erneut zu roden. In diesem riesigen Betrieb gibt es immer wieder wechselnde Zuständigkeiten, sodass sich kaum mehr jemand daran erinnert, was vor 15 Jahren grosses mediales Aufsehen erregte.

Um viele Jahre zurückgeworfen

Eine Böschungspflege dieser Art ist am betreffenden Standort nicht nur verboten, sondern ganz allgemein kaum zu verstehen. Die biologische Funktion und das Habitat für zahlreiche Tiere gehen mit den auf den Stock gesetzten Sträuchern und Bäumen für Jahre verloren.

Zudem wird die Bodenfläche grossflächig freigelegt, was die Bodenerosion sowie das Auswaschen von Feinanteilen und Nährstoffen ermöglicht. Mit dem freien Lichteinfall auf die Bodenfläche wird im Übrigen der Fremdbewuchs gefördert. Es ist mit verstärktem Aufkommen von Brombeeren und invasiven Neophyten zu rechnen. Damit steigen die Kosten für die Pflege. Das ist kaum das Ziel eines nachhaltigen Unterhalts.

Dem Stadtrat bleibt auch dieses Mal nichts anders übrig als dafür zu sorgen, dass das Baumschutzgebiet seine Funktion als Lebensraum für Tiere möglichst schnell wieder erfüllen kann. Die SBB werden wiederum umfassend Ersatz leisten müssen. Die Stadtgärtnerei wird die Arbeiten überwachen. Zudem sind im Gespräch mit den SBB Lösungen zu finden, damit sich die Geschichte nicht nochmals wiederholt.

An der Scholastikastrasse ist oberhalb der Zugwagenwaschanlage der SBB seit vielen Jahren ein Baumschutzgebiet ausgeschieden. «Bäume in Gebieten mit geschütztem Baumbestand sind zu erhalten mit dem Ziel, sie zu pflegen und vor Gefährdung zu bewahren.» So steht es in Artikel 19 des Rorschacher Baureglements. Das Fällen von Bäumen ist in diesen Gebieten bewilligungspflichtig. Auch das geht aus dem Baureglement hervor.

Ungeachtet dieser Vorschriften veranlassten die SBB einen vollständigen Kahlschlag. Wo einst Büsche und Bäume standen, zeigen sich heute bis auf wenige Ausnahmen einzig noch die Wurzelstöcke.

Déjà-vu

Der Vorfall ist umso bedauerlicher, als sich die Geschichte wiederholt. Bereits vor 15 Jahren erfolgte in demselben Grünstreifen eine widerrechtliche Rodung. Der Stadtrat verpflichtete die SBB damals, den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen, d. h. verschiedene Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Diese sind nun wieder der Motorsäge zum Opfer gefallen.

Es dürfte weniger böse Absicht als vielmehr Unwissenheit sein, welche die SBB dazu veranlasst hat, das Baumschutzgebiet im Rahmen ihrer Unterhaltsarbeiten erneut zu roden. In diesem riesigen Betrieb gibt es immer wieder wechselnde Zuständigkeiten, sodass sich kaum mehr jemand daran erinnert, was vor 15 Jahren grosses mediales Aufsehen erregte.

Um viele Jahre zurückgeworfen

Eine Böschungspflege dieser Art ist am betreffenden Standort nicht nur verboten, sondern ganz allgemein kaum zu verstehen. Die biologische Funktion und das Habitat für zahlreiche Tiere gehen mit den auf den Stock gesetzten Sträuchern und Bäumen für Jahre verloren.

Zudem wird die Bodenfläche grossflächig freigelegt, was die Bodenerosion sowie das Auswaschen von Feinanteilen und Nährstoffen ermöglicht. Mit dem freien Lichteinfall auf die Bodenfläche wird im Übrigen der Fremdbewuchs gefördert. Es ist mit verstärktem Aufkommen von Brombeeren und invasiven Neophyten zu rechnen. Damit steigen die Kosten für die Pflege. Das ist kaum das Ziel eines nachhaltigen Unterhalts.

Dem Stadtrat bleibt auch dieses Mal nichts anders übrig als dafür zu sorgen, dass das Baumschutzgebiet seine Funktion als Lebensraum für Tiere möglichst schnell wieder erfüllen kann. Die SBB werden wiederum umfassend Ersatz leisten müssen. Die Stadtgärtnerei wird die Arbeiten überwachen. Zudem sind im Gespräch mit den SBB Lösungen zu finden, damit sich die Geschichte nicht nochmals wiederholt.

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