Ein Brunnenmeister für die Technischen Betriebe

Bild: Das Rorschacher Wasserwerk wird ein wichtiger Arbeitsort des neuen Brunnenmeisters. Er stellt die hohe Qualität der Trinkwasseraufbereitung sicher.
In Kürze
Ab 1. Januar 2023 verfügen die Technischen Betriebe Rorschach wieder über einen Brunnenmeister. Dessen Aufgabe ist es, die Betriebssicherheit der Wasserversorgung und die jederzeit einwandfreie Qualität des Trinkwassers zu gewährleisten. Zudem übernimmt er weitere wichtige Aufgaben, die sich aus dem Lebensmittelgesetz und anderen Vorschriften ergeben.
Autor: Stadtrat Rorschach
Am 1. Januar 2023 tritt Patrick Rothermann bei den Technischen Betrieben Rorschach seine Stelle als Brunnenmeister an. Was sind seine Aufgaben?

Die Technischen Betriebe betreiben an der Scheffelstrasse ein eigenes Seewasserwerk, in welchem sie Trinkwasser nicht nur für die Rorschacher Haushaltungen, Gewerbe- und Industriebetriebe aufbereiten, sondern auch für weitere Gemeinden in der Region. Trinkwasser ist wohl unser wertvollstes Lebensmittel. Entsprechend wichtig ist die Betriebssicherheit und die jederzeit einwandfreie Qualität. Verantwortlich dafür ist der Brunnenmeister.

Ausbildung mit eidg. Fachausweis
Patrick Rothermann übernimmt ab 1. Januar 2023 diese wichtige Aufgabe. Er ist in Rorschach wohnhaft, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Wasser hat im Berufsleben von Patrick Rothermann schon immer eine wichtige Rolle gespielt.

Er absolvierte eine Lehre als Spengler-Installateur und später eine weitere als Sanitärplaner. Anschliessend arbeitete er mehrere Jahre in diesem Beruf, bevor er im Jahr 2010 zu den Technischen Betrieben Thal wechselte und sich dort zum Brunnenmeister mit eidg. Fachausweis weiterbildete. Die Ausbildung ist anspruchsvoll und mit einer Meisterprüfung vergleichbar.

Ab dem kommenden Jahr wird er sein umfassendes Wissen und seine jahrelange Berufserfahrung in den Dienst der Technischen Betriebe Rorschach stellen und damit dessen Team komplettieren.

Umfangreiche Aufgaben
Betrieb, Überwachung und Unterhalt der Anlageteile einer Wasserversorgung unterliegen dem Lebensmittelgesetz und anderen Vorschriften. Gemäss diesen Normen nimmt der Brunnenmeister Verteilnetze in Betrieb, wartet Hydrantenanlagen und überwacht die Löschwasserreserven. Er veranlasst, dass Pläne und Betriebsanleitungen laufend den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Bei Neu- und Umbauten von Liegenschaften erteilt der Brunnenmeister die notwendigen Anschlussbewilligungen und prüft die durch Privatfirmen erstellten Installationen. Er hilft bei der Projektierung des Leitungsnetzes der TBR und leitet kleinere Bauvorhaben. Weiter stellt er die Unterlagen für die Budget und Investitionsplanung bereit und überwacht die Einhaltung der bewilligten Kredite.

Historischer Beruf
Die Berufsbezeichnung «Brunnenmeister» wird den vielfältigen Aufgaben also nicht gerecht. Es ist denn auch eine historische Berufsbezeichnung für einen bestellten und geschworenen Werkmeister, der die Aufsicht über die öffentlichen Brunnen, Wasserleitungen und Wasserkünste eines Ortes oder einer Stadt hatte. Er trug damit die Verantwortung für die Trinkwasserversorgung, die damals überwiegend über öffentliche Brunnen erfolgte.

