Steht ein weiterer Ausbau der schulergänzenden Tagesstrukturen an?

Bild: Abenteuer in der Tagesbetreuung: An Mittwoch-Nachmittagen und in den Schulferien stehen auch Ausflüge auf dem Programm.
In Kürze
Eines von vier Primar- und Kindergartenkinder wird an durchschnittlich 1 – 2 Tagen pro Woche in den schulergänzenden Tagesstrukturen betreut. Der Stadtrat plant einen kontinuierlichen Ausbau des Angebotes. Trotzdem kann die Schule nicht alle Betreuungswünsche sofort erfüllen und muss eine Warteliste führen.
Autor: Guido Etterlin
Letzen Herbst eröffnete die Stadt Rorschach einen zusätzlichen dritten Standort für die schulergänzenden Tagesstrukturen. Die Nachfrage nach Plätzen ist derzeit sehr hoch.

Start vor vier Jahren

Im Herbst 2020 startete Patricia Schori mit ihrem Team im Schönbrunn und im Pestalozzi mit dem neuen Angebot. Pro Tag standen je 10 Plätze für insgesamt etwa 50 Kinder zur Verfügung. Innerhalb des ersten Betriebsjahres zeigte sich bereits eine grosse Nachfrage, sodass schnell ein Ausbau erfolgte. Zuerst wurde die Anzahl Betreuungsplätze an beiden Standorten auf 15 erhöht. Im Herbst 2023 konnte die Schule dann den neuen Standort Halden mit weiteren zehn Plätzen eröffnen. Nun besuchen regelmässig etwa 130 Kinder dieses wichtige familienergänzende Angebot.

Grosszügige Subventionen der Stadt

Auch in der Stadtrechnung hinterlässt das neue Angebot seine Spuren. Der Brutto-Aufwand beträgt in diesem Jahr etwas mehr als eine Million Franken. Durch die Elternbeiträge und die Förderbeiträge des Bundes verbleibt zu Lasten der Stadtrechnung ein Defizit von rund 600’000 Franken. Damit kann die Zielsetzung des Stadtrates, nämlich eine Selbstfinanzierung von einem Drittel, nur knapp eingehalten werden. Die Eltern bezahlen gemäss gültigem Tarif einkommensabhängig 18 bis 49 Franken für einen vollständigen Betreuungstag. Zudem erhalten sie aus den kantonalen Mitteln zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen Rabatt von 19 % auf die Monatsrechnung.

Kapazitätsengpässe trotz stetigem Ausbau

Nun meldet die Tagesbetreuung, dass die Plätze am Standort Pestalozzi bereits wieder komplett belegt sind. Auch an den Standorten Halden und Mühletobel bestehen fast keine Kapazitäten mehr. Das führt nun dazu, dass neue Anfragen auf die Warteliste verwiesen werden müssen. Der Stadtrat evaluiert aber auf das Budget 2025 die Schaffung von zehn zusätzlichen Plätzen am Standort Pestalozzi. Gleichzeitig steht mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Tarifrevision an. Im Februar 2025 folgen weitere Informationen. Bis dahin kann die Schule Wünsche nach zusätzlichen Betreuungsplätzen oder zusätzlichen Betreuungseinheiten nicht erfüllen.

Start vor vier Jahren

Im Herbst 2020 startete Patricia Schori mit ihrem Team im Schönbrunn und im Pestalozzi mit dem neuen Angebot. Pro Tag standen je 10 Plätze für insgesamt etwa 50 Kinder zur Verfügung. Innerhalb des ersten Betriebsjahres zeigte sich bereits eine grosse Nachfrage, sodass schnell ein Ausbau erfolgte. Zuerst wurde die Anzahl Betreuungsplätze an beiden Standorten auf 15 erhöht. Im Herbst 2023 konnte die Schule dann den neuen Standort Halden mit weiteren zehn Plätzen eröffnen. Nun besuchen regelmässig etwa 130 Kinder dieses wichtige familienergänzende Angebot.

Grosszügige Subventionen der Stadt

Auch in der Stadtrechnung hinterlässt das neue Angebot seine Spuren. Der Brutto-Aufwand beträgt in diesem Jahr etwas mehr als eine Million Franken. Durch die Elternbeiträge und die Förderbeiträge des Bundes verbleibt zu Lasten der Stadtrechnung ein Defizit von rund 600’000 Franken. Damit kann die Zielsetzung des Stadtrates, nämlich eine Selbstfinanzierung von einem Drittel, nur knapp eingehalten werden. Die Eltern bezahlen gemäss gültigem Tarif einkommensabhängig 18 bis 49 Franken für einen vollständigen Betreuungstag. Zudem erhalten sie aus den kantonalen Mitteln zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen Rabatt von 19 % auf die Monatsrechnung.

Kapazitätsengpässe trotz stetigem Ausbau

Nun meldet die Tagesbetreuung, dass die Plätze am Standort Pestalozzi bereits wieder komplett belegt sind. Auch an den Standorten Halden und Mühletobel bestehen fast keine Kapazitäten mehr. Das führt nun dazu, dass neue Anfragen auf die Warteliste verwiesen werden müssen. Der Stadtrat evaluiert aber auf das Budget 2025 die Schaffung von zehn zusätzlichen Plätzen am Standort Pestalozzi. Gleichzeitig steht mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Tarifrevision an. Im Februar 2025 folgen weitere Informationen. Bis dahin kann die Schule Wünsche nach zusätzlichen Betreuungsplätzen oder zusätzlichen Betreuungseinheiten nicht erfüllen.

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