16 Jahre Erfahrung treten ab

Bild: Am letzten «Arbeitstag» vor dem Kornhaus: die beiden abtretenden Mitglieder des Schulrates, Gregor Loser (l.) und Valentin Meichtry.
In Kürze
Zwei über viele Jahre verdiente Mitglieder des Schulrates treten ab. Da wäre zum einen Gregor Loser, Primarlehrer, ehemaliger Radiojournalist und Fachautor im Bereich Berufsbildung. Heute ist er als selbständiger Jugend- und Erwachsenenbildner tätig und bietet Workshops sowie Coachings zu den Themen Freude, Motivation und Begeisterung an. Als Präsident der Stiftung Pro Jugend und Berufsbildung Schweiz setzt er sich zudem für die Förderung junger Menschen ein. Zum anderen hört auch Valentin Meichtry auf. Er ist Sozialarbeiter und arbeitet als Vorsitzender der Geschäftsleitung der OdA für Gesundheits- und Sozialberufe in St. Gallen. Nebenberuflich ist er Vorstandsmitglied der IG Digital und wirkt als Dozent an der Agogis. Beide gehörten während acht Jahren dem Schulrat an und trafen sich zum Abschluss mit Schulratspräsident Guido Etterlin zum Interview.
Autor: Guido Etterlin
Valentin Meichtry und Gregor Loser sind beide nach acht Amtsjahren im Schulrat auf Ende 2024 zurückgetreten. Nebst dieser zeitlichen Übereinstimmung war ihnen auch eine hohe Identifikation mit der Behördenaufgabe gemeinsam. Und nebenbei aber nicht unbedeutend: Beide sind aus Rorschach weggezogen.

Hat es euch beiden nicht mehr gefallen in Rorschach?

Valentin Meichtry: Ganz und gar nicht! Wir haben uns lange nach einer neuen Wohnung umgesehen und sind dann in der Nachbargemeinde Goldach fündig geworden.

Gregor Loser: Als begeisterter Hundehalter stellte die Suche nach geeignetem Wohnraum eine grosse Herausforderung dar. Schliesslich hat sich in Neukirch eine Gelegenheit ergeben. Die zehn Jahre in Rorschach habe ich sehr genossen und mich hier stets wohlgefühlt. Gerne wäre ich geblieben.

Welche Erfahrungen bleiben nach acht Jahren im Schulrat?

V.M.: In den ersten vier Jahren haben wir die Behördenreorganisation mit der Verkleinerung des Rates und den professionelleren Strukturen vorbereitet. Ich bin sehr froh, hatten wir den Mut, diesen wichtigen Schritt zu machen. Die vergangenen vier Jahre haben mir vielfach bestätigt, wie wichtig und richtig diese Reorganisation war. Wir haben uns entlastet vom Tagesgeschäft und haben dieses vollumfänglich den Schulleitungen überlassen. Die Zusammenarbeit mit den Schulleitungen habe ich sehr positiv und vertrauensvoll erlebt. Inputs sind stets auf fruchtbaren Boden gefallen.

G.L.: Die Schule Rorschach ist nicht nur eine grosse, sondern auch eine anspruchsvolle Bildungsinstitution. Meiner Wahrnehmung nach ist es gelungen, dass stets alle Akteurinnen und Akteure am gleichen Strick ziehen. Das bildete für mich eine ideale Grundlage für eine professionelle und wertschätzende Zusammenarbeit. Es war mir eine Freude, für und mit der Schule Rorschach tätig zu sein.

Was empfehlt ihr der Schule für die nächsten vier Jahre?

G.L.: Wir haben einen ausgewogenen Ansatz für die digitale Transformation gefunden. Über die gesamte Schulkarriere hinweg begleiten wir die Kinder Schritt für Schritt auf ihrem Weg in die digitale Welt. Dabei ist uns bewusst, wie wichtig es ist, ein gesundes Gleichgewicht zu wahren: Neben digitalen Kompetenzen benötigen Kinder und Jugendliche auch reichlich analoge Erfahrungen und zwischenmenschliche Begegnungen. Es bleibt unsere Aufgabe, diese Balance aktiv zu fördern und stets im Blick zu behalten.