Es war in der frühen Neuzeit im 15. Jahrhundert, als verschiedene Städte in Europa begannen, die Verantwortung für die Versorgung mit Trinkwasser in die Hände des Brunnenmeisters zu legen. Die technischen Anlagen dafür bestanden überwiegend aus Holz, sodass das Amt des Brunnenmeisters in der Regel von Zimmerleuten ausgeübt wurde, die sich auf die Wassertechnik spezialisierten.

Der Beruf hat sich in den vergangenen Jahrhunderten also grundlegend gewandelt. Geblieben sind die Bezeichnung und die Verantwortung, die mit der Ausübung einhergeht.

Die Technischen Betriebe betreiben an der Scheffelstrasse ein eigenes Seewasserwerk, in welchem sie Trinkwasser nicht nur für die Rorschacher Haushaltungen, Gewerbe- und Industriebetriebe aufbereiten, sondern auch für weitere Gemeinden in der Region. Trinkwasser ist wohl unser wertvollstes Lebensmittel. Entsprechend wichtig ist die Betriebssicherheit und die jederzeit einwandfreie Qualität. Verantwortlich dafür ist der Brunnenmeister.

Ausbildung mit eidg. Fachausweis
Patrick Rothermann übernimmt ab 1. Januar 2023 diese wichtige Aufgabe. Er ist in Rorschach wohnhaft, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Wasser hat im Berufsleben von Patrick Rothermann schon immer eine wichtige Rolle gespielt.

Er absolvierte eine Lehre als Spengler-Installateur und später eine weitere als Sanitärplaner. Anschliessend arbeitete er mehrere Jahre in diesem Beruf, bevor er im Jahr 2010 zu den Technischen Betrieben Thal wechselte und sich dort zum Brunnenmeister mit eidg. Fachausweis weiterbildete. Die Ausbildung ist anspruchsvoll und mit einer Meisterprüfung vergleichbar.

Ab dem kommenden Jahr wird er sein umfassendes Wissen und seine jahrelange Berufserfahrung in den Dienst der Technischen Betriebe Rorschach stellen und damit dessen Team komplettieren.

Umfangreiche Aufgaben
Betrieb, Überwachung und Unterhalt der Anlageteile einer Wasserversorgung unterliegen dem Lebensmittelgesetz und anderen Vorschriften. Gemäss diesen Normen nimmt der Brunnenmeister Verteilnetze in Betrieb, wartet Hydrantenanlagen und überwacht die Löschwasserreserven. Er veranlasst, dass Pläne und Betriebsanleitungen laufend den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Bei Neu- und Umbauten von Liegenschaften erteilt der Brunnenmeister die notwendigen Anschlussbewilligungen und prüft die durch Privatfirmen erstellten Installationen. Er hilft bei der Projektierung des Leitungsnetzes der TBR und leitet kleinere Bauvorhaben. Weiter stellt er die Unterlagen für die Budget und Investitionsplanung bereit und überwacht die Einhaltung der bewilligten Kredite.

Historischer Beruf
Die Berufsbezeichnung «Brunnenmeister» wird den vielfältigen Aufgaben also nicht gerecht. Es ist denn auch eine historische Berufsbezeichnung für einen bestellten und geschworenen Werkmeister, der die Aufsicht über die öffentlichen Brunnen, Wasserleitungen und Wasserkünste eines Ortes oder einer Stadt hatte. Er trug damit die Verantwortung für die Trinkwasserversorgung, die damals überwiegend über öffentliche Brunnen erfolgte.

Es war in der frühen Neuzeit im 15. Jahrhundert, als verschiedene Städte in Europa begannen, die Verantwortung für die Versorgung mit Trinkwasser in die Hände des Brunnenmeisters zu legen. Die technischen Anlagen dafür bestanden überwiegend aus Holz, sodass das Amt des Brunnenmeisters in der Regel von Zimmerleuten ausgeübt wurde, die sich auf die Wassertechnik spezialisierten.

Der Beruf hat sich in den vergangenen Jahrhunderten also grundlegend gewandelt. Geblieben sind die Bezeichnung und die Verantwortung, die mit der Ausübung einhergeht.

Patrick Rothermann, neuer Rorschacher Brunnenmeister
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