Baumpflanzungen auf dem Lindenplatz
Bild: Auf dem Lindenplatz sollen neuen Kastanien die bestehenden Bäume ergänzen und dem Platz sein ursprüngliches Gesicht wiedergeben.
Entstanden ist der Lindenplatz nach einem Brand im Jahre 1850, der neun Gebäude zerstörte und so ungewollt Platz für eine innerstädtische Begrünung schaffte. Die Bepflanzung wurde mit einer zentrierten Linde und kreisförmig angeordneten Kastanien erstellt, die jedoch im Laufe der Zeit dem asphaltierten Wegnetz weichen mussten.
Diese Anordnung der Linde in der Platzmitte – als Königin, flankiert von ihren Untertanen, den kreisförmig gesetzten Kastanien – erinnert an die vor allem in Deutschland bekannten Tanzlinden. Tanzlinden sind kunstvoll geleitete Bäume, die früher oft der Mittelpunkt dörflicher Feste und Bräuche waren. Dabei wurden sie so geformt, dass ihre Äste ein Gerüst tragen konnten, auf dem getanzt wurde.
Unter Linden tanzte man jedoch nicht nur, sondern fällte auch Urteile. Die Richterlinden waren Orte der Rechtsprechung und deren Ausführung. So wurden Verurteilte nicht selten an ihr gehängt. Das Wort «gelinde», also wohlwollend, ist ein Zeuge dieser Zeit.
Die mythische Bedeutung der Linde, oft als Sitz der Göttin Freya verehrt, trug mit zur hohen Wertschätzung dieser Bäume bei.
Ob die Göttin Freya, der Sinn für Gerechtigkeit oder der gesellige Tanz im Rorschacher Rathaus regieren, entzieht sich meinem Wissen. Auf alle Fälle ist das Rorschacher Rathaus von Linden umringt.
In den kommenden Monaten plant die Stadtgärtnerei, auf dem Lindenplatz neue Bäume zu setzen. Die neuen Kastanien ergänzen die bestehenden Bäume und sollen dem Platz sein ursprüngliches Gesicht wiedergeben und bei manch einem Erinnerungen an vergangen geglaubte Tage wecken.
Entstanden ist der Lindenplatz nach einem Brand im Jahre 1850, der neun Gebäude zerstörte und so ungewollt Platz für eine innerstädtische Begrünung schaffte. Die Bepflanzung wurde mit einer zentrierten Linde und kreisförmig angeordneten Kastanien erstellt, die jedoch im Laufe der Zeit dem asphaltierten Wegnetz weichen mussten.
Diese Anordnung der Linde in der Platzmitte – als Königin, flankiert von ihren Untertanen, den kreisförmig gesetzten Kastanien – erinnert an die vor allem in Deutschland bekannten Tanzlinden. Tanzlinden sind kunstvoll geleitete Bäume, die früher oft der Mittelpunkt dörflicher Feste und Bräuche waren. Dabei wurden sie so geformt, dass ihre Äste ein Gerüst tragen konnten, auf dem getanzt wurde.
Unter Linden tanzte man jedoch nicht nur, sondern fällte auch Urteile. Die Richterlinden waren Orte der Rechtsprechung und deren Ausführung. So wurden Verurteilte nicht selten an ihr gehängt. Das Wort «gelinde», also wohlwollend, ist ein Zeuge dieser Zeit.
Die mythische Bedeutung der Linde, oft als Sitz der Göttin Freya verehrt, trug mit zur hohen Wertschätzung dieser Bäume bei.
Ob die Göttin Freya, der Sinn für Gerechtigkeit oder der gesellige Tanz im Rorschacher Rathaus regieren, entzieht sich meinem Wissen. Auf alle Fälle ist das Rorschacher Rathaus von Linden umringt.
In den kommenden Monaten plant die Stadtgärtnerei, auf dem Lindenplatz neue Bäume zu setzen. Die neuen Kastanien ergänzen die bestehenden Bäume und sollen dem Platz sein ursprüngliches Gesicht wiedergeben und bei manch einem Erinnerungen an vergangen geglaubte Tage wecken.

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