V.M.: Es ist richtig, dass sich der Schulrat auf ein paar wenige strategische Themen fokussiert. Die Behörde soll diesen Weg konsequent weiter gehen. Mit der Doppelturnhalle Pestalozzi haben wir zudem eine zukunftsfähige Lösung gefunden. Und es ist wichtig, dass eine breit abgestützte Baukommission das Projekt begleitet.

Und noch ein Wort zum Abschluss?

V.M.: Ich stelle aus vielen Begegnungen fest, dass die Lehrpersonen unserer Schule gerne hier arbeiten. Die Schulführung soll alles daransetzen, dass das so bleibt.

G.L.: Ich war auch Präsident der Musikschulkommission, die wir zusammen mit der Gemeinde Rorschacherberg führen. Unserer Musikschule steht ein Entwicklungsschritt bevor, wenn wir dem Schülerschwund etwas entgegensetzen möchten. Besonders am Herzen liegt mir, die Sichtbarkeit und Präsenz unserer Musikschule weiter zu stärken.

Hat es euch beiden nicht mehr gefallen in Rorschach?

Valentin Meichtry: Ganz und gar nicht! Wir haben uns lange nach einer neuen Wohnung umgesehen und sind dann in der Nachbargemeinde Goldach fündig geworden.

Gregor Loser: Als begeisterter Hundehalter stellte die Suche nach geeignetem Wohnraum eine grosse Herausforderung dar. Schliesslich hat sich in Neukirch eine Gelegenheit ergeben. Die zehn Jahre in Rorschach habe ich sehr genossen und mich hier stets wohlgefühlt. Gerne wäre ich geblieben.

Welche Erfahrungen bleiben nach acht Jahren im Schulrat?

V.M.: In den ersten vier Jahren haben wir die Behördenreorganisation mit der Verkleinerung des Rates und den professionelleren Strukturen vorbereitet. Ich bin sehr froh, hatten wir den Mut, diesen wichtigen Schritt zu machen. Die vergangenen vier Jahre haben mir vielfach bestätigt, wie wichtig und richtig diese Reorganisation war. Wir haben uns entlastet vom Tagesgeschäft und haben dieses vollumfänglich den Schulleitungen überlassen. Die Zusammenarbeit mit den Schulleitungen habe ich sehr positiv und vertrauensvoll erlebt. Inputs sind stets auf fruchtbaren Boden gefallen.

G.L.: Die Schule Rorschach ist nicht nur eine grosse, sondern auch eine anspruchsvolle Bildungsinstitution. Meiner Wahrnehmung nach ist es gelungen, dass stets alle Akteurinnen und Akteure am gleichen Strick ziehen. Das bildete für mich eine ideale Grundlage für eine professionelle und wertschätzende Zusammenarbeit. Es war mir eine Freude, für und mit der Schule Rorschach tätig zu sein.

Was empfehlt ihr der Schule für die nächsten vier Jahre?

G.L.: Wir haben einen ausgewogenen Ansatz für die digitale Transformation gefunden. Über die gesamte Schulkarriere hinweg begleiten wir die Kinder Schritt für Schritt auf ihrem Weg in die digitale Welt. Dabei ist uns bewusst, wie wichtig es ist, ein gesundes Gleichgewicht zu wahren: Neben digitalen Kompetenzen benötigen Kinder und Jugendliche auch reichlich analoge Erfahrungen und zwischenmenschliche Begegnungen. Es bleibt unsere Aufgabe, diese Balance aktiv zu fördern und stets im Blick zu behalten.

V.M.: Es ist richtig, dass sich der Schulrat auf ein paar wenige strategische Themen fokussiert. Die Behörde soll diesen Weg konsequent weiter gehen. Mit der Doppelturnhalle Pestalozzi haben wir zudem eine zukunftsfähige Lösung gefunden. Und es ist wichtig, dass eine breit abgestützte Baukommission das Projekt begleitet.

Und noch ein Wort zum Abschluss?

V.M.: Ich stelle aus vielen Begegnungen fest, dass die Lehrpersonen unserer Schule gerne hier arbeiten. Die Schulführung soll alles daransetzen, dass das so bleibt.

G.L.: Ich war auch Präsident der Musikschulkommission, die wir zusammen mit der Gemeinde Rorschacherberg führen. Unserer Musikschule steht ein Entwicklungsschritt bevor, wenn wir dem Schülerschwund etwas entgegensetzen möchten. Besonders am Herzen liegt mir, die Sichtbarkeit und Präsenz unserer Musikschule weiter zu stärken.

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